Ratgeber
Gartenbambus

Bambus als Kübelpflanze und Sichtschutz: Auswahl, Pflege und passende Pflanzkübel

Ob als Solitär oder Sichtschutz: Bambus bringt exotisches Flair auf Balkon und Terrasse und wird immer beliebter. Damit Bambus auch im Pflanzkübel prächtig gedeiht, sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten. Standort, Winterhärte, passende Kübel und die richtige Sortenwahl - in diesem Ratgeber finden Sie alles Wissenswerte rund um Bambus als Kübelpflanze und wie man ihn erfolgreich pflegt.

Inhalt:

Einen Bambus pflanzen: Standort und Klima

Einen Bambus sollte man nicht spontan kaufen, auch wenn das gesichtete Exemplar wunderschön aussieht. Weit mehr noch als im Garten bzw. draußen im Freiland braucht ein Bambus im Kübel optimale Bedingungen, um zu gedeihen.

Dabei gilt: Je besser die gewählte Sorte zum Standort passt, desto weniger aufwändig ist die Pflege und umso weniger ist mit Krankheiten und Schädlingsbefall zu rechnen. Überlegen Sie also vor dem Kauf:

  • Standort: Ist der vorgesehene Platz sonnig, halbschattig oder schattig? Für die meisten Bambus-Sorten, die für die Kübelhaltung empfohlen werden, ist ein halbschattiger Platz ideal, sie kommen aber auch in der Sonne zurecht, sofern die Wasserversorgung stimmt und die Erde niemals austrocknet. Auch einige schattenverträgliche Arten sind erhältlich, wie z.B. Fargesia nitida und Fargesia sp. Juizhaigou.
     
  • Klima: Wenn Sie in einer wärmeren Zone mit milden Wintern wohnen, ist die Auswahl größer als in kälteren Gebieten. Achten Sie beim Kauf auf die angegebene Winterhärte. Darauf verlassen können Sie sich allerdings nicht, denn auch sehr winterharte Pflanzen benötigen im Kübel Winterschutz (siehe unten).
     
  • Überwinterung: Steht ein frostfreies oder gar beheizbares Winterquartier zur Verfügung, kommen auch empfindlichere (tropische) Bambussorten in Betracht. Müssen die Pflanzen draußen bleiben, sollten nur robuste, winterharte Sorten gewählt werden.

Bambus im Pflanzkübel: Welche Sorten eignen sich?

Bambus zählt botanisch zu den Süßgräsern und gleichzeitig zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen. 47 Arten kennt man weltweit, sowie etwa 1200 Sorten. In unseren Breiten gedeihen allerdings nur ca. 20 Arten, wiederum mit vielen Sorten, alten und neuen Züchtungen. Selbst Experten tun sich schwer damit, die Vielfalt zu überschauen, doch zum Glück reduziert sich die Auswahl deutlich, wenn der Bambus im Kübel kultiviert werden soll.

Zwar liest man in Pflanzenshops gelegentlich die Behauptung "grundsätzlich seien alle Bambusarten für die Kübelhaltung geeignet". Das stimmt jedoch nur unter ziemlich unrealistischen Bedingungen, z.B. mit extrem hohem Pflegeaufwand in immer riesigeren Pflanzkübeln.

Hauptsächlich unterscheidet man Bambuspflanzen nach ihrem Wurzelwachstum:

  1. Horstbildender Bambus wächst in Horsten, bleibt an seinem Ort und wuchert nicht
  2. Ausläufer- (Rhizome-) bildender Bambus breitet sich unterirdisch in alle Richtungen aus, er "wuchert", wenn man ihm keine Grenze in Form von Wurzelsperren setzt.

Es wundert nicht, dass für die Kübelhaltung vornehmlich horstig wachsender Bambus empfohlen wird. Auch diese Arten werden breiter, bilden aber keine Rhizome, die manchmal sogar im Stande sind, Pflanzkübel zu sprengen.

Wählt man eine "wuchernden" Art, die gelegentlich aufgrund ihrer Winterhärte, Wind- und Sonnentoleranz auch für Kübel empfohlen werden, muss man den Kampf gegen das starke Ausläuferwachstum aufnehmen, öfter umtopfen und die Wurzeln regelmäßig einkürzen.

Horstig wachsender Bambus für die Kübelhaltung

Fargesia-Sorten (Gartenbambus) eignen sich gut für die Haltung im Kübel, da ihr Wurzelwachstum relativ schwach ist und einige Sorten auch nicht allzu hoch werden. Sie gelten als ideale Kübelbambuspflanzen, die mit dichtem Blattwerk gefallen und sich sowohl als Solitär als auch als Sichtschutzhecke bewähren. Allein vom beliebten Schirmbambus (Fargesia murielae) gedeihen in europäischen Gärten ca. 15 verschiedenen Arten und Sorten, die mit unterschiedlichen Halmfärbungen von Rotbraun über Dunkelgelb bis Grüngelb gefallen.

Das Bambus-Lexikon empfiehlt folgende Fargesia-Sorten für verschiedene Kübelgrößen:

  • Für kleinere Pflanzgefäße bis ca: 20 Liter: Fargesia murielae 'Eala', 'Fresena' und 'Bimbo' .
     
  • Für etwas größere Kübel: 'Frya', 'Falke', 'Flamingo' und 'Schwan' , 'Fontäne' sowie Fargesien Spez. 'Jiuzhaigou 1' (Jade Bambus) und 'Geneve' ,
     
  • Für Container ab 30 Liter: Fargesia murielae 'Flamingo',  'Dragon', 'Standing Stone' und 'Green Arrows', Fargesia rufa,  Fargesia robusta und Fargesia nitida 'Fontäne', sowie Fargesia denudata.

Diese Kübelgrößen gelten jedoch nur für die jungen Pflanzen nach dem Kauf. Andernorts findet man Empfehlungen, vom Start weg zu möglichst großen Kübeln zu greifen mit 50 bis 60 cm Durchmesser oder auch "mindestens 60 Liter Erdvolumen".

Ausläuferbildender Bambus für den Pflanzkübel

Phylostachys-Bambus (Flachrohrbambus) wird gelegentlich für Kübel empfohlen, z.B. der besonders winterharte 'Phyllostachys bissetii', 'Phyllostachys aureosulcata Spectabilis' und 'Phyllostachys humilis' - allerdings unter Vorbehalten, die für alle Rhizom-bildenden Bambussorten gelten: Das Wurzelwachstum ist heftig und füllt den Kübel oft schon in einer Saison aus. Dann wickeln sich die Ausläufer am Kübelrand entlang und es muss dringend umgetopft und geteilt werden.

Tipp: Je schneller die Wurzeln den Topf ausfüllen, desto intensiver muss die Pflege sein: mehr Bewässerung, häufigeres Düngen, genaue Beobachtung. Wer also über keinen "grünen Daumen" verfügt und Bambus-Pflege nicht als Hobby betreiben will, sollte lieber zu den pflegeleichteren und durchaus vielgestaltigen Fargesia-Sorten greifen!

Bambus als Sichtschutz auf Balkon und Terrasse

Der Vorteil des Bambus als Sichtschutzpflanze ist - neben ästhetischen Aspekten - sein schneller Wuchs:

  • Fargesia-Arten wachsen pro Tag 2,5 bis 3,5 Zentimeter in die Höhe,
  • Phyllostachys-Arten sogar 15 bis 25 cm pro Tag.

Diese Werte sind Durchschnittswerte aus Deutschland, wobei regionale Unterschiede deutlich ins Gewicht fallen: z.B, wächst Bambus in Baden-Württemberg doppelt so schnell wie in Norddeutschland. Im Pflanzkübel kommt es auf die Standortbedingungen und die gute Pflege an, wie schnell der Zuwachs von statten geht.

Wählt man Bambus im Kübel als Sichtschutz, hat man in jedem Fall zügiger eine blickdichte grüne Wand als mit klassischen Heckenpflanzen. Zudem ist Bambus immergrün, er wirft also sein Blattwerk im Winter nicht ab, wenn es auch nicht immer gleichmäßig gut aussieht.

Außer auf privaten Balkonen und Terrassen werden Bambuspflanzen auch gerne als Sichtschutz in Straßencafés und Restaurants genutzt, um den Gastronomie-Bereich vom öffentlichen Straßenland abzutrennen.

Empfehlenswert für eine "grüne Wand" aus einem oder mehreren Pflanzkübeln

  • Fargesia jiuzaighou (Jade-Bambus) - unempfindliche, wüchsige und winterharte Sorte mit rot ausfärbenden Stengeln.
  • Fargesia murielae 'Freds Mini' - mit max. 2 m Höhe ein kleinerer, robuster Gartenbambus,
  • Fargesia murielae 'Bimbo' Original - der kleinste Gartenbambus (ca. 1,50m), kompakt und buschig wachsend.

Unter Vorbehalt nennen wir auch eine ausläuferbildende Sorte:

  • Phyllostachys humilis (Bronze-Bambus) - mit 3 - 5 Meter (im Kübel weniger) vergleichsweise "kleine" Phyllostachys-Sorte, sehr gut winterhart.

Der Handel bietet die Bambuspflanzen in verschiedenen Größen an, was den Vorteil hat, dass man beim Kauf bereits höherer Exemplare sehr schnell einen Sichtschutz gestalten kann.

Welche Pflanzkübel für Bambus?

Bambus wird zwar oft als junge, also noch relativ kleine Pflanze gekauft, doch wächst der Bambus - je nach Sorte - recht zügig in die Höhe und Breite. Zum Glück für alle, die Bambus im Kübel kultivieren, passt sich Bambus den Verhältnissen im Kübel an. Er wird also keinesfalls so groß wie im Gartenbeet bzw. im Freiland, aber doch groß genug (je nach Sorte 1,50 bis 5 Meter), dass gewöhnliche Blumentöpfe, gar Balkonkästen nicht in Frage kommen.

Die passende Kübelgröße und Form für Bambus

  • Als Daumenregel gilt: der Kübeldurchmesser sollte mindestens zweimal, besser dreimal so groß sein wie der Wurzelballen des einzupflanzenden Bambus. Dann hat die Pflanze genügend Raum für die Wurzelentwicklung und kann auch überirdisch ihr Blattwerk voll entfalten.
     
  • Die Höhe: Der Pflanzkübel sollte mindestens 40 cm hoch sein, gerne mehr. 
     
  • Die Form: Der Kübel kann rund oder eckig, würfelförmig oder rechteckig (quaderförmig) sein - letzteres ist für Bambus als Sichtschutz optimal. Auf keinen Fall sollte Bambus in einen Kübel gepflanzt werden, dessen Form sich nach oben verengt, denn dann ist das Umtopfen ohne Zerstörung des Kübels nicht mehr möglich.
     
  • Kübelgröße in Liter: Verschiedene Bambussorten benötigen jeweils ein Mindestvolumen an Erde. Um zu berechnen, ob der Kübel Ihrer Wahl genügend Volumen bereit stellt, können Sie Rechner im Internet nutzen, z.B. Kirschke, oder Gartengnom. Ziehen Sie bei der Eingabe der Kübelmaße ein bis zwei Zentimeter für die Wandstärke des Topfes ab, sowie in der Höhe ca. 5 bis 8 cm für die Drainage und den Gießrand! Da sich für Bambus auch eine Dämmung der Kübelwände gegen Frost und Hitze empfiehlt, ziehen Sie auch noch die Dicke des Dämmmaterials vom Durchmesser bzw. von Länge und Breite ab.

Aus dem VIVANNO-Sortiment eignen sich zum Beispiel folgende Pflanzgefäße gut

  • der würfelförmige Pflanzkübel BLOCK, wahlweise mit einer Kantenlänge von 30, 40, 50 oder 60 cm.
     
  • Auch im säulenförmigen BLOCK kommt noch nicht allzu hoch gewachsener Bambus schön zur Geltung.
     
  • Wenn es um Sichtschutz geht, ist der Pflanztrog MAXI optimal, wahlweise 60, 80 oder 100 cm lang, sowie 30, 40 oder 45 cm tief und breit. Die größeren Versionen nehmen gleich zwei Bambuspflanzen nebeneinander auf.
     
  • Als runde Kübel kommt z.B. der Pflanzkübel NEW RONDO aus Edelstahl in Betracht - wahlweise mit 40, 50 oder 60 cm im Durchmesser. In der Variante aus Cortenstahl harmoniert er farblich besonders schön mit dem Blattgrün des Bambus.

Besonders große Kübel für Bambus

Da Bambus ständig größer wird, muss er reduziert, geteilt oder irgendwann in noch größere Container gesetzt werden. Kontakten Sie uns für eine Sonderanfertigung nach Ihren Wunschmaßen - wahlweise aus pulverbeschichtetem Stahlblech, Edelstahl oder Cortenstahl.

Bambus-Pflege: eintopfen, umtopfen, gießen und düngen

Im Kübel brauchen alle Pflanzen mehr Pflege, da sie sich nicht aus der Umgebung selbst versorgen können. Schon beim Start, also dem Eintopfen in den eigenen Pflanzkübel, lassen sich die Weichen für gutes Gedeihen stellen.

Das Eintopfen der Bambuspflanze:

  • Isolierung: Bambus sollte gegen Hitze und Kälte rund um den Wurzelballen geschützt werden, indem der Kübel an allen Seiten mit 2 cm dicken Styrodurplatten (bei runden Kübeln mit Bauschaum) ausgekleidet wird.
     
  • Wasserabzug: Vergessen Sie nicht, Löcher in den Boden des Pflanzkübels zu bohren, falls noch nicht vorhanden. Bei Phyllostachs-Bambus dürfen sie nicht größer als 5 mm sein (mehrere Löcher bohren!), da sonst die Rhizome heraus wachsen könnten.
     
  • Drainage: eine ca. 10 bis 15 cm hohe Schicht aus Seramis, Blähton oder Splitt/Kies ergibt eine gute Drainage. Staunässe muss unbedingt vermieden werden! Legen Sie ein Gartenvlies auf die Drainage, damit sich die Wurzeln nicht mit dem Drainagematerial vermengen.
     
  • Erde für Bambus: als Substrat eignet sich spezielle Bambuserde, die exakt auf die Bedürfnisse des Bambus abgestimmt ist. Alternativ können Sie eine Mischung aus Lehm, Sand, Pinienrinde (Körnung 7 bis 15 Millimeter) und Tongranulat selber herstellen. Auch Einheitserde, angereichert mit Seramis und ein wenig Gesteinsmehl ist eine weitere Möglichkeit. Die Erde darf nicht verdichten / verschlämmen, das verträgt der Bambus nicht, ein "strukturstabiles" Substrat ist daher zwingend nötig.
     
  • Wässern: Vor dem Eintopfen sollte der Wurzelballen in einem großen Eimer gewässert werden bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach dem Einpflanzen (Gießrand nicht vergessen!) durchdringend angießen.

Umtopfen:

  • Sobald der Bambus den ganzen Kübel durchwurzelt hat, sollten Sie den Bambus in einen größeren Topf pflanzen oder einen Teil der Wurzeln entfernen. Teilen Sie mit einem Spaten ein Stück vom Wurzelballen ab. Je nach Bambussorte sollte dies alle 2-3 Jahre geschehen.

Gießen und Düngen:

  • Wasserbedarf: Wegen des umfangreichen Blattwerks verdunstet der Bambus viel Wasser und benötigt entsprechend Nachschub. Gießen Sie den Bambus morgens durchdringend, an heißen Tagen kann auch zweimaliges Gießen nötig werden. Viele Bambussorten zeigen durch eingerollte Blätter an, dass sie dringend gegossen werden müssen.
     
  • Düngen: Bambus benötigt ausreichend Kalium und Stickstoff, um zu gedeihen und sein grünes Blattwerk frisch und gesund zu halten. Der Nährstoffbedarf ist eher hoch (Starkzehrer). Zwischen Ende März und Mitte April geben Sie einen langsam wirkenden Volldünger mit hohem Stickstoffanteil. Wer beim Einpflanzen spezielle Bambuserde verwendet hat, muss nicht gleich nochmal düngen, da diese Erde bereits vorgedüngt ist. Danach in mehrwöchigen Abständen Flüssigdünger während des Frühjahrs und Sommers. Spätestens ab August soll nicht mehr gedüngt werden, das erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanze im Winter.

Bambus beschneiden:

  • Auslichten: Schneiden Sie alle kranken, zu hohen, zu dünnen, zu alten und vertrockneten Halme bodennah ab. Das schafft Platz für Jungtriebe, der Bambus wächst schnell wieder nach und wird durch das Auslichten sogar dichter.
     
  • Kürzen: nicht zwingend nötig, aber aus Gründen der Ästhetik gelegentlich gewünscht. Kürzen Sie die zu hohen Halme einzeln mit einer scharfen Gartenschere auf die gewünschte Länge. Schneiden Sie den Halm oberhalb eines Halmsegments ab, das verhindert die Austrocknung. Ein solcher Rückschnitt sollte erst nach dem Entfalten der Seitenäste durchgeführt werden.

Ist Bambus winterhart? Bambus überwintern mit Winterschutz

Bambus ist nicht generell winterhart, denn es gibt viele tropische Arten und Sorten, die in unseren Breiten nur mit einem entsprechend frostfreien Winterquartier oder im beheizten Gewächshaus kultiviert werden können. Die hier und anderswo für die Kübelhaltung empfohlenen Fargesia-Sorten gelten jedoch als gut winterhart, ebenso wie einige Sorten der Phylostacchus-Gruppe.

Bei der Recherche bzw. vor dem Kauf ist die Angabe zur jeweiligen Winterhärte also ein wichtiges Kriterium der Wahl. Aber was bedeutet "winterhart" im Detail? Dazu zitieren wir aus dem Gartenjournal:

  • Nicht winterhart: Temperaturen um dem Gefrierpunkt werden nur kurz oder gar nicht vertragen.
  • Mäßig winterhart: Temperaturen von -8° C bis -15° C werden am geschützten Standort wenige Tage vertragen.
  • Gut winterhart: Temperaturen von -15° C bis -20° C werden Standort abhängig einige Tage vertragen.
  • Sehr winterhart: Temperaturen von -20° C bis -25° C werden von der Pflanze einige Tage vertragen. Von den Blätter nicht! Es kann zu Blattschäden kommen. Im Frühjahr fallen diese Blätter ab und neue bilden sich wieder aus.

Bei diesen Angaben ist jedoch zu beachten, dass sie sich üblicherweise auf ausgepflanzte, gut angewachsene Bambuspflanzen beziehen, nicht auf Jungpflanzen und auch nicht auf Kübelpflanzen, die grundsätzlich empfindlicher sind als solche im Beet.

Auch wenn Sie "gut winterharte" und "sehr winterharte" Sorten wählen, braucht der Bambus in kalten Regionen einen Winterschutz:

  • Ein windgeschützter Standort an einer Mauer, am besten absonnig (=hell, aber nicht direkt besonnt) ist ideal.
  • Ummanteln Sie den Kübel mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie (Noppenfolie), Isoliermatte aus Kokos o.ä.
  • Gelegentlich wird auch empfohlen, die Kübelplanzen mit Styrodurplatten gegen Kälte zu schützen.
  • Der oberirdische Teil kann ebenfalls mit Vlies und Schattiergewebe oder Noppenfolie umwickelt werden.

Alle Maßnahmen sollen das Durchfrieren der Wurzeln verhindern, das der Bambus evtl. nicht überleben würde. Bedenken Sie jedoch, dass die immergrüne Pflanze auch im Winter gegossen werden muss - also ab und zu (wenn es gerade nicht friert) die Pflanze lüften und gießen!

Zimmerbambus? Ist kein Bambus!

Der "Zimmerbambus" (Pogonatherum paniceum) ist eine kleine, buschig wachsende Zimmerpflanze, die in ihrer Blatt- und Wuchsform dem Bambus ähnelt, aber nur sehr entfernt mit ihm verwandt ist. Man kennt sie auch unter dem Namen Seychellengras, Zwerg-Bambus, Bonsai-Bambus und Bambusgras.

Die Pflanze ist ein hübscher Blickfang, dabei recht pflegeleicht, allerdings als Jungpflanze giftig für Mensch und Tier - also nichts für Haushalte mit Kindern und Haustieren. Anders als der echte Bambus bleibt der Zimmerbambus mit maximal 60 cm Höhe klein und kann in Pflanzschalen und Blumentöpfen gehalten werden.

Im Sommer darf der Zimmerbambus auf Balkon und Terrasse umziehen, doch muss er früh eingewintert werden, denn er benötigt mindestens 16 Grad Wärme, auch im Winter.

Mit seiner niedrigen, aber buschigen Gestalt eignet sich der Zimmerbambus auch gut zur Bepflanzung schmaler Raumteiler vom Typ ELEMENTO. Mit seiner Höhe von bis zu 60 cm bekommt man so sogar einen etwa tresenhohen Sichtschutz, genau richtig, um z.B. eine Sitzgruppe oder einen Arbeitsplatz vom Rest des Raumes abzutrennen.

Fragen und Antworten

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