Ratgeber
Terrasse mit Holzboden

Die Terrasse reinigen und vor Verschmutzung schützen

Hässliche Flecken, Moos, Staub und die Fettspritzer der letzten Grillparty: Jedes Jahr im Frühling fällt so richtig auf, dass das vergangene Jahr seine Spuren auf Holzdielen, Betonsteinen und Natursteinpflaster hinterlassen hat. Wie Sie Ihre Terrasse reinigen und starken Verschmutzungen vorbeugen, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Inhalt:

Terrasse reinigen - ja wie denn nun?

Wer sich über das meist jährlich anliegende Reinigen der Terrasse informieren will, trifft auf vielerlei Ratschläge, die leider allzu oft widersprüchlich ausfallen und mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Mal ist der Hochdruckreiniger das Maß aller Dinge, mal wird vom "Kärchern" abgeraten, weil es angeblich mehr Schaden anrichtet als nutzt. Oder der Einsatz chemischer Mittel wird aus Gründen der Umweltbelastung abgelehnt, um dann "sanfte Hausmittel" zu empfehlen, für die man Handschuhe und Mundschutz tragen soll! Wer blickt da noch durch?

Um Licht ins Dunkel zu bringen, finden Sie im Folgenden zunächst Erläuterungen zu den verschiedenen Reinigungsmethoden und -mitteln mit ihren Vor- und Nachteilen. Im Anschluss daran dann Reinigungstipps zu den diversen Terrassenmaterialien (Stein, Beton, Holz, WPC) und zur Vorbeugung von Verschmutzungen durch Imprägnieren und Ölen.

Die mechanische Methode: Schrubber, Wasser, Fugenkratzer

Einfach, preiswert und umweltfreundlich ist die klassische Terrassenreinigung mit Schrubber, Bürste, Besen und - sollten Fugen vorhanden sein - mit dem Fugenkratzer. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Terrasse vollständig frei räumen, nur so werden die Verschmutzungen richtig sichtbar.
  2. Angewehtes Laub und groben Dreck zusammen kehren und auf dem Kompost entsorgen.
  3. Moos und Unkraut aus den Fugen mit dem Fugenkratzer oder Erdnagel entfernen, zusammen kehren, ebenfalls entsorgen.
  4. Spülmittel oder Schmierseife in heißem Wasser auflösen, das Gemisch auftragen und ca. 20 Minuten einwirken lassen.
  5. Boden mit Schrubber oder Bürste abbürsten bis alle Beläge und Flecken entfernt sind.
  6. Mit klarem Wasser nachspülen - fertig!

Den Vorteilen der Einfachheit und Umweltfreundlichkeit steht als Nachteil entgegen, dass diese Methode richtig Arbeit macht und umso anstrengender ausfällt, je größer die Terrasse ist.

Tipp: Sehen Sie die Arbeit als Kraft-Ausdauer-Übung an, dann wird es mental leichter: Man verschönert ja nicht nur die Terrasse und schont die Umwelt, sondern tut auch etwas für die eigene Gesundheit in Zeiten des Bewegungsmangels!

Mit Hochdruck die Terrasse reinigen: Kärchern oder nicht?

Auf den ersten Blick hat das Reinigen der Terrasse mit einem Hochdruckreiniger deutliche Vorteile:

  • Effektiv: Die meisten Verunreinigungen lassen sich mit dem Gerät ganz leicht entfernen.
  • Schnell: Es geht schneller und strengt weniger an als die Reinigung mit dem Schrubber.
  • Sparsam: Der Wasserverbrauch ist sparsamer als ein gleich langes Abspülen mit dem Gartenschlauch.
  • Umweltfreundlich: Wird das Gerät ohne den Zusatz chemischer Reinigungsmittel verwendet, ist der Einsatz umweltfreundlich - mal abgesehen vom Stromverbrauch und den Ressourcen für die Herstellung.
  • Spaß: Weil der Erfolg so schnell sichtbar wird und die Arbeit wenig anstrengt, macht der Einsatz des Hochdruckreinigers Spaß.

Leider ist der Hochdruckreiniger nicht durchweg zu empfehlen, denn es gibt auch gravierende Nachteile:

  • Verschlimmbesserung: Viele Materialien mit porösen Oberflächen (Waschbeton-, Holz- oder Sandsteinböden) können durch die Hochdruckbehandlung beschädigt werden. Sie werden rauer, so dass sie nach der Reinigung mehr und schneller verschmutzen als zuvor. 
  • Vorhandene Versiegelungen, Imprägnierungen und Beschichtungen werden abgetragen und verlieren ihre Funktion.
  • Fugenvertiefung: ein konzentrierter Hochdruckstrahl schwemmt nicht nur Dreck, sondern bröckelndes Fugenmaterial und Erde aus. Das ist nicht Sinn der Sache, denn so siedelt sich neues Moos und Unkraut leichter an als zuvor.
  • Teuer: ein guter Hochdruckreiniger ist nicht billig, auch die Tagesmiete fängt bei mindestens 25 Euro an.

Tipps für den schonenden Einsatz des Hochdruckreinigers:

  • Arbeiten Sie immer in Richtung weg von der Wand, so dass diese nicht durch die Reinigung verschmutzt wird.
  • Reinigen Sie möglichst mit klarem Wasser ohne weitere Zusätze - immerhin wirbt der Marktführer mit dieser schadstofffreien Methode!
  • Wählen Sie eher niederen als zu hohen Druck. Die Gebrauchsanleitungen der Geräte geben Auskunft über die verschiedenen Druckstufen für unterschiedliche Materialien.
  • Nutzen Sie einen Reinigungsaufsatz bzw. Flächenaufsatz mit rotierenden Bürsten und Spritzschutz. Damit vermeiden Sie den konzentrierten Strahl und das vertiefte Ausspülen der Fugen.

Chemische Reinigungsmittel: Außenreiniger, Grünbelagsreiniger etc.

Gegen alles, was sich auf Terrassen so ansammelt, bietet der Handel entsprechende chemische Reiniger an: Gegen Algen, Moos, Flechten, gegen Fugengrün, Flecken und Verschmutzungen verschiedenster Art. Seit allerdings das Umweltbewusstsein allgemein gestiegen ist, werden all diese "chemischen Keulen" mit immer größerer Skepsis betrachtet:

  • Viele Reiniger enthalten umweltbelastende Tenside und Pestizide, die für Pflanzen und Wasserorganismen schädlich sind.
  • Moos- und Grünbelagsentferner sind hoch konzentrierte Desinfektionsmittel und wurden deshalb vom Umweltbundesamt als "umweltgefährlich" eingestuft.
  • Werden diese Reiniger auf der Terrasse verwendet, ist meist nicht zu verhindern, dass das ganze Reinigungswasser in den Beeten, im Rasen und am Ende im Grundwasser landet.

Wie einige Recherchen in Anwenderforen ergeben, trifft das Versprechen der Hersteller, mit ihnen sämtliche Verunreinigungen und Beläge quasi "über Nacht" restlos verschwinden zu lassen, nicht einmal zu. Bei mittelschwerem Befall und hartnäckigen Flecken muss oft dennoch zur Bürste gegriffen werden, wie nicht nur Anwender, sondern auch andere Ratgeber anmerken.

Sollte sich die Anwendung chemischer Reiniger im Einzelfall nicht vermeiden lassen, beachten Sie die wichtigsten Schutzmaßnahmen:

  • Nur Reiniger verwenden, die ausdrücklich für den Bodenbelag auf Ihrer Terrasse zugelassen sind. (Es gibt Produkte mit Ökosiegel, doch sind auch sie nicht wirklich umweltfreundlich).
  • Beachten Sie die Anleitung und die Sicherheitshinweise auf dem Produkt und tragen Sie das Mittel wie vorgeschrieben auf. Beachten Sie die Einwirkzeit, manchmal sind das bis zu 24 Stunden.
  • Tragen Sie Schutzhandschuhe bei der Arbeit!
  • Wischen Sie mit klarem Wasser nach und sammeln Sie das Schmutzwasser mit einem Wischmob wieder in Eimern, die über die Kanalisation entsorgt werden. Lassen Sie die Flüssigkeit nicht in die Beete laufen!

Fazit: Wir behandeln dieses Kapitel der Vollständigkeit halber. Ökologisch sinnvoller sind die mechanischen Methoden allemal!

Mit Hausmitteln die Terrasse reinigen?

Beim Thema Hausmittel scheinen viele Autoren der Meinung zu sein, diese seien immer "sanft", jedenfalls "natürlich" und somit das umweltfreundliche Gegenteil der vielen chemischen Reinigungsmittel, die der Handel anbietet. Doch das ist nicht der Fall, denn auch vieles, was unsere Vorfahren im Kampf gegen Schmutz und unerwünschten Bewuchs ins Feld führten, waren und sind chemisch hochwirksame Hämmer, die der Umwelt nicht immer gut tun.

Hier einige Beispiele, die sich als Tipp zur Terrassenreinigung mit Hausmitteln finden:

  • Essig und Essigessenz bekämpfen Fugengrün und Unkraut, indem die enthaltene Säure die Gewächse vertrocknen lässt.
  • Cola gilt als giftfreies Mittel gegen Moos, denn die enthaltene Phosphorsäure greift das Moos ebenfalls an.
  • Soda / Waschsoda ist eine Bezeichnung für Natriumkarbonat, ein Salz der Kohlensäure, das zum gleichen Zwecke eingesetzt wird.
  • Salzlösung und Sonne wirkt wie Essig, entzieht die Feuchtigkeit, das Moos vertrocknet.
  • Mischungen aus Soda, Speisestärke und Kaliumpermanganat (in höheren Dosierungen richtig giftig!) sollen Steinterrassen säubern.
  • Backpulver, Corega-Tabs und Wasserstoffperoxid werden für die Reinigung von vielerlei Untergründen empfohlen.

Diese Liste ließe sich sicher fortsetzen, worauf wir jedoch aus folgenden Gründen verzichten:

Verbote: Durch §12 Pflanzenschutzgesetz macht der Gesetzgeber die klare Ansage, dass Unkrautvernichtungsmittel auf "befestigten Freiflächen", die nicht landwirtschaftlich genutzt werden, verboten sind. Inwiefern das auch für die genannten Hausmittel gilt, kann man bei der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft hochoffiziell nachlesen:

"Gelegentlich wird auch der Einsatz diverser „Mittel für den Hausgebrauch“ zur Unkrautentfernung auf den genannten Flächen erwogen. Streu- und Kochsalz, Essig, Steinreiniger, Haushaltsreiniger und andere Substanzen, die Unkraut abtöten können, sind nicht geprüfte chemische Substanzen, die teilweise sogar Schäden an den Pflastermaterialien und auch im Naturhaushalt verursachen können. Ihr Einsatz zur Unkrautbekämpfung auf Nichtkulturland ist verboten."

Verstöße gegen die Vorschrift können sogar richtig teuer werden, es sind theoretisch Bußgelder bis 50,000 Euro möglich. Wer da einen missgünstigen Nachbarn hat....

Mögliche Schäden: Beläge aus Naturstein und Steinzeug sind säureempfindlich und reagieren auf die verschiedenen säurehaltigen Hausmittel mit Verfärbungen und Materialverschlechterungen, da die Säure den Kalk aus den Böden löst.

Betonsteine, Naturstein, Fliesen und Pflaster

Die verschiedenen Beläge, Fliesen und Pflasterungen sind heute in so großer Vielfalt erhältlich, dass sich nur wenige, für alle Materialien gleichermaßen gültige Empfehlungen finden. Verschiedenartiger Naturstein, Betonsteine, Zement, Feinsteinzeug, Klinker, Terrakotta glasiert und unglasiert - noch nie war die Auswahl so riesig, die sich zur Gestaltung unserer Terrassen anbietet.

Zur Reinigung dieser Materialien lässt sich sagen:

  • Die mechanische Reinigung mit Schrubber, heißem Wasser und Seife (insbesondere "Grüne Seife / Schmierseife") ist durchweg empfehlenswert, wird gut vertragen und schadet den Belägen nicht.
  • Fugengrün und Moos sollten ebenfalls mechanisch entfernt werden (Fugenkratzer, Erdnagel). 
  • Das Abflämmen der Fugen mit einem Gasbrenner wird von robustem Natursteinpflaster in der Regel vertragen. Der Umgang mit einem solchen Gerät ist jedoch nicht ganz einfach, es muss sehr sorgfältig gehandhabt werden. Erkunden (oder testen) Sie sicherheitshalber, ob sich der Stein auf Ihrer Terrasse nicht etwa durch das Abflämmen unschön verändert.
  • Chemische Reiniger und unkontrollierte Hausmittel sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden. Im Fall des Falles wählen Sie ausschließlich zugelassene Mittel, die für Ihren konkreten Terrassenbelag laut Herstellerangabe geeignet ist.
  • Mit dem Hochdruckreiniger können Sie Natursteinfliesen und viele andere Stein-artige Beläge grundsätzlich umweltfreundlich reinigen. Achten Sie dabei auf den zum Material passenden Druck und nutzen Sie einen Reinigungsaufsatz mit rotierenden Bürsten, um die Fugen nicht zu tief auszuschwämmen.
  • Mit Quarzsand erzielen Sie einen zusätzlichen Reinigungseffekt und füllen versehentlich zu sehr entleerte Fugen wieder auf!

Terrassenholz und WPC reinigen

Echte Holzterrassen sind wunderschön und zum Glück auch ziemlich pflegeleicht. Ihre Reinigung ist kein Hexenwerk, wie folgende Tipps deutlich machen:

  • Erste Wahl ist die einfache Reinigung mit warmem Wasser und einem umweltfreundlichen Spülmittel, die in den meisten Fällen schon ausreicht.
     
  • Hartnäckiger Dreck verschwindet mit dem Einsatz von Schrubber, Bürste und Schmierseife. Es gibt auch elektrische Schrubber, die weit sanfter zu Gange sind als ein Hochdruckreiniger, aber weit weniger anstrengend sind als der rein mechanische Schrubber.
     
  • Vor chemischen Reinigern wird gewarnt, hier sind sich die meisten Autoren einig - und nicht mal vordringlich aus Umweltgründen, sondern wegen hässlicher Verfärbungen, die die Mittel auf Holz immer mal wieder anrichten.
     
  • Hochdruckreiniger werden nur bedingt empfohlen, nämlich mit einem relativ niedrigen Druck von maximal 70 Bar. Zu hoher Druck kann die Oberflächen aufrauen, was die Lebensdauer der Terrassenhölzer verkürzt. Eventuell werden Holzklebestoffe ausgewaschen, die Struktur des Holzes wird zu sehr angegriffen, so dass das Holz rissig wird.
     
  • Beschichtetes Holz darf gar nicht gekärchert werden, da die Beschichtung dadurch abgetragen und zerstört wird.
     
  • Pflegendes Öl kann nach der Reinigung aufgetragen werden - siehe dazu die Tipps im nächsten Kapitel.
     
  • WPC ist ein Gemisch aus Holz und Kunststoff, aus dem besonders leichte und beispiellos pflegeleichte Holzplanken für die Terrasse gefertigt werden. Sie nehmen wegen des hohen Kunststoffanteils kaum Schmutz an und können auf einfache Art mit Wasser und Spülmittel gereinigt werden.

Verschmutzungen vorbeugen: Imprägnieren, versiegeln, ölen

Um den Reinigungsaufwand zu minimieren, gibt es Möglichkeiten, die Terrasse vor tief eindringenden Verschmutzungen zu schützen. Je nach Bodenbelag geschieht, kommen dabei unterschiedliche Methoden zum Einsatz.

1. Naturstein, Steinzeug, Beton und Zementfliesen

Diese Terrassenbeläge werden nach einer Grundreinigung imprägniert, nicht versiegelt! Versiegelung wird vor allem im Innenbereich angewendet, wogegen die für erhöhte Rutschfestigkeit absichtlich raueren bzw. offenporigen Terrassenmaterialien sinnvollerweise imprägniert werden.

Der Unterschied der beiden Verfahren:

  • Versiegelungen werden auf die Fliesenoberfläche aufgetragen und bilden eine geschlossene Schutzschicht.
  • Imprägnierungen hingegen ziehen in die Fliese oder Platte ein und wirken innerhalb des porösen Kapillarsystems.

Wenn Sie Ihre Terrassenfliesen imprägnieren wollen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Bevor imprägniert werden kann, muss die Terrasse grundgereinigt werden. Sie soll sauber und trocken sein, also nach der Reinigung ausreichend Zeit zum Durchtrocknen lassen!
  2. Füllen Sie die Imprägnierung in einen geeigneten Behälter, legen Sie Pinsel und nicht färbende Tücher bereit.
  3. Testen Sie die Imprägnierung zuerst auf einer kleinen Fläche, um zu sehen, ob das Ergebnis optisch zufriedenstellend ist und sich keine unschönen Verfärbungen entwickeln.
  4. Studieren Sie die produktspezifischen Informationen auf der Imprägnierung und gehen Sie entsprechend vor. Tragen Sie die Imprägnierung mit einem Pinsel auf, für große Flächen wird ein Versiegelungsschieber empfohlen.
  5. Jeglicher Überschuss muss in nassem Zustand wieder entfernt werden, sonst bilden sich unschöne Flecken und Schlieren. Wenn bereits zuviel Imprägnierung angetrocknet ist, löst frische Imprägnierung sie wieder an.
  6. Mit den Tüchern nachreiben. Mindestens 24 Stunden trocknen lassen und die Terrasse in dieser Zeit nicht betreten.

Genauere Angaben  zum Beginn der Schutzwirkung entnehmen Sie den Produktinformationen.

Wie oft muss imprägniert werden? Das kommt auf das verwendete Produkt und die Intensität der Nutzung an. Im Schnitt sollte der Schutz alle drei bis fünf Jahre erneuert werden.

2. Terrassenhölzer, Weich- und Harthölzer

Holz ist ein Naturmaterial, das auf der Terrasse höchsten Beanspruchungen durch Temperaturunterschiede, durch Regen, Schnee, Wind und UV-Strahlen ausgesetzt ist. Eine zusätzliche Schutzbehandlung durch Ölen wird deshalb aus mehreren Gründen empfohlen:

  • Die Lebensdauer der Hölzer soll so verlängert werden. Bei Harthölzern macht das weniger aus als bei Weichhölzern, die stärker von der Schutzbehandlung profitieren.
  • Das tiefe Eindringen von Schmutz wird minimiert.
  • Dem natürlichen Vergrauen des Holzes wird durch Ölen entgegen gewirkt - eine reine Frage der Ästhetik.

Zum Einsatz kommt ein Holzschutzöl für Terrassen, das der Handel in vielen Varianten anbietet. Lasuren sind nicht empfehlenswert, da sie für die Begehung nicht hart genug sind. Zudem sind Öle "diffussionsoffen", das Holz kann also weiter atmen. Verwenden Sie ein hochwertiges Öl, das zum vorhandenen Terrassenholz passt! Pigmentiertes Holzöl lässt den Holzton besser zur Geltung kommen und schützt auch vor den schädigenden Wirkungen der UV-Strahlen.

Und so einfach ist das Ölen:

  1. Vor dem Ölen muss die Terrasse grundgereinigt und durchgetrocknet sein.
  2. Achten Sie auf den Wetterbericht: die nächsten 24 bis 48 Stunden sollte es nicht regnen. Bei ca. 20 Grad Celsius streicht es sich am besten.
  3. Füllen Sie das Öl in eine Farbwanne und tragen Sie es mit einem Flächenstreicher / einer Fußbodenstreichbürste auf. Sieht aus wie ein sehr breiter Pinsel und wird an einen Besenstil gesteckt. So müssen Sie sich nicht einmal bücken!
  4. Die Trocknungszeit beträgt mindestens 24 Stunden, Genaueres entnehmen Sie den Produktinfos zum jeweiligen Öl.

Wie häufig muss ich meine Terrasse ölen? fragen Sie sich vermutlich. Empfohlen wird mindestens einmal pro Jahr. Wer allerdings das natürliche Vergrauen dauerhaft verhindern will, sollte den Vorgang bis zu dreimal jährlich wiederholen.

3. Terrassendielen aus WPC (Wood Plastic Composite) ölen?

Da WPC aus einem Holz-Kunststoff-Gemisch besteht, sind Terrassendielen aus diesem Material maximal pflegeleicht. Zwar reagiert auch WPC geringfügig auf UV-Licht, doch verlieren sie höchstens 15% an Farbintensität. dann verändert sich nichts mehr. Lasieren oder regelmäßiges Ölen ist daher überflüssig, denn der hohe Kunststoffanteil im WPC stellt bereits selbst einen Schutz dar. Das Magazin SELBST warnt sogar vor dem Ölen, da Holzöle den Werkstoff sogar schädigen können (siehe "Pflege von WPC-Dielen"). Dass der Handel dennoch spezielle WPC-Öle und Imprägnierungen anbietet, wundert nicht, veranlasst uns aber auch nicht, Überflüssiges zu empfehlen.

Fragen und Antworten

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