Ratgeber
Blumenbeet im Sommer

Ein Blumenbeet im Frühling für den Sommer anlegen

Auch im späten Frühling lässt sich der Wunsch nach einem üppig blühenden Blumenbeet noch erfolgreich umsetzen, Sommerblumen machen es möglich! Dieser Ratgeber gibt Tipps zur Gestaltung, zur Bodenvorbereitung, zur Wahl passender Pflanzen und zur Pflege des blühenden Schmuckstücks bis zum Ende der Saison.

Zierbeete mit blühenden Pflanzen gibt es in unterschiedlichen Varianten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

  • ein Staudenbeet besteht überwiegend aus mehrjährigen Pracht- und Bodendeckerstauden, das gut geplant sein will, da die Pflanzen für lange Zeit am selben Ort stehen werden. Die beste Zeit, es anzulegen, ist der Herbst, dann haben die Stauden noch Zeit, gut anzuwachsen und Kraft für die nächste Saison zu sammeln. Aus Stauden lassen sich prächtig blühende Beete erschaffen, aber auch pflegeleichte Begrünungen, die kaum Arbeit machen. Stauden gibt es in allen Größen, Formen und Farben für Standorte in Sonne, Halbschatten und Schatten. Umso wichtiger ist es, zu wissen, was man will, damit kein wildes Sammelsurium entsteht.
     
  • im Saisonbeet bzw. Sommerbeet blühen einjährige Sommerblumen, die nur eine Saison lang wachsen und blühen. Auch eigentlich Zweijährige werden mitgenutzt, jedoch wie Einjährige später entsorgt, weil die Überwinterung zu schwierig wäre. In Parks und Gartenschauen folgt ein Sommerblumenbeet oft auf ein Frühblüherbeet aus z.B. Tulpen und Narzissen, die nach den Eisheiligen den Sommerblumen weichen müssen. Dann bietet der Handel ein breites Sortiment in Töpfen an, so dass man aus dem Vollen schöpfen und ein üppig blühendes Beet erschaffen kann. Ergänzt wird das Sommerblumenbeet gerne mit Knollenpflanzen wie z.B. Dahlien, die nach der Saison aus dem Beet genommen und überwintert werden.
  • Das Mischbeet ist das variantenreichste Beet. In ihm wachsen mehrjährige Stauden und Sträucher, ebenso Knollen- und Zwiebelpflanzen, ergänzt durch Bereiche mit Sommerblumen, die jedes Jahr erneuert werden. Ein Mischbeet kann den verbreiteten Wunsch, dass "immer etwas blüht" bei guter Planung erfüllen, doch braucht es viel Wissen, um zum Standort passende Pflanzen zu versammeln: Sie müssen sich gut vertragen, in etwa die gleichen Standortansprüche haben und in ihren Blühzeiten gut ergänzen bzw aufeinander folgen.

In diesem Ratgeber konzentrieren wir uns auf die Erschaffung eines Sommerblumenbeets, denn ab Ende Mai ist die ideale Zeit dafür und die Auswahl geeigneter Pflanzen in den Gärtnereien und Gartencentern am Größten. Zudem locken die vielen Blüten im Sommerbeet Bienen, Hummeln und Falter an, wodurch ein solches Beet auch ökologisch Sinn macht - ein Aspekt, der vielen Gartenfreunden zunehmend wichtig wird.

Die Planung eines Sommerblumenbeets

Obwohl Sommerblumen meist nicht auf der Fensterbank vorgezogen, sondern als fertige Jungpflanzen im Fachhandel gekauft werden, so sollte das Anlegen eines Sommerbeets doch keine ganz spontane Angelegenheit sein. Damit alles wie gewünscht blüht und gedeiht, ist ein wenig Planung unverzichtbar. Dabei spielen folgende Aspekte eine wichtige Rolle, die bedacht sein wollen:

  • Der Standort des Beets: Sommerblumen sind allermeist sonnenhungrige Pflanzen, also sollte das Beet an einem Platz entstehen, der den ganzen Tag über gut besonnt ist. Zwar gibt es auch Einjährige, die an halbschattigen Standorten gedeihen, einige wenige sogar im Schatten. Allerdings können Sie nur an einem sonnigen Standort aus dem Vollen schöpfen und z.B. Farbkonzepte nach Ihrem Geschmack umsetzen. Zu einem halbschattigen oder schattigen Standort passt ein Stauden- oder Mischbeet wesentlich besser.
     
  • Welche Beetform soll es sein? In der Form sind Sie ganz frei, sich nach Ihrem Geschmack und den Gegebenheiten des Grundstücks zu richten. Von der klassischen rechteckigen Blumenrabatte über runde, ovale oder wellenförmig begrenzte Beete: alles ist möglich! Falls Sie eine feste Beeteinfassung wünschen, ist an dieser Stelle zu bedenken, dass nicht alle Materialien für jede Form geeignet sind, doch finden sich auch für rundliche Formen heute vielerlei Möglichkeiten, das Beet ansprechend einzugrenzen.
     
  • Wie groß soll das Sommerblumenbeet werden? Oft wünscht man sich ein möglichst großes Blumenparadies und würde am liebsten den ganzen Garten so gestalten. Das ist allerdings nicht zu empfehlen, denn Sommerbeete sind nicht besonders pflegeleicht! In privaten Gärten beschränken sich Saisonbeete deshalb auf eher kleinere Flächen, auf überschaubare Vorgärten oder Bereiche, die als Sommerbeet "zwischengenutzt" werden, bevor sie ab Herbst als Staudenbeet entwickelt werden.
     
  • Künstliche Bewässerung? Je größer das Beet, desto mehr muss man gießen. Umso sinnvoller ist also die Integration einer künstlichen Bewässerung. Fest eingebaute Sprinkler empfehlen sich allerdings nur, wenn man sicher ist, an diesem Ort immer wieder Sommerblumen anzubauen. Soll das Beet später umgewandelt werden oder ist die Zukunft noch völlig unbeplant, kommt man auch gut mit einem mobilen Gartensprinkler aus.

Soweit das Beet, doch das Wichtigste sind natürlich die Sommerblumen selbst! Da das Angebot riesig ist, würde auch ein Buch nicht ausreichen, um alle zu benennen und zu beschreiben, die für ein Sommerbeet in Betracht kommen. Immerhin gibt es einige Kritierien, die bei der Wahl geeigneter Sorten helfen.

Kriterien der Wahl: Größe, Farbe und Form

Ein Beet voller blühender Sommerblumen sieht wunderschön aus, wenn die Pflanzen in Farbe und Form miteinander harmonieren. Ein wildes Durcheinander ist keine Augenweide, auch wenn sich die einzelnen Blumen gut entwickeln. Planen Sie also den Einkauf Ihrer Sommerblumen gut und machen Sie einen Pflanzplan, in den Sie die gewünschten Pflanzen eintragen. Ein grober Umriss des Beetes lässt sich leicht zeichnen, die einzelnen Pflanzengruppen notieren Sie mittels Kreisen, Ovalen oder Flächen, in die Sie die Namen eintragen. Folgende Kriterien kommen für die Auswahl in Betracht:

1. Die Wuchshöhe der Pflanzen

Meist werden Beetpflanzen nach ihrer Größe gestaffelt angepflanzt, ein einfaches Gestaltungskonzept, das immer gut aussieht.

  • Im Hintergrund stehen besonders hohe Leitpflanzen, die die Blicke auf sich ziehen. Die Funktion einer "Leitpflanze" kann auch eine Kletterpflanze einnehmen, wenn sie auf einer entsprechend hohen Rankhilfe wächst.
  • Vor ihnen stehen mittelhohe Begleitpflanzen, die erstere in Farbe und Blattstruktur ergänzen, dabei auch die eher unattraktiven unteren Bereiche der größeren Blumen verdecken.
  • Flächig verteilt werden Füllpflanzen, also eher niedrige bis etwa kniehohe Sommerblumen, gerne gruppiert zu mehreren der gleichen Art.
  • Im Vordergrund wachsen niedrige Blumen und polsterartige Gewächse, die das Beet begrenzen, auf Wunsch auch ein wenig "in den Weg fließen", was besonders natürlich wirkt.

Im Fall eines runden Beets stehen die Leitpflanzen in der Mitte, nach außen hin werden die Pflanzen entsprechend niedriger. 

Andere Konzepte: Wer viel Platz hat, kann auch andere Formkonzepte umsetzen, etwa eine "wiesenartige" Bepflanzung, bei der verschieden hohe Pflanzen sich auf einer größeren Fläche abwechseln. Auf kleinen Flächen und in schmalen Vorgärten sind nach wie vor auch durchgehend niedrige Bepflanzungen beliebt.

Tipp: Akzente setzen können Sie in einem Sommerblumenbeet auch durch die Integration interessanter Pflanzkübel, z.B. aus Cortenstahl, der besonders schön mit lebendigem Grün und bunten Blüten harmoniert.

2. Die Farben: Harmonie und Kontrast

Ein blühendes Blumenbeet lebt vor allem von den Farben der Blüten. Hier sollte man sich für stimmige Farbklänge und Harmonien entscheiden, damit das Beet keinen "viel zu bunten" Eindruck macht. Verschiedene Farbkonzepte sind möglich, zum Beispiel die folgenden:

  • Kontrastfarben: Beete mit zwei kontrastierenden Farben, die in verschiedenen Farbtönen von Hell bis Dunkel und Blass bis Kräftig vorhanden sind, wirken sehr elegant. Liegen die Farben im Farbkreis gegenüber (gelb/violett oder blau/orange) handelt es sich um Komplementärfarben, die besonders starke Kontraste ergeben.
     
  • Farbtemperatur: Pflanzt man ausschließlich warme oder kalte Farben, wirkt das Ergebnis immer harmonisch. Zu den kalten Farben gehören blau, violett und rosa, zu den warmen rot, orange und gelb. Weiß und Grün wirken neutral und begleiten beide Farbfamilien gut.
     
  • Eine Farbe in vielen Varianten: einfarbig ist nicht zwingend langweilig. Wenn Pflanzen z.B. unterschiedlich intensiv gelb bzw. gelborange blühen, dabei aber sehr unterschiedliche Blüten-, Blatt- und Wuchsformen haben, kann das sehr interessant und harmonisch aussehen!
     
  • Dreiklänge und Farbverläufe: Beliebte Dreiklänge sind z.B. Rot, Gelb und Grün (beigesteuert vom Blattwerk) oder Rosa, Violett und Weiß. Auch ganze Farbverläufe über das eher warme oder kalte Spektrum sehen wunderschön aus, wenn genügend Platz für die einzelnen Pflanzenfarben zur Verfügung steht. Z.B. Arrangements in den Farben Weiß, Gelb, Gelborange, Rot (warm) oder Dunkelblau, Violett, Rosa, Pink, Rot (kalt).

3. Auch die Wuchsform spielt eine Rolle

Neben Größe und Farbe ist auch die Wuchsform der Pflanze ausschlaggebend für den harmonischen Eindruck. Das gilt für die Art der Blüten ebenso wie für Stengel und Blattwerk. Kombinieren Sie verschiedene Arten: zum Beispiel buschig wachsende mit kerzenförmig aufragenden Formen, eher filigrane Gewächse mit Pflanzen von kräftiger Gestalt, grade und aufrecht wachsende Blumen mit solchen, die sich vielfach verzweigen. Nutzen Sie Strukturpflanzen als Blickpunkte in Ihrem Beet!

Tipp: Diese Kriterien sind nur Anregungen, falls Sie noch gar keine Vorstellung von Ihrem Beet haben. Es ist keinesfalls gefordert, sich zu allen hier angeführten Punkten eine Meinung zu bilden oder die Regeln und Traditionen niemals zu durchbrechen. Oft hat man z.B. eine oder mehrere Lieblingsblumen: dann einfach diese als "gesetzt" annehmen, sie im Beetplan platzieren und alles andere um sie herum "passend" wählen!

4. Wieviele Pflanzen pro Quadratmeter?

Eine häufige Frage, die bei jeder Beetplanung auftritt, ist die Frage nach der benötigten Anzahl der jeweiligen Pflanze. Es liegt auf der Hand, dass sie sich nicht allgemein beantworten lässt, denn je nach Wuchsform und Höhe brauchen sie unterschiedlich viel Platz, es können durchaus zwei oder auch zwanzig Pflanzen pro Quadratmeter benötigt werden. Manchmal findet man für Sommerblumen immerhin pauschale Angaben wie etwa "30 bis 50 cm Pflanzabstand", doch erfasst diese Angabe nicht wirklich den Unterschied zwischen Leitpflanzen und Füllpflanzen, sondern gibt nur eine ungefähre Vorstellung.

Es bleibt also nichts übrig, als die Pflanzen, für die man sich entschieden hat, im Einzelnen zu recherchieren. Zum Beipspiel findet eine Suche im Web nach  "Spinnenblume Pflanzabstand" sofort einen Kurzartikel über die hübsche Sommerblume, in dem 40 cm als nötiger Abstand angegeben wird. Steht also Ihre Liste mit den Wunschpflanzen, folgt die Recherche der nötigen Abstände - und so ergibt sich die Anzahl der auf Ihrem Beet benötigten Pflanzen.

Selbstverständlich können Sie sich auch im Fachhandel beraten lassen oder die Planungsarbeit einem Profi überlassen!

Die Sortenwahl: Lassen Sie sich inspirieren!

Ein schönes Sommerblumenbeet anzulegen ist nicht ganz einfach, wie anhand der Kriterien der Wahl deutlich geworden ist. Es spricht nichts dagegen, sich von den Erfahrungen Anderer inspirieren zu lassen und bewährte Beetzusammenstellungen zu kopieren! Gartenschauen, Gartenzeitschriften, Blogs, Bücher und Videos sind Quellen möglicher Vorbilder, aber auch die Beete Ihrer Nachbarn sind einen Blick wert. Sogar einen ganz langen Blick, denn was beim Nachbarn gedeiht, wächst dann natürlich in abgewandelter Kombination - auch auf Ihrem Boden.

  • Schöne Beispiele für die Farbgestaltung einzelner Sommerblumenbeete finde Sie im Magazin "Der kleine Garten". Für jede Farbe und Farbkombination gibt es mindestens einen, oft mehrere weiter führende Artikel, die ein Beet im Detail beschreiben - mit allen Pflanzennamen, zum Nachmachen!
     
  • Pinterest ist eine ergiebige Quelle vielfältiger Ideen und Gestaltungsbeispiele, natürlich auch für Sommerblumenbeete bzw. die saisonale Sommerbepflanzung.
     
  • Auch auf Youtube zeigen Gartenfreunde und Profis ihre Beete und teilen ihr Wissen rund um Sommerblumen.
     
  • Eine Übersicht über 113 einjährige Sommerpflanzen zeigt die Gartendatenbank, jeweils mit Foto, Blühzeit und Wuchshöhe, oft auch mit weiter führenden Artikeln zu den Pflanzen.

Die Vorbereitung: Umgraben, lockern, Boden verbessern

Je nachdem, auf welchem Grund das neue Blumenbeet entstehen soll, fallen die Vorarbeiten mehr oder weniger intensiv aus. Handelt es sich um die Neubepflanzung eines bereits vorhandenen Beets, muss deutlich weniger getan werden als bei der Umgestaltung eines Stück Rasens oder gar der kompletten Neuanlage im Zuge eines Neubaus. Die folgenden Schritt-für-Schritt-Tipps gehen davon aus, dass Mutterboden vorhanden ist und nicht erst eingebracht werden muss.

1. Beetgrenze markieren

Falls ein gänzlich neues Beet entstehen soll, markieren Sie zunächst die gewünschten Umrisse. Blumenbeete können beliebige Formen annehmen, sie werden keineswegs immer rechteckig angelegt, sondern gerne auch in abgerundeten, unregelmäßigen Formen. Stechen Sie mit einem Spaten die Kante ab und bewegen Sie den Spaten etwas hin und her, so dass ein deutlicher Einschnitt sichtbar bleibt. Spatenstich neben Spatenstich markieren Sie so den gesamten Umriss des künftigen Beets. (Ist Ihr Beet so groß, dass sie von den Rändern aus nicht alle Pflanzen werden erreichen können, ist jetzt die Zeit, einen Pflegeweg zu markieren oder zumindest Trittsteine vorzusehen).

2. Beet frei räumen

Falls das Beet im Rasenbereich entsteht, ist jetzt der Rasen mitsamt den Wurzeln Stück für Stück mit dem Spaten abzuheben. Stehen noch Reste früherer Bepflanzungen auf dem Beet, müssen auch diese zusammen mit dem Unkraut weichen. Entfernen Sie auch sämtliche Wurzeln, Äste oder Steine vom künftigen Beetbereich, die sich während der Bearbeitung zeigen. Schnecken müssen ebenfalls weg, aber Regenwürmer dürfen natürlich bleiben!

3. Beet umgraben und lockern

Wurde das Beet kürzlich noch bewirtschaftet, müssen Sie nicht zwingend tief umgraben. Es genügt, den Boden mit Hacke oder Grubber gut aufzulockern und dabei noch alte Wurzelreste zu entfernen. Ist das nicht der Fall, ist umgraben angesagt: bei schweren Lehmböden zwei Spaten tief, bei gemischten und sandigen Böden reicht es, einen Spaten tief umzugraben. Zerkleinern Sie danach die umgedrehten Erdschollen, so dass eine gleichmäßige Schicht relativ feinkrümeliger Erde entsteht.

4. Boden verbessern

Bodenverbesserung gehört zu den niemals ganz endenden Gartenarbeiten. Egal ob Gemüse, Zierpflanzen, Blumen oder Gehölze: die Gewächse entziehen dem Boden Nährstoffe, auch durch Regen werden diese in tiefere Schichten ausgewaschen. Auch die Bodenstruktur ist immer wieder verbesserungsbedürftig, denn der Humusanteil zersetzt sich und muss ergänzt werden. Vor der Bepflanzung empfehlen sich zur Bodenverbesserungen folgende Maßnahmen:

  • Aufwertung humusarmer Sandböden: Reifer Kompost ist optimal, egal ob aus dem eigenen Garten oder gekauft. Für eine Bepflanzung mit Sommerblumen empfehlen Experten 2 bis 3 Liter pro Quadratmeter für die Düngewirkung. Steht kein Kompost zur Verfügung oder soll zusätzlich deutlich mehr Humusanteil aufgebaut werden, kann man auch gute Pflanzerde verwenden. Zuviel des Guten tun (wie bei Kompost) kann man bei Pflanzerde nicht, also können Sie hier richtig klotzen und eine Schicht von mehreren Zentimetern über das ganze Beet ausbringen. Eine Zugabe von Gesteinsmehl ist förderlich, um das Wasser im Boden zu halten. Arbeiten Sie alles gut ein, damit sich die verschiedenen Stoffe gut mit der vorhandenen Erde vermischen.
     
  • Aufwertung schwerer, lehmiger Böden: Kompost und Pflanzerde sind auch hier die Mittel der Wahl, doch zusätzlich sollten Sie eine Schicht (scharfen) Sand einarbeiten. Der verbessert den Wasserhaushalt, indem er undurchlässige Tonschichten lockert. Staunässe im allzu lehmigen Boden wird so vermieden.
     
  • Oberfläche prüfen: Nach der Aufwertung sollte der Boden eine feinkrümelige Struktur aufweisen und möglichst eben sein, so dass das künftige Gießwasser nicht einseitig abfließt. Gestalterisch unnötige Hügel und Gräben können Sie jetzt noch ausgleichen, indem Sie die Erde mit dem Rechen noch passend verschieben.

Profis raten, dem Boden eine Woche Zeit zu geben, um sich zu "setzen". In dieser Zeit keimen auch die ortstypischen Unkräuter, so dass man diese mit der Hacke noch vor dem Bepflanzen entfernen kann. Wer Container- und Topfpflanzen setzt, die ihren Ballen noch mitbringen, kann die Pflanzen auch gleich einsetzen. Gegen unerwünschte Wildkräuter tut es auch eine Schicht Mulch, die gleichzeitig den Boden feucht hält.

Das Sommerblumenbeet bepflanzen und pflegen

Das Beet ist vorbereitet, die einzusetzenden Jungpflanzen stehen bereit. Wie geht es nun weiter?

  • Stellen Sie die Töpfe entsprechend Ihrer Planung im richtigen Abstand auf das Beet. So gewinnen Sie einen ersten Eindruck, ob farblich auch alles stimmt und die richtige Anzahl Pflanzen vorhanden ist bzw. passt.
     
  • Topfen Sie die Pflanzen erst kurz vor dem Einpflanzen aus: zunächst aus dem Topfboden heraus gewachsene Wurzeln vorsichtig entfernen, dann den Topf umdrehen und die Pflanze mitsamt ihrem Wurzelballen heraus gleiten lassen. Jetzt dem Wurzelballen in einem Eimer wässern bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. (Pflanzen ohne griffig-kompaktem Wurzelballen können Sie auch vor der Entnahme mitsamt dem Topf wässern!)
     
  • Mit einer kleinen Schaufel graben Sie nun ein Loch, setzen die Pflanze ein und drücken die Erde um sie herum fest. Sie muss so tief gesetzt werden, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Beetfläche eine Ebene bildet. Der Ballen soll nicht heraus stehen und auch nicht tiefer gesetzt werden.
     
  • Sind alle Pflanzen gesetzt, ist kräftiges Angießen angesagt. Der Boden darf nicht nur oberflächlich nass werden, sondern sollte bis in eine Tiefe von 20 cm richtig durchnässt werden. So schließen sich Hohlräume und die Wurzeln aller Pflanzen kommen mit der umgebenden Erde in Kontakt.

Ihr Beet ist nun fertig, Sie haben es geschafft! Was jetzt noch kommt und immer wieder kehrt, sind die Pflegearbeiten, die auf einem Sommerblumenbeet nicht vernachlässigt werden dürfen, wenn es durchgehend prächtig blühen soll.

Pflegearbeiten im Sommerbeet

  • Regelmäßig gießen: Sonnenhungrige Sommerblumen sind besonders durstig und benötigen mehr Wasser als viele andere Pflanzen. In den ersten Wochen und in Trockenperioden sollte das Beet täglich gegossen werden. Ansonsten reicht evtl. zwei- bis dreimal pro Woche ausgiebiges Gießen, nicht nur oberflächliches Befeuchten. Bewässern Sie frühmorgens oder abends, niemals in der heißen Mittagssonne!
     
  • Düngen: Mit einer guten Beetvorbereitung ist zwar vieles schon getan, doch benötigen Sommerblumen auch während der Blüte regelmäßige Düngung. Da die verschiedenen Pflanzen teils unterschiedliche Ansprüche haben, sollten Sie sicherheitshalber den Bedarf Ihrer Beetpflanzen ermitteln oder sich gleich beim Kauf beraten lassen. Etwas allgemeiner wird empfohlen, Sommerblumen von Juni bis September bei sonnigem Wetter wöchentlich zu düngen, bei Regenwetter jedoch die Dosis zu halbieren. Will man ständiges Düngen vermeiden, sind Düngestäbchen oder -Kegel als Langzeitversorgung bei jeder Pflanze eine Alternative.
     
  • Mulchen: Um den Aufwuchs unerwünschter Unkräuter zu vermeiden und den Boden feucht zu halten, ist eine Mulchschicht rund um die Pflanzen von hohem Wert! Lesen Sie dazu den Artikel im Kleingartenmagazin über die Vorteile und Methoden des Mulchens.
     
  • Stützen: Hohe Sommerblumen (z.B. Sonnenblumen) laufen Gefahr, im Wind umzufallen oder abzuknicken - ein Schaden, der nicht wieder gut zu machen ist! Bringen Sie rechtzeitig Stützen an, z.B. Bambusstäbe, an die die Stengel mit natürlichen Schnüren (Bast, Hanf) locker gebunden werden. Blätter dürfen dabei nicht beschädigt werden. Es empfiehlt sich, die Stäbe schon früh zu stecken, so dass die wachsende Pflanze ihre Stütze alsbald verdeckt.
     
  • Ausputzen: Entfernen Sie abgeblühte Blüten. Das sieht besser aus und regt viele Sommerblumen zum weiter blühen an!

Praxisbeispiel: Zwei Sommerblumenbeete, zwei Farbkonzepte

Der Gartenplaner Dipl.-Ing. Johannes Windt zeigt auf dem eigenen Grundstück die höchst attraktive Bepflanzung und Entwicklung zweier Beete mit einjährigen Sommerblumen über drei Jahreszeiten:

Auch wenn es nur wenigen möglich sein wird, Beete mit über 1000 Pflanzen zu pflegen, so inspiriert dieses lehrreiche Video doch dazu, den Sommerblumen auch auf kleineren Flächen eine Chance zu geben! Vielleicht schon bald in Ihrem Garten?

Fragen und Antworten zum Anlegen eines Sommerbeets?

Sie haben Fragen, die in diesem Ratgeber nicht beantwortet wurden? Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie an. Fragen und Antworten zum Thema, die den Artikel ergänzen, veröffentlichen wir künftig in diesem Bereich.

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