Ratgeber
Gartenarbeit Rasenmäher Frühling

Gartenarbeit im Frühling - Gartenkalender März und April

Die Tage werden wieder länger und die Vögel trällern fröhlich ihre Morgenlieder. Der Frühling steht in den Startlöchern und vielen juckt es bereits in den Fingern, den Garten auf Vordermann zu bringen. Blumen säen, Pflanzen setzen, Rasen aufbereiten, es gibt viel zu tun im privaten Grün. Doch welche Vorgänge sollte man wann am besten vornehmen?

Neben normalen Arbeiten wie Gartenmöbel reinigen und Terrasse säubern ist insbesondere auf die Blumenwelt ein großes Augenmerk zu legen. Viele Tipps und Tricks erhalten Sie in diesem Ratgeber für die Gartenmonate März und April. Die Grenzen für die anfallenden Arbeiten in den beiden Monaten sind nicht immer klar festzusetzen, denn es muss auch das Wetter berücksichtigt werden. Zudem können einige Aufgaben sowohl im März als auch im April erledigt werden.

Gartenmonat März

Gartenmonat April

zum Gartenkalender März / April (Infografik)

Gartenmonat März 

Im März ist es dann so weit, es kann so richtig mit der Gartenarbeit begonnen werden. Viele Aufgaben stehen an, die sich bezahlt machen. Aussäen, den Boden im Garten verbessern oder Gartenmöbel reinigen. Oft sind es Kleinigkeiten, die Ihren Garten im März zur Wohlfühloase werden lassen.

Nutzgarten im März - Gemüse | Kräuter | Erdbeeren | Stachelbeeren | Obst

Ziergarten im März - Stauden | Rosen | Bambus | Clematis | Schneeglöckchen | Hornveilchen | Ranulken | Zwiebelblumen | Pflanzkübelpflanzen

Bäume und Sträucher im März - Hortensien | Heide | Lavendel | Kirschlorbeer | Buchsbäume | Obstbäume

Allgemein anfallende Gartenarbeiten im März - Rasenpflege | Gartenteich | Gartenmöbel + Terrasse | Schnecken bekämpfen

Nutzgarten

Anzucht Gemüse KräuterGemüse aussäen: Damit Sie sich den Wunsch von einem eigenen Nutzgarten erfüllen bzw. auf eine erfolgreiche Ernte hoffen können, müssen Sie erst einmal den Grundstein legen, nämlich die Anzucht von kleinen Gemüse- und Kräuterpflänzchen. Im März ist der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. In Ihren Räumlichkeiten können Sie nun anfangen, frostempfindliches Gemüse in Töpfen (diese müssen dann aber mit durchsichtiger Folie bedeckt sein) oder Saatkästen auszusäen. Dies ist notwendig, da die Kleinen zum Wachsen eine hohe Feuchtigkeit benötigen. Die Abdeckung fängt die Wasserausdünstungen auf und sorgt für diese. Hierfür sollte Anzuchterde verwendet werden, denn zu Beginn sollen sich die kleinen Setzlinge auf das Wesentliche, das Wachstum konzentrieren und brauchen somit noch keine zusätzlichen Nährstoffe. Nährstoffarme Anzuchterde ist demnach die optimale Wahl. Sie ist frei von Unkrautsamen und Schädlingen. Tomaten, Paprika, Salat (kann in einigen Fällen auch direkt ins Beet gepflanzt werden), Gurken und Auberginen sind beliebte Gemüsesorten für den heimischen Gebrauch, die vorgezogen werden müssen. Um richtig wachsen zu können, benötigt das Saatgut eine hohe Luftfeuchtigkeit zum Keimen, die durch die Folie oder Saatkästen erreicht werden kann. Und selbstverständlich Sonne. Eine Fensterbank ist in jedem Fall der passende Ort zur Aufstellung.

Einige Gewächse dürfen Sie direkt ins Freie pflanzen:

  • Möhren
  • Zwiebeln
  • Rote Rübe
  • Spinat
  • Frühkohl
  • Petersilie
  • Topinambur
  • Dicke Bohne 
  • Rhabarber
  • Spargel
  • Chicorée

Kräuter: Kräuter, die Sie entweder im Innenbereich angezüchtet oder die Sie direkt nach draußen in die Beete pflanzen konnten, können im Nachhinein auch in einem Pflanzgefäß ein ansprechendes Zuhause finden. Es ist sehr beliebt, seine Kräuter in einen Blumenkasten umzutopfen. Auf der Fensterbank platziert erhalten Sie ein nützliches und dekoratives Element in einem. 

Erdbeeren: Möchten Sie im Sommer in Ihren Garten gehen und sich frische, süße Erdbeeren pflücken? Wenn ja, müssen Sie nun das Erdbeerbeet vorbereiten, damit eine Ernte möglich ist. Von dort sind sie noch mit am leckersten, denn Sie wissen ganz genau, woher sie kommen und das sie unbehandelt sind. Schneiden Sie kranke und alte Blätter der Erdbeerpflanze heraus. Stellen Sie diese Arbeit mit an den Anfang Ihrer Gartenarbeit im Frühling, denn Krankheiten wie Grauschimmelfäule sind übertragbar. Keinesfalls dürfen die Blätter einfach abgerissen werden, da die Stauden sonst Schaden nehmen könnten. 
Entfernen Sie das Unkraut zwischen den einzelnen Erdbeerpflanzen. Es ist ratsam, Mulch mit in den Boden einzuarbeiten. Er lockert auf. Zusätzlich sollten Sie Beerendünger anwenden, damit Sie sich über eine reiche Ernte freuen können. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, kann auch ca. 5 Monate alten Rohkompost nehmen. Er fungiert als Dünger und Mulch, sodass nur einmal gestreut werden muss.

Stachelbeeren: Mhhh lecker Stachelbeeren. Damit Sie in den Genuss kommen, verpassen Sie bloß nicht die Pflanzzeit der Stachelbeere und diese ist im März. Achten Sie darauf, dass die Beerenart keinen Standort in der prallen Sonne einnimmt, denn das kommt den fruchtigen Beeren gar nicht zugute. Stachelbeeren sind in Form eines Hochstammes oder Busches erhältlich. Haben Sie bereits eine Stachelbeere im Garten? Umso besser, dann schneiden Sie diese einfach zurück, um das Wachstum zu fördern. Jeweils die Äste aus dem Jahr zuvor tragen die Früchte. Dies ist ein Grund, warum immer wieder neue Triebe aussprießen sollten.

Obstbäume: Empfindliche Obstsorten wie Pfirsich und Aprikose können bereits im März in den Boden gesetzt werden. In den Wintermonaten würden diese erfrieren. Sie lieben es dem zur Folge, wenn der Pflanzungsvorgang im Frühjahr vollzogen wird.

Ziergarten

Der Gartenkalender hat für den Monat März viel Arbeit für den Ziergarten vorgesehen. Aber die Zeit, die hier investiert werden sollte, bringt einen raus in die Natur und direkt rein in den Frühling.

Stauden: Teilen Sie Stauden, die nicht im Frühjahr blühen im März. Erfolgt die Blütephase doch in dieser Zeit, warten Sie diese ab und nehmen Sie erst dann eine Teilung vor. Als grundsätzliche Regel kann festgehalten werden, dass eine Trennung oder ein Rückschnitt immer nach der Blüte durchgeführt werden sollte. Graben Sie die Staude vorsichtig aus. Feine Gewächse können einfach auseinandergezogen werden. Sind sie etwas robuster, nehmen Sie einen Spaten oder Messer zur Hand. Schneiden Sie lange, vertrocknete Wurzelteile und alte Stängel ab. 
Wenn der Boden im März frei von Frost ist, können neue Stauden eingepflanzt und zum Teil ausgesät werden, wie zum Beispiel die Grasnelke (Ameria). Die Erde sollte an den Stellen des gewünschten Pflanzungsortes gelockert und Unkraut entfernt werden. So können die Stauden hervorragend heranwachsen und sich ausbreiten. Um das Wachstum zusätzlich zu verbessern, kann das Staudenbeet nach der Bepflanzung und dem Rückschnitt gedüngt werden. Mineralische Langzeitdünger und Kompost können bedenkenlos verwendet werden.

Rosen in Rosa

Rosen: Eine sehr wichtige Gartenarbeit, die im Frühling ansteht, ist der Schnitt und die Pflege von Rosen. Damit Sie sich im Sommer an den gut duftenden Rosenblüten erfreuen können, vertragen diese im März einen Schnitt. Und zwar einen Kräftigen. Der passende und richtige Zeitpunkt hierfür ist gekommen, wenn die Forsythien blühen. Der Rückschnitt fällt je nach Rosenart unterschiedlich aus. Im Allgemeinen lässt sich zusammenfassen, dass Strauch- und Kletterrosen nur ausgedünnt werden. Unverzweigte und kräftige Triebe werden zudem um ein Drittel gestutzt. Bei Edel-, Hochstamm und Beetrosen wird anders vorgegangen. Diese Rosenarten blühen öfters. Alle Triebe, die krank, vertrocknet oder erfroren sind, entfernen Sie. Alle anderen Triebe auf drei bis fünf Knospen zurückschneiden. Das Düngen nach dem Rückschnitt sollte nicht vergessen werden. Hierfür eignet sich etwas Hornmehl und reifer Kompost. Haben Sie dies nicht zur Hand, dann können Sie auch auf mineralischen oder organischen Langzeitdünger zurückgreifen.
Leider suchen Pilze wie Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost die hübschen Rosen immer wieder heim. Kontrollieren Sie, ob diese Arten von Pilzbefall vorliegen. Wenn ja, schneiden Sie die befallenen Teile der Pflanze direkt heraus.

Bambus: Sind Sie ein Freund des asiatischen Stils in Ihrem Garten und haben sich sogar eine kleine Ecke stilgetreu eingerichtet? Dann darf Bambus nicht fehlen. Bambus wird in Fachgeschäften im Regelfall zum Verkauf in Töpfen angeboten. Sie können im März damit beginnen Bambus einzupflanzen. Passt Ihnen das zeitlich nicht, kann er ohne Weiteres auch in den kommenden Monaten eingesetzt werden. Wenn Sie schon Bambuspflanzen in Ihrem Garten besitzen, dann besteht die Möglichkeit, diesen mit einem scharfen Spaten zu trennen. Der geteilte Ballen kann an einer anderen Stelle einfach eingesetzt werden.

Clematis: Clematis sind großblumige Kletterpflanzen. Anfang März sollten diese spätestens ausgedünnt werden. Sie können die Blütezeit dieser Pflanze durch den Rückschnitt beeinflussen. Ein schwächerer Schnitt führt zur Blüte im Frühsommer. Schneiden Sie die Clematis etwas stärker zurück, wird die Intensität der Zweitblüte im Spätsommer gestärkt.

Clematis Blume in Lila

Schneeglöckchen (Galanthus): Die Frühblüher Schneeglöckchen werden bereits Ende September des Vorjahres gepflanzt. Frost macht ihnen nichts aus. Sie vermehren sich unter optimalen Bedingungen, zum Beispiel in einem lockeren, humusreichen und feuchten Boden, verhältnismäßig schnell. An der Mutterzwiebel bilden sich Brut- und Tochterzwiebeln. Über diese vermehren sich die Schneeglöckchen mit der Zeit und breiten sich aus. Sie können bei der Galanthus ähnlich, wie bei den Stauden vorgehen. Mit einem Spaten können die Zwiebelblumen direkt nach der Blüte geteilt werden, was häufig gegen Ende März der Fall ist. Die Frühblüher können Sie dann ganz nach Belieben in andere Teile des Gartens einpflanzen. Achten Sie darauf, dass sie genau so tief wieder in die Erde gesetzt werden. Ersichtlich wird dies an den unteren hellen Laubpartien. Verzichten Sie auf Dünger, dieser sorgt in diesem Fall für eine geringere Blütenbildung.

Hornveilchen: Hornveilchen sind Halbstauden, die den Stiefmütterchen sehr ähnlich sehen, nur kleiner. Um Ihren Garten in Frühlingsstimmung zu bringen und erste Erfolge Ihrer Gartenarbeit direkt zu genießen, können Sie sich im März mit den kleinen Hornveilchen verwöhnen. Sie eignen sich sehr gut zur Unterpflanzung von höheren Gehölzen, da sie mit einer halbschattigen Lage sehr gut zurechtkommen.

Ranulken: Ranulken verzaubern viele Blumenliebhaber. Ob in der Vase, im Kübel oder im Beet, Ranulken sind echte Lieblinge. Für Hobbygärtner bietet es sich an, die länglichen Knollen der Blume zu pflanzen. Im Vorfeld sollten Sie diese in einem Wasserbad einige Stunden quellen lassen. Im Anschluss daran mit dem "Füßchen", Wurzeln nach unten, 5 cm tief in die Erde einsetzen. Ein Mindestabstand von 10 bis 15 cm muss eingehalten werden, damit sich die Pflänzchen beim Wachstum nicht im Wege stehen.

Zwiebelblumen: Wenn Sie mit der Blüte Ihrer Zwiebelblumen in den letzten Jahren eher unzufrieden waren, hilft es, ihnen Dünger zu geben. Viele Arten wie die typischen und bekannten Frühlingsblumen Tulpen, Hyazinthen und Narzissen benötigen ausreichend Nährstoffe. Ein mineralischer Volldünger deckt den Bedarf. Sobald die ersten grünen Blätter hervortreten, verabreichen Sie den Pflanzen den Dünger.

Pflanzkübelpflanzen: Die Tage werden wieder länger und langsam aber sicher beginnen auch die Kübelpflanzen mit der Bildung von Neuaustrieben. Wenn Sie die Pflanzkübel richtig bepflanzt haben, dann haben Sie im März nicht viel Arbeit. Die neuen Triebe sind im Vergleich zu den anderen Trieben noch weich und lang. Dies hat zur Folge, dass sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge sind. Gehen Sie auf Nummer sicher und schneiden Sie diese nochmals zurück. Dies gilt vor allem für weichlaubige Pflanzen, wie beispielsweise Fuchsien. Ein weiterer schöner Aspekt im März ist, dass viele Kübelpflanzen, die im Innenbereich überwintern mussten, wieder Ihren Eingangs- und Gartenbereich verschönern dürfen. Viele auch noch ohne blühende Blumenpracht.

Bäume und Sträucher

Im März steht bei den Bäumen und Sträuchern ein ordnungsgemäßer Schnitt an. Dies ist wichtig, damit sie wieder neue Triebe bilden. Ein Rückschnitt soll zur Blüten- und Fruchtbildung anregen. Zudem kann es sein, dass einige Äste und Zweige durch Wind und Wetter verletzt worden sind. Damit ein schneller Heilungsprozess eintreten kann, wird ein Baumschnitt vorgenommen. Einige Baumarten sollen in Form bleiben und so wird auch hier zur Hecken- und Baumschere gegriffen. Bitte beachten Sie, dass in einigen Bundesländern in dem Zeitraum vom 1. März bis 30. September ein Verbot für den Heckenschnitt gilt. Dies soll den brütenden Vögeln, die für sie wichtige Ruhe gewährleisten. 

Frostfreie Tage eignen sich bestens dazu, sommer- und herbstblühende Hölzer zurückzuschneiden. Dies fördert das schnelle Austreiben von neuen Trieben und im Sommer werden Sie sich an einer prallen Blütenpracht erfreuen. Die Kronen verdichten sich dadurch wieder. Bedenken Sie, dass größere Eingriffe im März längst abgeschlossen sein müssen. Nehmen Sie deswegen ausschließlich kleinere, stutzende Schnitte vor. Ist ein Ast erfroren, kann dieser jederzeit entfernt werden. Sie erkennen einen solchen Ast, indem Sie etwas von der Rinde abkratzen. Schauen Sie sich den Farbton darunter an. Leuchtet Ihnen Grün entgegen, dann ist es ein gutes Zeichen und er lebt noch. Tritt jedoch die Farbe Gelb oder Braun hervor, sollten Sie den Ast abschneiden.

Pflanzen, die bereits im März geblüht haben, wie zum Beispiel die Forsythie, sollten nach der Blüte gestutzt werden. Es kann nicht pauschal gesagt werden, dass diese Pflanze unbedingt im März zurückgeschnitten werden muss, denn die Blütezeit fällt je nach Witterungsbedingungen zeitlich unterschiedlich aus. Warten Sie, bis die Verwelkung eintritt. Forsythien und Schmetterlingsflieder können durch Steckhölzer vermehrt werden.

Hortensien: Auch für Hortensien kommt jetzt die Zeit, dass Sie zur Schere greifen sollten. Seien Sie hier jedoch vorsichtig und beschneiden Sie diese nur ganz leicht. Ein drastischer Rückschnitt ist hier in keinem Fall nötig.

Heide: Viele Landschaftsliebhaber haben sich in ihrem eigenem Grün einen Heidegarten angelegt. Bis spätestens Anfang März sollten alle Blütentriebe um ca. ein Drittel zurückgeschnitten werden. Es bleibt ein kleiner Stummel, der Ihnen aber keinesfalls Bedenken bereiten sollte, wenn Sie nicht einen zu tiefen Schnitt vorgenommen haben. Die Heide wird im Sommer und Spätsommer wieder wunderschön in lila, rosa und weißen Farben aufblühen. 

Lavendel: Mit dem Lavendel sollten Sie es wie bei der Heide handhaben. Um ein ganzes Drittel können Sie Lavendel kürzen. So können Sie sich im Sommer / Spätsommer an dem betörenden Duft erfreuen.  

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Hier müssen Sie sehr behutsam vorgehen. Wenn Sie die Blüten erhalten wollen, verzichten Sie auf elektrische Heckenscheren. Zweige, die zu lang sind oder die durch den Winter geschädigt wurden, mit einer Schere einkürzen. Es ist zeitaufwendig, jeden betroffenen Zweig und Trieb einzeln herauszuschneiden. Der Vorzug jedoch ist, dass Sie keine Blüte versehentlich abschneiden. Diese Vorgehensweise sollte ebenfalls beim Rhododendron angewendet werden.

Schwarze Kirschlorbeer

Buchsbäume: Buchsbäume zieren viele Gärten. Sie werden oftmals in besondere und auch extravagante Form gebracht. Kleine Kunstwerke können aus den Buchsbäumen entstehen. Aber was ist, wenn die Buchsbäume an der unteren Seite durch zu schattige Stehplätze verkahlen? Ganz einfach! Buddeln Sie sie einfach aus und setzen sie die Bäume etwas tiefer wieder ein. So sind die unschönen Stellen nicht mehr sichtbar und es wird Ihnen nicht einmal übel genommen. Es werden rasch neue Wurzeln gebildet.

Obstbäume: Wer weiterhin eine gute Ernte haben möchte, der sollte nicht vergessen, seine Obstbäume zu beschneiden. Hier gilt es nicht all zu viel zu schneiden, denn dies regt das Triebwachstum an und der Ertragsbeginn verzögert sich. Jedoch ist ein Schnitt wichtig, damit die Bäume austreiben und Früchte tragen können. Schneiden Sie alle kranken und abgestorbenen Triebe heraus. Auch nach innen wachsende Triebe und Konkurrenztriebe sollten entfernt werden. Ein kleiner Tipp: Langtriebe können festgebunden werden, sodass diese eine waagerechte Haltung einnehmen. Dadurch wird das Triebwachstum verringert und die Blütenbildung angeregt. 
Eine kleine Ausnahme gilt es allerdings zu beachten. Süßkirschen- und Pfirsichbäume sollten nicht im März beschnitten werden. Die beiden Gehölze zählen zu den anspruchsvolleren Obstsorten. Die Süßkirsche muss im Sommer zurechtgestutzt werden. Das reguliert das Wachstum und fördert die Fruchtbarkeit. Der Pfirsichbaum blüht ab März. Da er spätfrostgefährdet ist, sollte ein Schnitt erst kurz vor oder direkt nach der Blüte vorgenommen werden.

Verpassen Sie nicht die letzte Frist

Nun ist es kurz vor knapp. Im März ist die letzte Möglichkeit, sommergrüne Sträucher und Bäume umzusetzen. Wenn noch mehr Zeit verstreicht, wächst das Risiko, dass empfindliche Arten nicht mehr richtig anwachsen und das wollen Sie ja nun wirklich nicht. Der Wuzelballen sollte möglichst mit einem großen Erdballen ausgestochen werden. Dementsprechend muss auch das neu gebuddelte Loch groß genug sein. Quetschen Sie nicht. Der Erdballen muss ohne viel Mühe in die ausgehobene Fläche passen, ansonsten werden Wurzeln beschädigt und ein optimaler Start wird den Gehölzen verwehrt. Der ganze Vorgang sollte umgehend und in einem durchgeführt werden.
Damit die Bäume an einer anderen Stelle wachsen können, sollten sie nicht länger als 3 Jahre an dem bisherigen Stellplatz gestanden haben. Bei unempfindlicheren Gewächsen ist eine Standzeit von bis zu 5 Jahren akzeptabel. 

Allgemein anfallende Gartenarbeit

Rasen mähen mit RasenmäherRasenpflege: Ein saftig grüner Rasen, viele träumen davon. Im März kann der erste Schritt in diese Richtung gegangen werden. Am Ende von diesem Monat, wenn der Boden frei von Frost ist, können Sie damit beginnen, herumliegende Äste und Blätter zusammenzuhaken und wegzuräumen. Unter ihnen können sich stark feuchte Stellen angesammelt haben, die erst einmal trocknen sollten. 

In vielen Gärten haben Maulwürfe fleißig Gänge gebuddelt und Hügel entstehen lassen. Treten Sie die Gänge fest und ha ken Sie die Maulwurfshügel zu einer ebenerdigen Fläche auseinander. Rasenkräuter sollten mit einem Unkrautstecher herausgestochen werden. Haben Sie das alles erledigt, können Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Mähen Sie den Rasen flächenmäßig ab.

Als Nächstes, das Moos und Rasenfilz durch Vertikutieren beseitigen. Dadurch wird die Bodenatmung verbessert. Stellen Sie die Höhe korrekt ein. Die Grasnarbe darf von den Messern nur ca. 3 Millimeter eingestochen werden. Um kahle Stellen auszubessern, kann der Rasen in diesem Monat nachgesät werden. Da beim Mähen und Vertikutieren wichtige Nährstoffe für den Rasen verloren gehen und ohnehin die Reserven über den Winter hin aufgebraucht sind, ist es ratsam, den Rasen zu düngen und im Anschluss daran sorgfältig zu bewässern.

Gartenteich: Wer einen Gartenteich besitzt, für den fällt auch hier im März etwas zu tun an. Als Erstes, sollte der Teich entschlemmt werden. Entfernen Sie überflüssigen Schlamm und abgestorbene Pflanzenteile. Einige Pflanzen eventuell auslichtet oder teilen. Die Wasserqualität können Sie mit speziellen Messstreifen kontrollieren. Ein Wert von 6, bei mehreren Messungen über den Tag verteilt, hat zur Folge, dass Sie das Wasser teilweise austauschen müssen. Wenn eine konstante Wassertemperatur von 10 Grad Celsius erreicht ist, können die Fische, die in einem Winterquartier überwintert haben, und Neue in den Teich gesetzt werden.

Gartenmöbel und Terrasse: Damit Sie den Frühling und kommenden Sommer so richtig genießen und sich auf Ihrer Terrasse wohlfühlen, müssen Gartenmöbel und die Terrasse gereinigt werden. In den Fugen des Terrassenbodens kann sich Unkraut angesiedelt haben.  Dieses auskratzen und ausstechen. Nachdem die Fugen gereinigt sind, den Boden komplett mit einem Besen abkehren. Über den Winter hin können sich Moosablagerungen gebildet haben. Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich diese rückstandslos entfernen. 

Die Meisten lassen Ihre Gartenmöbel in Gartenhäusern oder Hütten überwintern. Hier genügt es, bei Materialien wie Kunststoff und Metall, mit einem feuchten Baumwolltuch Staub und Schmutz zu beseitigen. Haben Sie Echtholzmöbel, dann ist es empfehlenswert, den Möbeln mit einem neuen Anstrich etwas Gutes zu tun. Lasuren oder flächendeckende Holzfarben kommen hierfür infrage. So sehen die Möbel auch noch über lange Zeit hinweg gepflegt aus.

Unterschiedliche Pflegehinweise, wie die Materialien von Pflanzkübeln gepflegt werden sollten, haben wir bereits für Sie zusammengefasst. Diese Pflegehinweise  lassen sich auch auf einige Materialien von Gartenmöbeln übertragen.

Schnecken bekämpfen und das frühzeitig: Dass die Temperaturen wärmer werden und es draußen schöner wird, das ist ganz in unserem Sinne. Aber Schnecken an unseren Stauden und anderen Pflänzchen? Nein, danke! Sie sollten somit frühzeitig mit der Bekämpfung gegen Schnecken anfangen. Streuen Sie etwas Schneckenkorn um gefährdete Gewächse, wie zum Beispiel Lederblümchen und Fuchsien. Im Frühjahr ist das Nahrungsangebot für die Schecken noch eher rar, sodass die Körner zu dieser Zeit sehr effektiv sind. Im Sommer können Sie sich so über deutlich weniger Schneckenbefall freuen.

Schnecken auf Laubblatt

 

Gartenmonat April

Wer nun denkt, im März wurde bereits so viel erledigt, da kann im April ja nicht mehr all zu viel anfallen, dem müssen wir mitteilen, doch. Das ist aber positiv zu bewerten. Wer sich für einen pflegeintensiven Garten entschieden hat, der hat dies bewusst getan. Arbeit im Garten beruhigt und ist für viele ein Ausgleich, oft sogar ein Hobby.

Nutzgarten im April - Anzüchten und Aussaat | Umsetzen in den Außenbereich | Pflanzen für draußen | Jungpflanzen pikieren | Schutz der Gemüsepflanzen | Kartoffeln | Rhabarber | Spargel | Beeren

Ziergarten im April - Stauden | Frühlings- und Sommerblumen pflanzen | Sommerblumen säen | Krokusse | Ziergräser | Kletterpflanzen | Steingarten

Bäume und Sträucher im April - Frühblüher | Immergrüne Sträucher | Mandelbäume | Obstbäume |

Allgemein anfallende Gartenarbeiten im April - Rasen | Nützlinge im Garten | Bekämpfung von Dickmaulrüsslern | Kompost

Nutzgarten

Auch im Nutzgarten im April ist einiges zu erledigen. Die investierte Zeit und Arbeit wird mit einer reichen Ernte belohnt. Die Pflege sollte hierbei aber nicht nur punktuell erfolgen. Haben Sie immer ein Auge auf Ihre Pflänzchen und geben Sie ihnen die Nährstoffe oder Gegebenheiten, die sie gerade benötigen. 

Anzüchten und Aussaat: Bereits im März konnten Sie einige Gemüsesorten vorziehen. Da dies oftmals im Innenbereich auf der Fensterbank geschieht, können auch im April noch kleine Setzlinge herangezogen werden. Lassen Sie sich allerdings nicht mehr all zu viel Zeit, denn bereits im Mai / Juni können die kleinen Jungpflanzen ins Freie umgepflanzt werden. Es lassen sich sogar einige Gemüsesorten finden, da können die Jungpflanzen schon im April nach draußen. Wer im Herbst leckere Kürbissuppe und Kürbisbrot backen oder kleine Grimassen in Kürbisse ritzen möchte, der sollte jetzt schon anfangen diese vorzuziehen, denn sonst ist es zu spät. Säen Sie die Kürbuspflanzen auf der Fensterbank in einem Saatkasten, bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20 Grad Celsius, aus. Mitte Mai können sie dann in die Außenbeete gepflanzt werden. 
Auch Artischocken müssen nun ausgesät werden, damit sie Mitte Mai nach draußen können. 
Als kleiner Hinweis: Achten Sie bei dem Kauf der Samen bereits darauf, welchen Standort die Gemüsesorten einmal einnehmen sollen. Haben Sie vor ein Beet eher schattig oder doch eher sonnig anzulegen? All dies sollte berücksichtigt werden, bevor man Setzlinge vorzieht, denn jede Sorte hat unterschiedliche Vorlieben. 

Umsetzen in den Außenbereich: Mit im März gepflanzten Kräutern sollte man behutsam umgehen. Sie brauchen etwas mehr Zeit, um abzuhärten. Topfen Sie diese erst einmal in kleine Blumentöpfe um und stellen Sie sie auf eine Fensterbank im Außenbereich oder auf eine windgeschützte Terrasse.  
 
Einige frostunempfindlichere Pflanzen dürfen bereits jetzt ins Freibeet gesetzt werden. Bei Frostempfindlichen hingegen sollten Sie bis in den Mai oder Juni warten. 
Die Aussaat von Jungpflanzen führt zu Abhärtung, Resistenz und Stabilität.

Diese Pflanzen können im April bereits Ihren Platz im Freien finden:

  • Kohlpflanzen (Im April sind die Pflanzen bereits so kräftig, dass sie ins Freie umplatziert werden können. Achten Sie auf ausreichend Abstand. Von der einen Reihe bis zur nächsten Riege sollten es in etwa 40 bis 50 cm sein.)
  • Rettiche
  • Radieschen
  • Rote Beete
  • Erbsen
  • Chicorée
  • Kholrabi
  • Steckzwiebeln (Die Zwiebeln sollten über Nacht in warmen Wasser, in etwa Zimmertemperatur, quellen, bevor Sie eingepflanzt werden. Durch diesen Schritt bilden sich im Beet schneller Wurzeln aus.)

Jungpflanzen pikieren: Pikieren bedeutet so viel wie, einzeln pflanzen. Wenn Sie bereits Anfang März Samen in einem Saatkasten ausgesät haben, dann werden Sie im April schon kleine Blätter sehen. Sind diese sichtbar, ist es empfehlenswert, die kleinen Pflänzchen vorsichtig herauszunehmen und einzeln zum Beispiel in kleine Töpfe zu pflanzen. Sie vermeiden dadurch einen Verpflanzungsschock. Achten Sie darauf, dass die kleinen Setzlinge gesund und ordnungsgemäß entwickelt sind (mit Keimblättern), denn auch nur diese haben die Möglichkeit, zu gesunden Pflanzen heranzuwachsen. Wichtig ist dieser Vorgang beispielsweise bei Tomatenpflanzen. 

Pikieren von Jungpflanzen

Schutz der Gemüsepflanzen:
Es gibt extra Gemüseschutznetze und Vliese, die vor Kohl- und Möhrenfliegen, Blattläusen und anderen Schädlingen schützen. Dies muss direkt nach dem Auspflanzen geschehen. Legen Sie das Netz auf ein Tunnelgestell in beetbreite. Es muss bodenlang hängen, damit die Schädlinge keine Möglichkeit haben zum Gemüse zu gelangen. Die einfachste Möglichkeit ist, mit Erde befüllte kleine Beutel auf die Ränder des Netzes zu stellen. Wasser- und Luftdurchlässigkeit sind gewährleistet.

Ihre Gemüsepflanzen sind aber nicht nur Schädlingen ausgesetzt. Auch Spätfrost stellt eine Gefährdung für eine erfolgreiche Ernte dar. Die Pflanzen können durch verschiedene Produkte wie Lochfolien, Folientunnel, Vliese, Frühbeetabdeckungen und Zeitungspapier geschützt werden. Die Auflagen sind nur für nachts geeignet. Am Tag räumen Sie diese wieder weg.

Kartoffeln: Eigener Kartoffelanbau ist bei uns weit verbreitet. Gerade in milderen Regionen können Sie Anfang April bereits mit dem Anbau beginnen. Es ist ganz leicht. Die Pflanzkartoffeln sollten an einem Ort mit viel Lichteinfall eingepflanzt werden. Legen Sie die Pflanzkartoffeln in Erdmulden, die Sie im Vorfeld gegraben haben. Als Maß kann man hier eine Tiefe von max. 10 cm ansetzen. Lockern Sie den Boden ein wenig auf und legen Sie die Kartoffeln hinein. Bedecken Sie diese dann mit Erde. Ist die Kartoffel bereits vorgekeimt, dann ist besondere Vorsicht angebracht, damit die kleinen und weichen Keime nicht abbrechen. 

Rhabarber: Und so schnell kann es gehen. Die erste Ernte kann bereits Mitte / Ende April erfolgen. Natürlich unter der Voraussetzung, der Rhabarber ist schon so weit. Grundsätzlich ist die Erntezeit von Rhabarber von April bis Juni datiert. Beachten Sie bei der Ernte, die Stiele nicht einfach am Ende abzuschneiden. Faule Schnittstellen und geschädigte Wurzeln können die Folgen sein. Vielmehr empfiehlt sich ein Herausdrehen aus dem Wurzelstock. Mit dem zart aromatisierten Stängel lassen sich leckere Speisen zubereiten und Kuchen backen. 
Blüten der Gewächse sollten immer umgehend entfernt werden. 

Spargel: Bei Grünspargel dauert es ein wenig, bis Sie Erfolge erzielen können. 3 Jahre nach der Anpflanzung kann das erste Mal geerntet werden. Aber ein Schritt nach dem anderen. Erst einmal muss im April der Grünspargel gepflanzt werden. Der Abstand zwischen den Reihen sollte nicht weniger als 1 m betrage. Innerhalb einer Reihe sind 45 cm ausreichend. Setzen Sie den Spargel in tiefe Furchen. Breiten Sie die Wurzeln vorsichtig aus und bedecken Sie sie mit ca. 5 cm Erde. Warten Sie, bis der Spargel richtig angewachsen ist. Erst dann dürfen Sie die Furche vollständig mit Erde befüllen.
Nun heißt es Geduld haben. Aber drei Jahre vergehen oftmals wie im Flug. 

Beeren: Für viele Beerensträucher ist die optimale Pflanzzeit der Herbst. Brombeeren und Taybeeren sollten aber erst im Frühling gepflanzt werden. Taybeeren sind noch lange nicht so bekannt wie Himbeeren oder Brombeeren. Die Taybeere ist eine Kreuzung genau dieser beiden Arten und ist sehr fruchtig. Benannt wurde sie nach dem schottischen Fluss "Tay". Im April können Sie sich eine solche Pflanze zulegen und in Ihrem Garten einpflanzen. Die älteren Sorten der Taybeere besitzen noch Dornen. Können Sie auf diese gerne verzichten, gibt es auch zwei Arten, Easy Tay und Buckingham Tayberry, die frei von den kleinen picksigen Stacheln sind.

Ziergarten

Der Gartenkalender hält für den April viele wichtige Aufgaben für den Ziergarten bereit. Die erledigten Arbeiten aus dem März lassen den Garten jetzt schon wohltuend gestaltet erscheinen. 

Stauden: Fast jeder hat Stauden in seinem Garten. Viele sind pflegeleicht, frostsicher und blühen im Frühling und Sommer in den wunderschönsten Farben. Haben Sie im April immer noch alte oder überwucherte Stauden oder benötigen Sie einfach an einer anderen Stelle einen Teil von diesem Gewächs, dann können Teilungen von vielen Stauden auch im April vorgenommen werden. Grundsätzlich gilt auch hier, mit dieser bis nach der Blüte warten. Wenn die letzten Blumen verwelkt sind, können Sie besten Gewissens zum Spaten greifen. 
Oft wachsen Stauden gradlinig und verzweigen sich nur wenig. Damit Sie einen schönen "Staudenbusch" erhalten, können Sie die Stauden pinzieren / entspitzen. Hierbei knipst man Triebspitzen einfach mit den Fingern ab oder man schneidet über dem Blatt mit einer Schere ab. 

Frühlings- und Sommerblumen pflanzen: Ein Ziergarten tut dem Gemüt gut, denn es geht hier um das Aussehen. Der Anblick von hübsch angelegten Gärten sorgt für Wohlbefinden. Es gibt bei der Gestaltung von Gärten ganz unterschiedliche Geschmäcker. Für den einen sollte ein Ziergarten minimalistisch gehalten werden, dies sind meist die pflegeleichten Gärten. Tendieren Sie aber zu einem Meer aus Blumen und kleinen verwinkelten Beeten, dann sollten Sie im April mit dem Pflanzen von Blumen beginnen. 

Möchten Sie Ihren Garten noch mit Tulpen, Narzissen und Hyazinthen ausstatten, dann nichts wie los. Auch im April können diese noch ausgezeichnet in den Boden gepflanzt werden.

Viele einjährige Sommerblumen können direkt ins Freilandbeet gesät werden, wie zum Beispiel: 

  • Wicke
  • Ringelblume
  • Schleierkraut
  • Goldmohn
  • Jungfer im Grünen
  • Schmuckkörbchen
Goldmohn Schleierkraut

Bei diesen Sorten handelt es sich um robuste Blumenarten, die auch einige eisige Nächte verkraften können. Blumen, die erst Mitte Mai in den Außenbereich verlagert werden dürfen, wie zum Beispiel die Prunkwinde, können im April, wie auch einige Gemüsesorten, auf der Fensterbank vorgezogen werden. Nach der Pflanzung im Außenbereich blühen diese deutlich früher, als wenn sie ohne Vorziehen im Freien angepflanzt worden wären. 

Margaritten, Bellis und Stiefmütterchen können den Beeten im April schon zu einem farbenfrohen Erscheinungsbild verhelfen. 

In der Zeit von März bis April ist die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, die in den Sommermonaten blühen. Pflanzen Sie hübsche Lilien. Diese gibt es in vielen Farbgebungen. Rosa, Koralle, Gelb, Orange, Rot und Weiß decken ein großes Spektrum der Farbpalette ab. Die Zigeunerblume (Sparaxis tricolor), Riesen-Hyazinthe (Galtonia candicans) und Nerine (Nerine bowdenii) können es der Lilie gleich tun. Nur bei Dahlien sollten Sie etwas vorsichtiger sein. Diese erst nach den Eisheiligen einpflanzen. Sie können aber bereits in Töpfen innen vorgezogen werden. 
Buddeln Sie die Sommerzwiebeln nach ihrer Blütephase und dem Verwelken im Herbst wieder aus und lagern Sie sie in einem kühlen, aber frostfreien Raum. In leichter Erde gelegen, blühen sie im nächsten Jahr wieder.  

Krokusse: Haben Ihre Krokusse schon geblüht und Sie haben noch einige Stellen im Garten, denen es an Farbe fehlt? Dann gehen Sie behutsam vor und Teilen Sie den Horst. Graben Sie hierfür diesen aus dem Boden aus. Vorsicht mit den Wurzeln. Ziehen Sie dann das Bündel an Krokussen auseinander. In anderen Beeten oder Stellen können die Zwiebeln dann genau so tief wieder eingesetzt werden. Im nächsten Frühling werden Ihre Gartenflächen noch fröhlicher und bunter aussehen. Tochterzwiebeln sollten frühstens 4 Jahre nach der Pflanzung abgetrennt werden. 

Ziergräser: In modernen Gärten finden sich oft Ziergräser wieder. Diese können im April gepflanzt, geschnitten und geteilt werden. Die Zeit ist die optimale für eine Neupflanzung. Pampasgras, Chinaschilf und Federborstengras gehören zu den bekanntesten Exemplaren. Über den Frühling hinweg können sie sich entwickeln und verwurzeln. 
Bereits in den Vorjahren gepflanzte Ziergräser sollten auf 20 cm zurückgeschnitten werden, sodass sie in sattem Grün nachwachsen können. Haben Sie das Gefühl, die Gräser sind zu buschig geworden, dann trennen Sie diese ganz einfach mit Spatenstichen. Der abgetrennte Ballen kann an einem anderen Ort neu positioniert werden. 

Kletterpflanzen: Ermöglichen Sie Ihren jungen Kletterpflanzen einen guten Start, um in die Höhe zu sprießen. Die zarten Pflänzchen können mit kleinen Hilfen sehr gut beim Wachsen unterstützt werden. Sie nehmen diese dankend an und entwickeln sich zu Augenweiden in Ihrem Garten. Mit einer Schnur oder einem Draht die Gewächse an dem Rankgitter festbinden. Bitte nicht zu stramm, die rankenden Pflanzen sollen nur unterstützt werden. Sie stellen einen sicheren Halt mit dem Gitter her und breiten sich schnell durch verzweigte Triebe aus. Sorgen Sie mit Dünger dafür, dass den Kletterpflanzen immer ausreichend Nährstoffe zum Wachsen zur Verfügung stehen. 

Steingarten in Pflanzkübel Raumteiler

Steingarten: Steingärten haben den Vorteil, dass sie sehr einfach in der Pflege sind und es nicht viel Zeit und Aufwand braucht, um diese immer gepflegt aussehen zu lassen. Steingärten können in Pflanzgefäßen angelegt werden. In einem großen Pflanzkübel Raumteiler kann ein einzigartiger Anblick entstehen, der Sie nicht viel Mühe kosten wird. Besonders schön, immergrüne Gewächse sorgen selbst im Winter für einen lebendigen Eindruck. Ein Steingarten kann mit Kies oder Steinen auch direkt im Garten angelegt werden. Wichtig ist, dass unter den Kies eine Folie ausgelegt wird, sodass kein Unkraut hindurch kommen kann. Um Pflanzen einsetzen zu können, wird ein kleines Loch in die Folie geschnitten. Sedumarten eignen sich sehr gut für das Vorhaben Steingarten. In dicken Blättern können sie Wasser sehr gut speichern und bei Bedarf darauf zurückgreifen. Eine attraktive Symbiose aus natürlichen Steinen und frischen Grüntönen entsteht. Steingartenpflanzen brauchen nicht viel Pflege.

Als Gewächse eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften:

  • Dachwurz (Sempervivum)
  • unterschiedliche Sedum- und Fetthennenarten
  • sogar Thymian (Thymus)
  • Oktobersteinbrech (Saxifraga cortusifolia var. fortunei) 
  • Gräser (Pennisetum)
  • Herbst-Steinbrechs (Saxifraga cortusifolia var. Fortunei) 
  • Herbstzeitlose (Colchicum)
  • Seifenkraut (Saponaria x lempergii `Max Frei´)

Bäume und Sträucher

Wenn der Wunsch nach einem Heckenschnitt oder einer Baumfällung besteht, sollten Sie sich erst einmal informieren, wann dies in Ihrer Stadt oder in Ihrem Ort erlaubt ist. Um unter anderem brütende Vögel zu schützen, werden oft Zeiträume festgesetzt, in denen radikale Rückschnitte und Fällungen untersagt sind.

Frühblüher: Wenn Ihre Forsythien oder Zier-Johannisbeeren erst im April verblüht sind, dann müssen Sie nun einen Rückschnitt vornehmen. So verhält sich es grundsätzlich bei den Frühblühern. Es gilt, die Blütezeit abzuwarten und erst nach dem Verwelken zur Schere zu greifen. Lichten Sie die Bäume und Sträucher aus. Es bilden sich fürs nächste Jahr wieder neue Blütentriebe. Ältere Haupttriebe, die bereits abgeblüht sind, sollten alle paar Jahre komplett entfernt werden, damit die Bäume keine Energie mehr in diese Äste stecken und sich auf neues, lebendiges Wachstum konzentrieren können. 

Immergrüne Sträucher: Immergrüne Sträucher, wie zum Beispiel Rhododendren, können im April Ihren Garten bereichern. Rhododendren wachsen ursprünglicherweise im Wald. Dies erfordert bei einer gewünschten Platzierung im eigenen Garten eine kalkarme, durchlässige und humusreiche Erde. Bei der Pflanzung sollten Sie ein Pflanzloch, mit einem ausreichend großen Durchmesser, graben. Diesem Loch können Laub-, Rindenkompost und Hornspäne hinzugefügt werden. Pflanzen Sie den Rhododendron nicht zu tief, denn das mögen die Sträucher ganz und gar nicht. Lassen Sie den Wurzelballen ca. 2 cm aus dem Boden herausragen. Im nächsten Schritt folgt eine ausreichende Bewässerung und Düngung. Als Düngemittel eignen sich in diesem Fall Hornspäne. Eine 5 cm hohe Schicht Rindenkompost fördern das Wohlbefinden der Rhododendrensträucher. Viele Blüten werden folgen.
Haben Sie bereits diese Sträucher im Garten, dann sollten sie im April nachgedüngt werden.

Mandelbäume (Prunus triloba): Im April beginnt die Blüte der Mandelbäume oft, zu verwelken. Wenn dies geschieht, ist der korrekte Zeitpunkt für einen Rückschnitt gekommen. Bei Mandelbäumen ist dieser enorm wichtig, denn Pilzsporen die zur Spitzendürre (Monilia) führen, dringen direkt über die Blüte ein. Vermeiden Sie dieses Szenario, indem Sie zügig zum richtigen Werkzeug greifen. Ein Rückschnitt sorgt zudem für lange neue Blütentriebe im folgenden Jahr. 

Obstbäume: Damit Sie sich über eine ordentliche Obsternte freuen können, müssen die Blüten der Obstbäume befruchtet werden. Bienen und Hummeln sind für die Bestäubung zuständig. Sehr viele Kernobstsorten sind selbstunfruchtbar. Das bedeutet, dass eine andere Sorte, die aber der gleichen Art angehört, für eine Befruchtung benötigt wird. Es gibt auch jene Obststräucher / Obstbäume, die selbstfruchtbar sind, wie zum Beispiel Aprikosen, Mirabellen und die meisten Beerenobstarten wie Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Sie können sich selbst befruchten. Wer seinen Ertrag der selbstfruchtbaren Sorten erhöhen möchte, der kann dennoch auf eine Befruchtung durch Pollen einer anderen Sorte setzen. 
Für eine Fremdbefruchtung, egal ob selbstunfruchtbare oder selbstfruchtbare Gehölze, ist es notwendig, dass sich eine passende andere Sorte in einem Umkreis von ca. 500 m befindet, die auch zur gleichen Zeit blüht. Falls keine Befruchtungssorten in der Nähe vorhanden sind, dann pflanzen Sie diese und bringen Sie sie mit anderen Sorten der gleichen Art zusammen.

Obstbäume laufen Gefahr, Spätfrösten ausgesetzt zu werden. Im Allgemeinen ist ein sonniger Standort, der zusätzlich auch noch windgeschützt ist, ideal. Es gilt, die Gehölze vor Frost zu schützen. Baumscheiben sollten von Mulch befreit werden, damit der Boden in der Nacht Wärme abgeben kann. Die Bäume können diese dann aufnehmen. Obstpflanzen, vor allem die Kleineren, sollten zusätzlich mit Vlies geschützt werden. Birnen, Kirschen, Aprikosen, Pflaumen und Apfeljungpflanzen werden es Ihnen danken.

Obstbaum Apfel Kirsche Orange

 

Allgemein anfallende Gartenarbeit

Rasen: Im März haben Sie bereits einiges für Ihren Rasen getan. Wenn die Temperaturen es in dem Monat noch nicht zugelassen haben und der Boden noch durchfrostet war, dann muss die Arbeit rund um den Rasen und die Rasenpflege aus dem März nachgeholt werden. Ansonsten gilt es, den Rasen weiter regelmäßig, 1 bis 2 mal wöchentlich, zu mähen und ab und zu einen Langzeitdünger zu verwenden. Aber bitte nicht zu häufig. Einige Male im Jahr sind völlig ausreichend. Ein kleiner Tipp: Abgeschnittene Rasenhalme können liegen gelassen werden. So erhalten Sie einen natürlichen Dünger durch die Zersetzung der Halme. Dieses Vorgehen nennt man auch Mulchen oder ökologisches Mähen.

Marienkäfer auf Apfelbaum

Nützlinge im Garten: Es muss nicht immer zu chemischen Bekämpfungsmitteln gegriffen werden, wenn Sie gegen Schädlinge im Garten vorgehen wollen. Manchmal hilft es schon aus, Nützlinge im eigenen Garten zu fördern. Viele Schädlinge haben natürliche Feinde, wie zum Beispiel die Marienkäfer für die Blattläuse. Als weitere Schädlingsbekämpfer gelten unter anderem Schwebfliegen, Schlupfwespen und Florfliegen. 

Bienen und Hummeln sind nützlich und sehr wichtig für die Befruchtung Ihrer Obstbäume und -sträucher. Abwechslungsreiche Gärten bieten mehr Lebensräume für Nützlinge. Pflanzen Sie Blumen, Sträucher, Stauden und weitere blühende Gewächse und Sie helfen dabei, Nutzinsekten zu fördern. Sie tragen zu einem anziehenden Garten für diese Insekten bei. 
Erschrecken Sie auch nicht, wenn Sie Rosenkäferlarven in Ihrem Kompost finden. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten und leisten somit eine unterstützende Arbeit. 

Bekämpfung von Dickmaulrüsslern: Herrscht in Ihrem Garten ein stärkerer Befall von Dickmaulrüsslern vor, ist es ratsam diese mit Nematoden (Heterorhabditis sp.) zu bekämpfen. Es handelt sich hierbei um ein Pulver, welches in Wasser aufgelöst werden muss. Wenden Sie das Gemisch an den befallennen Stellen an. Die Larven der Dickmaulrüssler befinden sich im Erdreich und fressen dort die Wurzeln. 

Kompost: Der Frühling ist im April in seiner vollen Pracht angekommen. Setzen Sie in dieser Zeit Ihren Kompost um. Eine Umschichtung des inneren Teils nach außen und von unten nach oben sind hiermit gemeint. 

Um Ihre Beete weiter ordentlich zu halten, sollte ab April regelmäßig in den Beeten das Unkraut gejätet werden. Hacken Sie die Beete durch und lockern Sie die fest gewordene Erde auf. Die Routinearbeiten sind grundlegend in der Gartenarbeit im Frühling und Sommer, um die Schönheit Ihres Gartens aufrechtzuerhalten.

Viel Vergnügen und Freude draußen im Garten!

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