Ratgeber
Erdbeerernte im Juni

Gartenarbeit im Juni: ernten, pflanzen, schützen

Im Juni blüht und duftet der Garten, erste Früchte der Arbeiten im Frühjahr können jetzt geerntet werden. Nutzpflanzen, die sich erst noch entwickeln, brauchen Schutz und Pflege. Vieles kann auch jetzt noch gesät und gepflanzt werden, doch bleibt genug Zeit, um die warmen Frühsommerabende im Garten entspannt ausklingen zu lassen.

Die typischen Gartenarbeiten im Juni finden Sie hier aufgeteilt in die Bereiche:

Da sich das Klima und das jeweilige Frühlingswetter in verschiedenen Regionen und einzelnen Jahren durchaus unterscheidet, können mancherorts diese Arbeiten auch noch im Juli verrichtet werden, bzw. bereits im Mai beginnen.

Der Gemüsegarten im Juni

Wer im Fühling fleißig war, kann im Juni im Gemüsegarten bereits vieles ernten, doch sind auch jetzt noch Aussaaten möglich. Die Pflege umfasst neben  regelmäßiger Bewässerung und bedarfsgerechter Düngung auch die Bekämpfung von Schädlingen, die ebenfalls Appetit auf unsere Gemüse und Salate haben oder sie auf andere Weise schädigen. Im Einzelnen fallen im Gemüsegarten - je nach individueller Ausgestaltung natürlich verschieden! -  folgende Arbeiten an:

Ernten:

  • Frühe Gemüse: Wenn entsprechend früh gesät bzw. gesetzt können jetzt Weißkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing, Brokkoli, Salate, Mangold, Rettich, Rote Beete und Möhren geerntet werden. Ab Mitte Juni sind auch die ersten Frühkartoffeln erntereif. Sie werden geerntet, sobald sie abgeblüht sind.
     
  • Zwiebeln können ebenfalls geerntet werden, sobald sie verwelken. Man zieht sie mitsamt dem verdorrten Grün aus dem Boden und lässt sie trocknen, so dass der Saft in die Zwiebel ziehen kann. Wer sie zwei- oder mehrjährig zieht, kann sich an den weißen Blütenbällen erfreuen, die viele Bienen und Hummeln anlocken.
     
  • Rhabarber darf nur noch bis zum 25.Juni geerntet werden. Danach entwickelt die Pflanze zuviel gesundheitsschädliche Oxalsäure, die die Stengel ungenießbar macht. Davon abgesehen benötigt die Pflanze die nun folgende Ruhephase, um sich zu erholen und Kräfte für das nächste Jahr zu sammeln.
     
  • Spargel darf im ersten Jahr nur bis zum 10.Juni, in den Folgejahren nur bis zum Johanni-Tag (24. Juni) gestochen werden. 
     
  • Zuchtchampignons im Gewächshaus sind jetzt ebenfalls erntereif.

Aussaat:

  • Zucchinis, Kürbisse, Wassermelonen, Gurken, Stangen- und Buschbohnen können Sie jetzt noch stecken. Mit genügend Wasser und Wärme tragen sie binnen weniger Wochen die ersten Früchte.

  • Radieschen, Rettich, Wurzelpetersilie, späte Möhren und Radiccio werden ebenfalls jetzt ausgesät.

  • Spätkartoffeln können jetzt ebenfalls gesetzt werden.

Jungpflanzen setzen:

  • Auberginen und Gurken können jetzt ins Freiland gesetzt werden, da keine Fröste mehr drohen.

  • Auch Salat, Kohl, Knollenfenchel, Porree, Stangensellerie und Möhren können Sie jetzt noch pflanzen. Berücksichtigen Sie jedoch die Empfehlungen zur Fruchtfolge und zur Mischkultur, um Schädlingen und Pilzkrankheiten optimal vorzubeugen.

  • Düngen: Ca. vier Wochen nach dem Einpflanzen sollten Sie die Jungpflanzen düngen, z.B. mit reifem Kompost.

Pflege:

  • Unkraut jähten: rund ums Gemüse muss regelmäßig der Wildwuchs entfernt werden, da er den Gemüsen Nährstoffe raubt. Hilfreich ist eine Mulchschicht, die auch gut Feuchtigkeit im Boden hält.
     
  • Tomaten anbinden und ausgeizen: Die Pflanzen wachsen schnell und viele Sorten bedürfen der Stützung. Binden Sie sie lose an Holz- oder Bambusstangen, damit sie später nicht unter der Last der Früchte umknicken. Die vielen Triebe in den Blattachseln sollten Sie entfernen (ausgeizen), doch vertragen Tomaten je nach Sorte unterschiedlich viele Haupttriebe. Oft heißt es in der Sortenbeschreibung "bis zu 3 Trieben", doch gibt es auch Wildtomaten, die gar nicht ausgegeizt werden müssen.
     
  • Tomaten auslichten: Entfernen Sie die Blätter im unteren Bereich, um die Pflanzen besser am Boden gießen zu können, ohne das Blattwerk zu benässen. Auch verwelkte Blätter müssen regelmäßig entfernt werden. Von Blättern beschattete Fruchttrauben nicht frei legen, um die Früchte nicht der prallen Sonne auszusetzen.
     
  • Gewächshaustomaten befruchten: Im Gewächshaus fehlt es oft an ausreichend vielen Insekten für die Bestäubung. Für eine verbesserte Befruchtung schütteln Sie die Tomatenpflanzen zwei- bis dreimal pro Woche kurz und kräftig durch, am besten am späten Vormittag. Tomaten sind Zwitter und haben in jeder Blüte weibliche und männliche Anteile. Durch das Schütteln erfolgt eine Bestäubung durch die Luft, wie sie im Freiland auch durch Wind zustande kommt.
     
  • Bei Paprika und Chilis muss die erste Blüte abgebrochen werden. Das Entfernen der sogenannten "Königsblüte" regt den Austrieb neuer Blüten an und steigert dadurch den Ertrag der einzelnen Pflanze.
  • Gewächshausgurken werden entspitzt, sobald sie Dachhöhe erreichen. Entfernen Sie Seitentriebe und Früchte bis zu einer Höhe von etwa 60 cm und belassen Sie nur 4 bis 6 Gurken am Haupttrieb.

Schädlinge und Krankheiten bekämpfen:

  • Schnecken: wer gleich die ersten Schnecken bekämpft, beugt einer Schneckenplage im Sommer vor. Absammeln hilft zuverlässig, benötigt jedoch ständiges Eingreifen. Eine Mulchschicht aus Häcksel oder andere mechanische Hindernisse verwehren den Schnecken den leichten Zugang zum Gemüse. Einen ausführlichen Ratgeber wie man Schnecken auf natürliche Weise bekämpft gibt es ebenfalls im Journal.
     
  • Gemüseschutznetze: Gemüsefliegen (Zwiebel-, Kohl- und Möhrenfliegen) legen ihre Eier an ihre jeweiligen Lieblingsgemüsepflanzen. Aus den Eiern schlüpfen hungrige Maden, die sich durch die jungen Pflanzen fressen. Gemüseschutznetze sind im Gartenfachhandel erhältlich. Sie werden dicht schließend über dem Gemüse angebracht und hindern die Fliegen so mechanisch an der Eiablage. Ist z.B. Kohl bereits von Raupen befallen, hilft auch absammeln. Selbst wenn der Kohl schon etwas geschädigt wirkt, erholt er sich von der Raupenplage wieder.
     
  • Blattläuse: Sowohl auf Gemüse- als auch auf Zierpflanzen machen sich gerne Blattläuse breit. Manchmal hilft schon ein heftiger Wasserstrahl, doch oft genug reicht das nicht. Fördern Sie natürliche Gegenspieler wie Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen, Schlupfwespen und Gallmücken, indem sie im Garten auch Wildkräuter wachsen lassen. Sind nicht genug Gegenspieler vorhanden, kann ein Spritzmittel auf Basis von Kaliseife (eine Art Schmierseife) helfen. Allerdings schädigt auch diese relativ umweltfreundliche Spritzung einige Nützlinge, wenn auch nicht auf Dauer. Wenn gespritzt werden muss, dann am beste morgens oder abends bei trockenem Wetter.
     
  • Pilzkrankheiten: hier ist nur Vorbeugung möglich. Krankheiten wie Salatfäule und Grauschimmel können sich nur in feuchtem Millieu ausbreiten. Lassen Sie weite, luftige Abstände zwischen den Pflanzen, gießen Sie in den Wurzelbereich, nicht über das Blattwerk, und lieber morgens als am späten Abend!

Der Kräutergarten im Juni

Was wäre ein Garten ohne Kräuter? Kräuter wachsen meist unkompliziert (den richtigen Standort und Boden voraus gesetzt) und verlangen nicht viel Pflege.

  • Kräuterbeet anlegen: Der Juni ist der letzte Monat, um ein Kräuterbeet neu anzulegen. Basilikum, Bohnenkraut und Majoran und Petersilie können jetzt noch ausgesät werden. Da frische Saaten durchweg feucht gehalten werden müssen, der Juni aber durchaus trockene Phasen bringt, ist die Verwendung von Jungpflanzen einfacher und meist erfolgreicher als das Ansäen. Tipp: Widerstehen Sie der Versuchung, beim Discounter Kräutertöpfe mitzunehmen. Da sie schnell aufgezogen und hoch gezüchtet sind, überleben sie im normalen Gartenbeet oft nicht lange!
     
  • Pflege: Mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin. Thymian und Salbei wachsen dichter, wenn Sie regelmäßig die Triebspitzen kappen. Auch Basilikum und Koriander verewigen sich besser und bilden mehr Blätter, wenn sie zurück geschnitten werden.
     
  • Ernte: Schnittlauch, Petersilie, Majoran, Oregano, Thymian, Rosmarin und Salbei können ab jetzt geerntet werden. 

Der Obstgarten im Juni

Jetzt macht der Obstgarten, der im Frühling mit seiner Blüte beeindruckt hat, weiter richtig Freude. Zwar muss man auf Steinobst noch warten, doch sind im Juni schon etliche Früchte und Beeren erntereif. Einige Pflegearbeiten fallen ebenfalls an.

  • Ernten: Süßkirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren können geerntet werden. Ende Juni sind auch die Sauerkirschen, Himbeeren und Blaubeeren reif.
     
  • Erdbeeren vermehren: Jene Pflanzen, die besonders reichlich Früchte tragen, sollten Sie jetzt markieren. Nach der Ernte werden deren stärkste Ableger zur Vermehrung verwendet. Entweder Sie setzen die "Kindel" in Töpfe mit feuchter Anzuchterde und stellen sie leicht schattig für die Zeit der Bewurzelung. Oder Sie vermehren direkt im Beet, indem Sie die Ranke zwischen Altpflanze und Ableger nicht kappen und die Kindel in eingegrabene Anzuchttöpfe leiten und dort mit Drahtklammern feststecken. 4 bis 6 Wochen dauert die Bewurzelung, dann können die Ranken gekappt und die neuen Pflänzchen an neue Stellen gepflanzt werden. 
     
  • Kirschbaumpflege: Nach der Kirschernte sollten Sie die Zweige auslichten, das bremst das starke Wachstum der Kirschbäume und verbessert die Fruchtbarkeit fürs nächste Jahr. Detaillierte Tipps zum Auslichten und zum Beschneiden von Kirschbäumen finden Sie im Gartenlexikon.
     
  • Gelbtafeln: Sofern Sie Gelbtafeln gegen Kirschfruchtfliegen in die Kirschbäume gehängt haben, können diese jetzt abgenommen werden, denn die Flugzeit der Schädlinge ist vorbei. Entsorgen Sie madige Kirschen und Tafeln jedoch nicht auf dem Kompost, sondern in den Müll!
     
  • Wässern: in der warmen Jahreszeit brauchen insbesondere junge Obstgehölze viel Wasser. Regelmäßiges Gießen führt zu üppigerem Wuchs und einer guten Ernte.
     
  • Johannisbeeren: Wer Johannisbeeren als Hochstämmchen besitzt, sollte jetzt unbedingt die unerwünschten Triebe (Wurzelschosser) entfernen, die neben dem Stamm aus dem Boden wachsen. Hochstämmige Arten müssen mit einem Pfahl gestützt werden, da sie die Last der Früchte oft nicht alleine tragen können.
     
  • Stecklinge: Zur Reifezeit lassen sich Stachelbeeren und Johannisbeeren leicht durch Stecklinge vermehren. Achten Sie darauf, nur Stecklinge von gesunden, mehltaufreien Pflanzen zu nehmen!

Der Ziergarten im Juni

Im Juni läuft der Ziergarten zur Hochform auf und erfreut mit vielen bunten Blüten. Sommerblumen, Rosen und Stauden, sowie attraktive Gehölze machen aus dem Garten eine Augenweide, die jedoch kundige Weiterentwicklung und regelmäßige Pflege benötigt.

  • Aussaat: Einjährige und zweijährige Sommerblumen können jetzt noch direkt ins Beet gesäht werden. Das sind z.B. Ringelblumen, Wicken, Goldlack, Islandmohn, Stiefmütterchen, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Stockrosen, Marienglockenblumen, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Schmuckkörbchen, Kornblume, Eisbegonie, Tagetes, Buntnessel, Zinnie und Sonnenblumen.
     
  • Anpflanzen: Da die Aussaat insbesondere in trockenen Phasen aufwendig und nicht immer erfolgreich ist, spricht nichts dagegen, Jungpflanzen aus dem Gartenfachhandel zu setzen. Sie haben nicht nur bessere Chancen, zu gedeihen, sie blühen aufgrund ihres Vorsprungs auch deutlich früher.
     
  • Vorziehen: Wer dafür genügend Platz hat, kann die Pflanzen auch noch selber im gut gelüfteten Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorziehen.
     
  • Blütezeit verlängern: bei vielen blühenden Pflanzen lässt sich die Blütezeit verlängern, wenn verwelkte Blüten abgezupft werden. Das regt die Pflanze zur Ausbildung weiterer Blüten an. Das funktioniert gut bei Balkonblumen wie Löwenmäulchen, Petunien, Geranien und Fuchsien, aber auch die Blütezeit der Rosen und anderer Ziersträucher lässt sich so ausdehnen. Verwelkte Blätter am besten gleich mit entfernen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen!
     
  • Rückschnitt: bei früh verblühenden Stauden (z.B. Rittersporn) regt ein Rückschnitt nach der Blüte neuen Austrieb und eine zweite Blüte an. Sobald die Blütenpracht eines Stengels verwelkt ist, schneiden Sie ihn bis auf eine Handbreit über dem Boden ab. Nicht abwarten bis sich Samen bilden, denn dadurch verliert die Pflanze Energie und blüht nurmehr spärlicher.
     
  • Kübelpflanzen: auch bei ihnen sollten abgestorbene Blüten und Blätter gleich entfernt werden.
     
  • Rosenpflege: kleine Wildtriebe mit winzigen Blättern, wie sie jetzt aus dem Boden kommen, gründlich entfernen! Ausladende Triebe lenken Sie jetzt in die richtige Richtung, je nach verwendeter Rankhilfe. Die Zeit der Hochblüte ist auch der richtige Zeitpunkt, um Rosen zu veredeln: Schöne und robuste Sorten werden so mit jungen kräftigen Pflanzen vereint
     
  • Rosen veredeln: Ab Ende Juni können Sie Ihre Rosen außerdem veredeln. In der Hochblüte ist der beste Zeitpunkt, um besonders schöne, aber weniger wüchsige Sorten mit robusten, kraftvoll wachsenden Pflanzen zu vereinen. Diese Kunst zu erlernen, ist gar nicht so schwer. Lesen Sie dazu die Anleitung "Rosen veredeln leicht gemacht" im Gartenjournal.
     
  • Formschnitt der Gehölze: Sträucher und junge Bäume können jetzt in Form geschnitten werden. Seien Sie jedoch vorsichtig bei undurchsichtigen Sträuchern, damit Sie nicht versehentlich Vogelgelege oder Kinderstuben beschädigen! Ende Juni ist ein guter Zeitpunkt, dann haben die Gehölze ihre stärkste Wachstumsphase hinter sich und bleiben nach dem Schnitt in Form. Sie können sich aber auch noch Zeit lassen und den Formschnitt im Juli oder August durchführen.

Boden und Beete

Auch die Bodenpflege sollte im Juni nicht vernachlässigt werden, da die Durchlässigkeit für Wasser und Nährstoffe erhalten bleiben muss. Auch während Hitzeperioden, die im Juni schon mal vorkommen, sollte er nie ganz austrocknen. Es fallen vor allem folgende Arbeiten an:

  • Boden lockern: insbesondere nach starken Regenfällen mit anschließender Trockenheit neigt die Erde im Beet zum Verkrusten und verliert ihre Wasserdurchlässigkeit. Man sieht es beim Gießen: das Wasser perlt ab. Dagegen hilft regelmäßiges Lockern bzw. leichtes Durchhacken mit der Gartenkralle.
     
  • Mulchen: Gegen die schnelle Austrocknung des Bodens hilft eine Mulchschicht, z.B. aus Rasenschnitt. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken, sie stehen mit einer Mulchschicht bald deutlich besser da als auf einem nicht gemulchten Beet mit nackter Erde. Falls noch nicht geschehen, versorgen Sie Sträucher, Beerenobst und Rhododendron mit einer Mulchschicht aus Rindenmaterial, das den Boden etwas sauerer macht.
     
  • Unkraut jähten: So schön manches Wildkraut auch ist, rund ums Gemüse hat es nichts zu suchen. Achten Sie darauf, den Wildwuchs am besten mehrere Zentimeter unter der Oberfläche abzuschneiden. Die tiefen Wurzeln von Löwenzahn und Vogelmiere lassen sich mit einem Unkrautstecher gut entfernen. Neu gepflanzte Gehölze sollten ebenfalls von Wildwuchs befreit werden, denn insbesondere kräftig wachsende Arten wie Quecke oder Giersch nehmen den Sträuchern und jungen Bäumen zu viele Nährstoffe weg.

Weitere Gartenarbeiten im Juni

Neben den Arbeiten rund um Gemüse, Obst und Zierpflanzen verlangt auch der Rasen und der Gartenteich ein wenig Aufmerksamkeit.

Die Rasenpflege:

  • Regelmäßig wässern: die optimale Zeit, um den Rasen zu wässern, ist der frühe Morgen. Der Boden ist dann noch nicht so aufgeheizt, es verdunstet weniger Wasser. Selteneres, aber ausgiebiges Wässern ist besser als täglich nur kurz den Sprenger anzuschalten. Empfohlen werden 15 Liter Wasser pro Quadratmeter.
     
  • Mähen: Wöchentliches Mähen sorgt für einen dichten Wuchs und somit für eine schöne Optik. Optimal ist dafür eine Halmlänge von 4 bis 4,5 cm. Mähen Sie kürzer, reicht evtl. ein Schnitt alle zwei Wochen, doch haben so auch Unkräuter eine bessere Chance, sich gegen die Grashalme durchzusetzen. Das Zeitintervall des Mähens hängt natürlich auch von der Lage des Rasens ab: In schattigen Lagen wächst das Gras langsamer, hier reicht meist das Mähen alle zwei Wochen.
     
  • Unkräuter entfernen: Kommt trotz regelmäßigem Mähen noch Unkraut zum Vorschein, sollten Sie dieses gleich entfernen. Auch hier leistet ein in die Tiefe reichender Unkrautstecher Hilfe, insbesondere bei Löwenzahn ist er unverzichtbar.
     
  • Düngen: Wenn der Rasen sehr strapaziert ist, die Halme schlapp wirken oder sich trockene Stellen bilden, sollte er gedüngt werden. Für große Rasenflächen empfiehlt sich die Nutzung eines Streuwagens, um den Dünger gleichmäßig zu verteilen. Empfehlenswert ist auch gelegentliches "Mulchmähen", bei dem der Rasenschnitt nicht eingesammelt, sondern ausgeworfen wird. Das hält Feuchtigkeit im Boden und kann sogar das Düngen ersparen, wie ein Feldversuch des Instituts für Landschaftsentwicklung der Universität für Bodenkultur in Wien gezeigt hat. (Lesen Sie dazu "Mulchmähen spart Zeit und Geld" auf "Mein schöner Garten").

Der Gartenteich im Juni:

  • Reinigen: Fallen Blätter oder andere Pflanzenteile in den Teich, sind diese regelmäßig zu entfernen. Wenn sie im Teich faulen, wird die Sauerstoffbalance des Teichs gestört. Sind Fische im Teich, könnten diese sogar ersticken! Tipp: das ausgesonderte Pflanzenmaterial für kurze Zeit am Teichrand lagern. Dann haben die Wassertierchen eine Chance, in den Teich zurück zu finden.
     
  • Algen: bilden sich Algenteppiche, sollten sie mit einem Rechen zügig abgefischt werden, damit sich die Wasserqualität nicht verschlechtert.
     
  • Teichpflanzen: Jetzt ist eine gute Zeit, um große Pflanzen zu teilen und neue zu setzen.

 

Fragen und Antworten zur Gartenarbeit im Juni

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