Ratgeber

Hortensien als Kübelpflanzen: Auswahl, Pflege, Pflanzgefäße

Mit ihren prächtigen Blüten in Blau, Rot, Rosa und Weiß sind Hortensien ein wunderschöner Anblick auf Balkon und Terrasse. Damit sie gut gedeihen, bedarf es allerdings einiger Voraussetzungen. Dieser Ratgeber informiert über geeignete Arten, den passenden Standort und die richtige Pflege im optimalen Topf und Kübel.

Inhalt:

Hortensienarten: Bauernhortensien, Tellerhortensien und viele mehr

Die allseits beliebten Hortensien unterscheiden sich nicht nur in der Farbe, die oft vom PH-Wert des Bodens abhängig ist: es gibt sehr große Hortensien für Gärten und Parks, andere die in Kübel passen und die sogenannten "Topf-Hortensien", die sogar in gewöhnlichen Blumentöpfen und Balkonkästen gedeihen. Wobei "Topf-Hortensie" nur ein Handelsname ist, nicht etwa eine eigene Art. Für die unterschiedlichen Arten und einzelnen Züchtungen sind vielerlei Bezeichnungen üblich, oft sogar mehrere für diesselbe Pflanze. Im Folgenden versuchen wir eine kleine Übersicht zur Orientierung im Dschungel der Begriffe.

  • Gartenhortensien: Wenn von "Hortensien" die Rede ist, ist heute in aller Regel die Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) gemeint, eine Pflanzenart aus der Gattung Hortensien (Hydrangea) innerhalb der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae). Soweit das Botanische. Tatsächlich werden heute auch Kreuzungen mit anderen Hortensienarten (z.B. mit der Samthortensie Hydrangea aspera) als "Gartenhortensien" bezeichnet. Ursprünglich wurden Gartenhortensien schon lange in Japan kultiviert, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa kam. Der noch gelegentlich verwendete Name Japanhortensien leitet sich von dieser Herkunft ab.
     
  • Bauernhortensie ist ein weiterer Name der Gartenhortensien, der auf ihr Vorkommen im klassischen Bauerngarten zurück geht. Die großen attraktiven Blüten sind übrigens in der Regel steril, also lediglich "der Schönheit wegen" vorhanden. Da der Bauerngarten zum großen Teil ein Nutzgarten war, hatten Hortensien als schicke Zierpflanzen ihren großen Auftritt und viele Fans.
     
  • Ballhortensien, Schneeballhortensien (Hydrangea arborenscens) fallen durch besonders große, schirm- bis kugelförmig blühende Rispen auf. Die weiße Variante heißt dem entsprechend Schneeballhortensie, doch gibt es auch rosa blühende Arten. Sie stammt ursprünglich aus den USA und wird auch Waldhortensie genannt. Sie ist auch für besondere Winterhärte bekannt, was im Kübel allerdings relativiert werden muss. Mittlerweile gibt es auch viele Varianten der Bauernhortensie Hydrangea macrophylla, die im Handel als "Ballhortensie" bezeichnet werden - einfach aufgrund ihrer kugeligen Form.
     
  • Tellerhortensien: Ihre Wildform (Hydrangea serrata, japanische Berghortensie) wurde und wird vielfach mit den Bauernhortensien gekreuzt, so dass sich der Name umgangssprachlich heute vor allem auf die unterschiedliche Wuchsform bezieht: Tellerhortensien (auch Schirmhortensien genannt) haben flache, runde bzw. rund gefranste Blütenstände, die "tellerförmig" aussehen. Anders als die Ballhortensien verfügen Tellerhortensien neben den großen Scheinblüten auch noch über viele echte, eher unscheinbare Blüten mit Pollen und Staubgefäßen. Die Pflanzen sind insgesamt kleiner, robuster und auch winterhärter als die häufiger kultivierten Bauernhortensien.
     
  • Rispenhortensien (Hydrangea paniculata): Wie der Name sagt, wachsen ihre Blütenstände an aufrechten, fliederartigen Rispen. Von allen Hortensienarten blüht die Rispenhortensie am spätesten im Jahr (August bis September) - und zwar in Weiß. Cremeweiß und manchmal im Lauf der Blühzeit zu Rosa und Rot wechselnd. Die beliebte Züchtung "Grandiflora" bringt ausschließlich sterile Scheinblüten hervor, wogegen "Kyshu", "Tardiva" und "Vanille Fraise" mit Düften und echten Blüten auch Insekten etwas bieten. Anders als die meisten anderen Hortensien, die eher im Schatten gedeihen, mögen Rispenhortensien halbschattige und sonnige Standorte (bei feuchtem Boden und genügend Bewässerung). Sie verzeihen auch kurze Trockenphasen und gelten als pflegeleicht.
     
  • Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris):  Ihre schirmartigen, weiß blühenden Blütenstände ähneln den Tellerhortensien, doch klettern sie an Mauern mittels Haftwurzeln bis zu 15 Meter hoch. Anfangs benötigen sie eine Rankhilfe, die die Triebe nach oben leitet. Zur Begrünung einer Pergola oder eines Sichtschutzzauns sind Kletterhortensien eine gute Wahl, sofern die Rahmenbedingungen stimmen (schattig/halbschattig, feuchter Boden, großes Kübelformat, falls als Kübelpflanze kultiviert).  
     
  • Samthortensie (Hydrangea sargentiana, eine Unterart von Hydrangea aspera): Voluminös, buschig und hoch wachsend, unterscheidet sich die Samthortensie (auch "Fellhortensie") vor allem durch die samtigen, mit vielen kleinen Härchen bewachsenen Blätter von anderen Arten. Aber auch ihre Blütenstände sind etwas Besonderes: Sie blüht zweifarbeig, intensiv violett in der Mitte und am Rand in strahlendem Weiß - eine edle Erscheinung!
     
  • Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia) - ihr auffälligstes Merkmal sind die Blätter, die von der Form her tatsächlich an Eichenblätter erinnern, jedoch deutlich größer sind. Die Art stammt aus den USA und ist mit maximal ein bis zwei Metern Endhöhe (im Freiland!) ein vergleichsweise kompakter Strauch. Die Blüten erscheinen an einer Rispe, eine Minderheit ist steril und ganz weiß, die meisten Blüten sind fruchtbar, optisch aber kleiner und vergleichsweise unscheinbar. Man trifft die eichenblättrige Hortensie gelegentlich als Ziergehölz in Parks, im Kübel wird sie selten kultiviert.

Der richtige Standort für Hortensien

Ganz wesentlich für das Gedeihen der Hortensien ist der passende Standort. Dabei spielt die Feuchtigkeit des Bodens eine wichtige Rolle, wie schon der botanische Name der Hortensie ansagt: "Hydrangea" ist Griechisch und bedeutet "viel Wasser" - ein Hinweis, den man für alle Hortensien Ernst nehmen muss, die (fast) alle stets feuchte Böden benötigen. Auf einem trockenen, sandigen Boden in praller Sonne wird keine Hortensie gut gedeihen! Auch windgeschützt sollten sie stehen, da sonst ihre Blütenpracht schnell "zerzaust" aussehen würde.

Zum Glück gibt viele Hortensienarten, die sich - Feuchtigkeit und Windschutz voraus gesetzt - für unterschiedliche Standorte eignen. Im Hortensie.net - eine informative Seite rund um Hortensien - werden sie wie folgt unterschieden:

Hortensie für den vollen Schatten:

  • Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla)
  • Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia)
  • Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)
  • Waldhortensie (Hydrangea arborescens)

Hortensien für den Halbschatten (ohne Mittagssonne!)

  • Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla)
  • Samthortensie (Hydrangea aspera)
  • Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia)
  • Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)
  • Waldhortensie (Hydrangea arborescens)
  • Rispenhortensie (Hydrangea paniculata)

Hortensien für sonnige Standorte

  • Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia)
  • Rispenhortensie (Hydrangea paniculata)

Tipp: Bedenken Sie bei der Pflanzung einer Eichenblättrigen oder Rispenhortensie, dass auch sie viel Wasser benötigen und weder Staunässe noch anhaltende Trockenheit vertragen!

Pflanzkübel und Töpfe für Hortensien

Im Freiland, im Garten und Park werden die meisten Hortensienarten sehr groß, je nach Art zwischen einem und mehr als sieben Meter:

  • Bauerhortensie: 2 Meter
  • Eichenblättrige Hortensie: 2 Meter
  • Kletterhortensie: 7 Meter und mehr
  • Rispenhortensie: 2 bis 4 Meter
  • Samthortensie: 2 Meter
  • Tellerhortensie: 1 bis 1,5 Meter
  • Waldhortensie: 3 Meter

Zum Glück kann man die meisten Arten dennoch über mehrere Jahre auf Balkon und Terrasse als Kübelpflanze kultivieren und durch regelmäßige Rückschnitte (immer nur ein Drittel!) auf einer Kübel-kompatiblen Größe halten.

Topfhortensien sind junge Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla), die im Frühjahr vom Handel als Topfpflanze angeboten werden. Im Volksmund werden sie auch "Muttertagsstock" oder "Muttertagsblumen" genannt. Bei der Wahl geeigneter Pflanztöpfe haben Sie die große Auswahl aus runden oder eckigen Pflanztöpfen, die den Auftritt der auffälligen Hortensie gefällig hervor heben. Dabei gilt: je voluminöser der Pflanztopf, desto größer und buschiger kann die Hortensie darin wachsen.

Für die Zeit als Topfpflanze finden Sie im VIVANNO-Sortiment eine große Auswahl geeigneter Gefäße, z.B. die neuen Pflanztöpfe LEVANTA und LUPINA aus Sandstein, die mit ihren zurück haltenden Farben Grau, Anthrazit, Braun und Weiß die bunten Blüten der Hortensien umso strahlender wirken lassen. Dasselbe gilt für die Pflanztöpfe CHICO im trendigen Fiberzement, der in den Farbern Silber, Grau und Anthrazit erhältlich ist.

Alle zwei Jahre sollte die Hortensie in ein größeres Gefäß umgetopft werden.

Große Kübel für große Hortensien

Wenn Sie gleich größere Hortensien kaufen oder die Pflanzen aus den anfänglichen Pflanztöpfen heraus wachsen, benötigen Sie größere Pflanzkübel bzw. Pflanztröge, die den Wurzeln möglichst viel Raum zur Entfaltung geben. Auch hier haben Sie die große Auswahl unter allen Pflanzkübeln, die sich vom Material her für den Außenbereich eignen (z.B. Fiberglas, Fiberzement, Beton, Holz, Edelstahl und Cortenstahl).

Da höher gewachsene Hortensien dank ihrer Buschigkeit einiges an Gewicht in den Kübel bringen, empfehlen wir Pflanzkübel und Pflanztröge mit einem Schwerpunkt weit unten, damit sie nicht umfallen. Vielfach eingesetzt werden etwa die Pflanztröge MAXI und der würfelförmige BLOCK, die beide in vielen verschiedenen Varianten zur Verfügung stehen. Mit einer runden, dennoch entsprechend niedrigen Form kommt z.B. der Pflanzkübel NEW RONDO aus Edelstahl in Betracht - wahlweise mit 40, 50 oder 60 cm im Durchmesser.

XXL-Kübel nach Maß

Wer viel Platz auf der Terrasse und die Hortensien zu richtig großen Büschen fast wie im Freiland heran wachsen lassen will, benötigt einen außergewöhnlich großen Pflanzkübel.  Kontakten Sie uns für eine Sonderanfertigung nach Ihren Wunschmaßen - wahlweise aus pulverbeschichtetem Stahlblech, Edelstahl oder Cortenstahl.

Hortensien pflegen: gießen, düngen, schneiden

Damit Ihre Hortensien optimal gedeihen, müssen nicht nur Standort und Kübel passen. Es sind durchweg Pflanzen mit sehr speziellen Bedürfnissen, die eine "Standardbehandlung" in der Pflege nicht vertragen. Einen "grünen Daumen" benötigt man dennoch nicht! Es reicht das Wissen um die wichtigsten Pflegetipps, die wir im Folgenden versammelt haben:

Erde / Substrat für Hortensien 

In ihrer natürlichen Umgebung in lichten Wäldern wachsen Hortensien auf tiefgründigem, lockerem Boden mit hohem Humusanteil, der in der Lage ist, viel Wasser zu speichern. Kalk vertragen die meisten Sorten gar nicht, sie mögen es lieber leicht sauer, was auch für die Färbung blauer Blüten eine wichtige Rolle spielt.  Normale Pflanz-, Blumen- und Gartenerde kommt also nicht in Betracht. Nutzen Sie statt dessen die im Handel erhältliche Hortensienerde, alternativ funktioniert auch Rhododendronerde und Azaleenerde, da diese Pflanzen ähnlich "säuerliche" Bodenbedürfnisse haben. Auf die früher übliche Zugabe von Torf für die "Versauerung" wird heute aus ökologischen Gründen vielfach verzichtet.

Hortensien richtig gießen 

Ihr Wasserbedarf ist groß, die Erde im Kübel sollte immer feucht sein und darf nie austrocknen. Je nach Kübelgröße kann das im heißen Sommer auch bedeuten, täglich zweimal gießen zu müssen. Allerdings: Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da auch sie von Hortensien gar nicht vertragen wird. Sorgen Sie durch eine ausreichende Drainageschicht und genügend Löcher im Kübel dafür, dass das Wasser immer gut abfließen kann! Verwenden Sie kalkarmes Wasser, optimal wäre Regenwasser, Leitungswasser muss vor der Verwendung erst etwas abstehen, damit sich der Kalk im Gefäß absetzt.

Hortensien düngen 

Die Pflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf,  sie benötigen viel Stickstoff und Kalium für die spektakulären Blüten. Auch Mineralien wie Eisen, Mangan, Zink und Schwefel müssen zugeführt werden. Am bequemsten versorgen Sie Hortensien mit einem mineralischen Spezialdünger / Hortensiendünger, der im Handeln erhältlich ist - und zwar in Dosierung und zeitlichen Abständen in der Anleitung auf dem jeweiligen Produkt, denn mineralischer Dünger wird schnell verbraucht und abgebaut. Alternativ können Sie Hortensien auch biologisch düngen, indem Sie Hornspäne, Hornschrot oder Hornmehl einarbeiten. Da diese Mittel erst von Bodenorganismen zersetzt werden müssen, ist diese Art Düngung im Kübel oft weniger effektiv, weil weniger "Bodenleben" vorhanden ist. (Zum Einfluss des pH-Werts auf die Farbe und zur speziellen Düngung für blaue Blüten lesen Sie den nächsten Abschnitt).

Hortensien beschneiden

Hier sind wichtige Unterschiede der verschiedenen Arten zu beachten, um nicht versehentlich die Blüte der nächsten Saison zu verhindern!

  • Bauernhortensien, Ballhortensien, Tellerhortensien, Eichblatthortensien, Kletterhortensien und Samthortensien bilden ihre Knospen für die Blüte bereits im Herbst, so dass hier im Frühjahr nur erfrorene Triebe und vertrocknete Blütenstände entfernt werden dürfen.
     
  • Rispenhortensien und Schneeballhortensien bilden ihre Blüten im Jahr der Blüte neu. Sie dürfen also im Herbst und noch im zeitigen Frühjahr (Februar) kräftig beschnitten werden.
     
  • "Endless Summer", "Everbloom" und "Forever & Ever" sind relativ neue, "remontierende" Sorten. Sie bilden Blüten am diesjährigen Trieb, sogar mehrmals im selben Jahr. Sie können also im Frühjahr und sogar regelmäßig nach der Blüte zurück geschnitten werden.

Tipps:

  • Schneiden Sie dicht oberhalb einer Knospe und schützen Sie neue Knospen im Frühjahr vor Frost, sollte es noch einmal kalt werden.
     
  • Um Größe und Buschigkeit großer Hortensien im Kübel "im Zaum zu halten" können Sie ab dem 3. Jahr jährlich ein Drittel der Haupttriebe weit zurück schneiden. Das lockert die Wuchsform auf und verhindert über mehrere Jahre zu ausuferndes Höhenwachstum.

Blaue Hortensien: Wie bleiben sie blau?

Leuchtend blau blühende Hortensien gehören zu den beliebtesten Arten. Was ja nicht wundert, denn ein solcher Busch wird unzweifelhaft zum Hingucker - egal ob auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Allerdings blühen Hortensien nicht natürlicherweise blau, sondern weiß oder rosa. Es braucht spezielle Bedingungen im Boden, damit sich eigentlich weiß und rosa blühende Bauern- und Tellerhortensien in blau blühende verwandeln. Die Gärtnereien, die die Hortensien aufziehen, geben ihnen die Blaufärbung bereits mit - will man das Blau erhalten, muss die Pflege punktgenau stimmen.

  • Ein recht saurer Boden ist unverzichtbar: Der pH-Wert muss bei bereits in Blau gekauften Hortensien bei etwa 4,5 bis 5 liegen. Schon ab 5,5 setzt das Verblassen des intensiven Blautons in Richtung Rosa ein. Setzen Sie die Hortensien in Hortensien, Rhododendron- oder Azaleenerde, dann stehen die Chancen gut. (Wer einen Garten hat, kann auch Laub- und Nadelkompost verwenden).
     
  • Um den blauen Farbstoff zu bilden, müssen die so veranlagten Hortensien Alaun aufnehmen, was ihnen nur im sauren Milieu gelingt. Das ist ein ein Aluminiumsalz (Aluminiumsulfat), das neben Aluminium-Ionen und Sulfat oft noch Kalium und Ammonium, eine Stickstoffverbindung, enthält.  Am einfachsten ist die Zugabe spezieller Dünger, die der Handel für die Blaufärbung bereit hält. Oder sie geben drei bis fünf Gramm Kalialaun oder Ammoniakalaun (aus der Apotheke) pro Liter Wasser bei jedem Gießen hinzu,
     
  • Weiches Wasser (Regenwasser, lange abgestandenes Wasser) ist ebenfalls wichtig, da hartes Wasser kalkhaltig ist, was die pH-Wert wieder in die falsche, alkalische Richtung schieben würde, was die Blaufärbung wieder verhindert.

Tipp: Hortensien können Sie auch selbst umfärben. Natürlich nur jene Arten, die dazu in der Lage sind. Blassrosa Bauern- und Tellerhortensien können die Farbe wechseln, stark rot blühende Arten jedoch nicht. Fausregel für den Farbwechsel: je saurer der Boden, destó intensiver wird das Blau der Blüten. Und umgekehrt: Steigt der pH-Wert über 5,5 und mehr, weil Sie z.B. normale Blumenerde zugeben, verliert sich das Blau und die Hortensie wird rosa. Bis eine rosa blühende Hortensie intensiv blau wird, kann es allerdings schon mal zwei Jahre dauern!

Hortensien überwintern - winterharte Hortensien?

Zwar werden etliche Hortensienarten als "winterhart" angeboten, doch gilt das in aller Regel nur für die Anpflanzung im Freiland. Als Topf- oder Kübelpflanze sollten sie  an einem frostfreien Ort überwintern, null bis 5 Grad sind optimal, doch funktioniert auch ein kühles Zimmer, ein Keller und natürlich ein frostfreier Wintergarten.

Stehen solche Orte nicht zur Verfügung, können Hortensien auch an windgeschützten sonnigen Stellen auf Balkon und Terrasse überwintern, gerne direkt an einer Hauswand. Um sie auch dort vor gelegentlichem Frost zu schützen, empfiehlt sich ein effektiver Winterschutz:

  • Stellen Sie den Kübel auf Holz oder eine Styroporplatte
  • Umwickeln Sie den Kübel mit Sackleinen, evtl. die ganze Pflanze mit Vlies.

Tipp: In kleinen Töpfen sind Hortensien draußen chancenlos! Um im Freien mit Hilfe von Frostschutzmaßnahmen zu überwintern, sollte der Kübel mindestens 40 cm Höhe und Breite bzw. Durchmesser aufweisen!

Fragen und Antworten

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