Ratgeber
Kakteen und Sukkulenten

Kakteen und Sukkulenten richtig pflegen

 

Als Zimmerpflanzen zählen Kakteen und Sukkulenten zu den pflegeleichtesten Pflanzen, da sie mit wenig Wasser auskommen und nicht oft gegossen werden müssen. Ihre Ansprüche an die Pflege sind jedoch sehr speziell, im Einzelfall auch recht unterschiedlich. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie typische Pflegefehler vermeiden und dafür sorgen, dass die interessanten Gewächse prächtig gedeihen.

Inhalt:

Kakteen und Sukkulenten: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Obwohl oft zusammen genannt, handelt es sich bei bei Kakteen und Sukkulenten nicht um zwei unterschiedliche Gattungen oder Familien. Der Begriff "Sukkulent" stammt von lateinisch sucus für „Saft“ beziehungsweise succulentus für „saftreich“. Sukkulente sind somit alle Pflanzen, die die Fähigkeit entwickelt haben, in Blättern, Stamm oder Wurzeln Wasser für trockene Zeiten zu speichern. Somit gilt:

  • Alle Kakteen sind Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen!

Kakteen sind die prominenteste Pflanzenfamilie unter den Sukkulenten. Sie unterscheiden sich von den anderen Sukkulenten durch ihre Abstammung und die typischen "Aureolen":

  • Kakteen (Cactaceae) stammen alle vom amerikanischen Kontinent und wurden von dort aus in andere trockene Regionen verbreitet. Rund ums Mittelmeer prägen sie mittlerweile die Landschaft. Sukkulenten gibt es auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Polregionen.
     
  • Nur Kakteen verfügen über Aureolen: kreisrunde bis länglich ovale, filzige Polster, aus denen üblicherweise Dornen, manchmal auch Haare und Borsten entspringen. Es handelt sich hier nicht um Stacheln, sondern um im Lauf der Evolution umgeformte Blätter, die zur Minderung der Flüssigkeitsverdunstung und Abwehr von Fressfeinden diese reduzierte Form angenommen haben.

Sukkulenten sind sehr vielgestaltig, man findet sie in vielen Pflanzenfamilien, wobei - neben den Kakteen - nur die Dickblattgewächse (Crassulaceae) und die Mittagsblumengewächse (z.B. "lebenden Steine") praktisch alle sukkulent sind. Unter den 400 Arten der Agavengewächse sind immerhin noch ganze 310 sukkulent. Weitere beliebte Sukkulenten finden sich bei den Grasbaumgewächsen (z.B. Aloen), den Ananasgewächsen (z.B. Tillandsia) und den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia-Arten).

Eine Übersicht über die bekanntesten Pflanzenfamilien mit Kurz-Infos über sukkulente Formen, Herkunft und Erscheinungsbild finden Sie im Artikel "We are Family - die 9 Pflanzenfamilien mit den meisten Sukkulenten" im Pasiora-Blog.

Kakteen und Sukkulenten haben eine Gemeinsamkeit, daneben können sie jedoch sehr unterschiedlich sein:

  • Gemeinsam ist allen Kakteen und Sukkulenten ihre Fähigkeit, mit Trockenheitsphasen gut zurecht zu kommen. Es macht ihnen nichts aus, wenn sie z.B. während des Urlaubs nicht gegossen werden, da sie sowieso nur alle zwei bis drei Wochen und zeitweise noch seltener gegossen werden sollten.
     
  • Unterschiede ergeben sich jedoch aus der Herkunft, da sie sowohl in Wüsten und Steppen, einige Arten aber auch im tropischen Regenwald vorkommen. Auch ihre Ruhezeiten, die Art der Überwinterung und die Ansprüche an Licht und Sonne unterscheiden sich im Detail. Anstatt alle Kakteen und Sukkulenten über einen Pflege-Kamm zu scheren, wie es viele Artikel zu diesem Thema nahe legen, empfiehlt es sich in jedem Fall, die Bedürfnisse der jeweiligen Art zu recherchieren, die man sich anschafft.

Welcher Standort für Kakteen und Sukkulenten?

Grundvoraussetzung für ein gutes Gedeihen jeder im Zimmer gehaltenen Pflanze ist der passende Standort, denn an Belichtung und Besonnung haben die Gewächse unterschiedliche Ansprüche. Das gilt auch für Kakteen und Sukkulenten, die am falschen Ort nur dahin vegetieren und gewiss niemals blühen würden.

Für die verschiedenen Stellmöglichkeiten in Wohnräumen hier ein paar Grundregeln:

Kakteen:

  • Anders als viele denken, vertragen bei weitem nicht alle Kakteen volle Sonne am Süd- oder Südwest-Fenster, wo sich im Sommer starke Hitze entwickelt. Grundsätzlich gilt: Je weißer der Kaktus, desto besser verträgt er extreme Hitze und viel Sonne. Fündig werden Sie in den Gattungen Mammillaria, Astrophytum, Echinocereus und Opuntia. Auch Kakteen mit kräftiger Bedornung kommen in Betracht wie etwa Thelocactus und Ferocactus.

  • Am Ost- oder Westfenster entwickeln sich viele, vor allem die Kakteen mit grünem Pflanzenkörper gut. In Frage kommen z.B. einige Arten der Gattungen Mammillaria, Notocactus, Phyllocactus, Gymnocalycium, Cleistocactus und Cereus.

  • Am Nordfenster gedeihen ausschließlich Weihnachts- und Osterkaktus gut, da sie auch im tropischen Urwald, aus dem sie stammen, nicht viel Licht abbekommen.

Sonstige Sukkulenten:

  • Für die meisten Sukkulenten-Arten gilt: je mehr Sonne, desto besser, die Südseite ist ideal. Da sie sich nach der Sonne ausrichten, sollte man sie alle paar Tage ein wenig drehen, um ein gleichmäßiges Wuchsbild zu bekommen. Zu wenig Licht führt zu unnatürlich dünnen und langen Trieben.

  • Schattige Standorte (Nordseite) bevorzugen lediglich Gasterien oder Haworthien, Aloen können im Halbschatten gedeihen, also auch am Ost- und Westfenster.

Tipp: Da sowohl das Reich der Kakteen und erst recht der "sonstigen Sukkulenten" tausende Arten umfasst, sollte man in jedem Fall die konkreten Standortbedürfnisse der gewählten Sorte noch recherchieren.

Wichtig: Die richtige Erde für Kakteen und Sukkulenten

Im Unterschied zu üblichen Zimmerpflanzen dürfen Kakteen und Sukkulenten nicht in normale Blumenerde gepflanzt werden. Sie enthält viel zuviel Dünger und Torf, ist sehr humusreich und hält Wasser recht lange, das ganze Gegenteil dessen, was die Trockenheit gewohnten Kakteen und Sukkulenten benötigen.

Das zu verwendende Substrat sollte den Bedingungen in der ursprünglichen Heimat der Gewächse weitgehend entsprechen. Viele Kakteen und Sukkulenten wachsen auf humusarmen oder sogar humusfreien, mineralischen Verwitterungsböden. Das Substrat für diese Sukkulenten muss also einen hohen mineralischen Anteil aufweisen und gut wasserdurchlässig sein. Staunässe ist Gift für die Pflanzen! Zudem muss die verwendete Erdmischung formstabil sein, darf sich nicht verdichten und zusammen sacken, damit die Wurzeln immer gut durchlüftet werden.

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, bieten sich zwei Möglichkeiten:

  1. Spezialerde / Kakteenerde: der Handel bietet speziell gemischte Erde für Kakteen und Sukkulenten an. Die Qualitäten sind durchaus unterschiedlich, man sollte darauf achten, dass das Gemisch einen hohen mineralischen Anteil und nicht zu viel Torf enthält. Will man sich nicht tiefer in die Materie einlesen, fährt man mit Kakteenerde auf jeden Fall besser als mit gewöhnlicher Blumenerde.
     
  2. Kakteenerde selber mischen: Viele Kakteen- und Sukkulenten-Freunde mischen ihr Substrat selbst, um sicher zu sein, ihren Pflanzen das Optimum zur Verfügung zu stellen. Gängige Substrate aus dem Handel werden verschiedentlich als noch immer zu nährstoffreich kritisiert.

Entscheidet man sich für eine eigene Mischung, öffnet sich ein weites Feld unterschiedlicher Rezepte. Immer handelt es sich um eine Mischung aus Erde einerseits und verschiedenen mineralischer Zuschlagstoffe andrerseits.

  • Als Basis wird oft gängige Kakteenerde oder nährstoffarme Anzuchterde genutzt, alternativ Torf oder Kokosfaser, sowie grobkrümeliger Lehm oder Ton
  • Als mineralische Ergänzung bieten sich verschiedene Materialien an wie z.B. Quarzsand, Bims, Blähton, Lavabruch oder Perlite. (Bausand / Vogelsand ist ungeeignet, da er klumpt und oft zu alkalisch ist).

Als Grundmischung wird vielfach eine 50:50 oder 60:40-Mischung aus Erden und Mineralien empfohlen, die dann je nach den Bedürfnissen der einzelnen Kakteen und Sukkulenten verändert wird. Alle wird man damit dennoch nicht erfassen, denn es gibt auch Arten, die am besten in rein mineralischen Substraten gehalten werden wie etwa die aus Wüsten- und Halbwüsten stammenden Kakteenarten Ariocarpus, Aztekium, Obregonia oder Lophophora. Sukkulenten aus Tiefebenen, tropischen Regenwäldern und gemäßigten Breiten benötigen dagegen mehr Nährstoffe, sind also auf die passende Mischung angewiesen.

Tipp: Testen Sie Ihre Mischung für Kakteen und Sukkulenten vor der Verwendung auf Formstabilität und Durchlässigkeit: Nehmen Sie die fertige Erde in eine Hand und drücken sie zusammen. Wenn Sie die Hand öffnen, sollte das Substrat die Form nur kurz bewahren und dann auseinander fallen, sobald Sie die Hand öffnen.

Fazit: Das optimale Substrat für alle Kakteen und Sukkulenten gibt es nicht! Die Bedürfnisse der vielen unterschiedlichen Gewächse aus heißen, trockenen, gemäßigten und feuchten Umwelten sind zu verschieden, um sie alle mit einer einzigen Mischung versorgen zu können. Recherchieren Sie also die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze - oder verwenden Sie eine gängige Kakteenerde und hoffen das Beste! Immerhin sind sie alle recht robust und gedeihen oft auch unter  weniger optimalen Bedingungen.

Wie oft Kakteen und Sukkulenten gießen?

Dass ein Kaktus ohne Wasser auskommt, da es in der Wüste nie regnet, ist ein Mythos und definitiv falsch! Alle Pflanzen benötigen für ihr Wachstum Feuchtigkeit, sonst vertrocknen sie. Die Hungerkünstler aus Wüstengebieten holen das Wasser entweder aus tieferen Schichten oder begnügen sich mit dem Morgentau, der auch dort entsteht. In der Wohnung müssen auch sie mit Wasser versorgt werden, allerdings viel seltener als normale Zimmerpflanzen.

Da der Oberbegriff "Sukkulenten" die Kakteen und eine große Vielfalt anderer sukkulenter Pflanzen umfasst, kann es keine pauschale Empfehlung für alle Sukkulenten geben. Wie bei allen Pflegetipps ist die Herkunft der Pflanze ausschlaggebend, denn ein Wüstenbewohner braucht weniger Wasser als ein Gewächs aus dem Regenwald. Auch die Jahreszeit, die Wachstumsphase, die Beschaffenheit des Substrats und die Größe der Pflanze im Verhältnis zum Topf sind Faktoren, die beim Gießen eine Rolle spielen.

Ein paar Faustregeln haben wir für Sie zusammen gestellt:

  • Viele Kakteen werden in ihrer Wachstums- und Blühphase (ab April/Mai) gegossen, nicht während des kühlen Überwinterns (ab Oktober/November). Es wird durchdringend gegossen, überschüssiges Wasser im Untersetzer muss zügig entfernt werden. Während der Kaktus wächst, gießt man immer dann, wenn das Substrat vollständig durchgetrocknet ist. (Das lässt sich mit einem Zahnstocher testen!). Je nach den jahreszeitlich herrschenden Temperaturen kann das ein bis vier Wochen dauern. Immer gilt: Weniger ist im Zweifel mehr! Zu häufiges Gießen kleiner Mengen ist schädlich und sollte vermieden werden.
     
  • Viele "sonstige Sukkulenten" brauchen mehr Wasser als Kakteen, jedoch immer noch deutlich weniger als andere Zimmerpflanzen. Auch sie sollte man während der Wachstumsphase (ca. März bis September) durchdringend gießen. Vor dem nächsten Gießen sollte das Substrat an-, aber nicht durchgetrocknet sein. Gießabstände von fünf bis sieben Tagen werden empfohlen, bei laubtragenden Sukkulenten ein bis drei Tage. Es gilt: Je dicker die Blätter, desto geringer ist der Wasserbedarf der Sukkulenten.
     
  • Sukkulenten, die ihr Wasser mittels Saugschuppen an den Blättern gewinnen (z.B. Tillandsien / Bromelien-Gewächse) sollten zusätzlich täglich oder wenigstens ab und zu besprüht werden, um die am heimischen Standort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit zu imitieren.
     
  • Gießen sollte man grundsätzlich unten, direkt ins Substrat. Nicht über Blätter, Triebe und auf keinen Fall in Rosetten gießen, da das zu unschönen Flecken führen kann und in manchen Fällen den Pflanzen sogar schadet.
     
  • Das Gießwasser darf nicht zu kalkhaltig sein. Regenwasser wäre optimal, steht jedoch nur selten zur Verfügung. Abgestandene, nicht zu hartes Leitungswasser ist dann die Alternative. Optimal für die meisten Kakteen ist ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Zu hartes Wasser kann mit einem Wasserfilter enthärtet werden.

Düngen: weniger ist mehr!

Zu Recht gelten Kakteen und Sukkulenten als relativ anspruchslose Pflanzen. Um die Bedingungen ihrer ursprünglichen Heimat zu simulieren, setzt man sie in möglichst nährstoffarmes Substrat mit hohem Mineralienanteil, manche Kakteen sogar ausschließlich in mineralische Substanzen. Würde man sie nun düngen wie normale Zimmerpflanzen, wäre das kontraproduktiv und würde den Pflanzen sogar massiv schaden. Es gilt hier also: weniger ist mehr!

Wir empfehlen, ausschließlich spezielle Kakteen- und Sukkulentendünger zu verwenden, der im Handel erhältlich ist. Sie enthalten viel Kalium und sind insgesamt auf die Bedürfnisse wasserspeichernder Pflanzen abgestimmt. Dünger in Bioqualität gelten als besonders schonend für die Pflanzen.

Aber wieviel soll nun gedüngt werden?

  • Bei schnell wachsenden Sukkulenten wird eine Düngergabe alle drei bis vier Wochen empfohlen.
     
  • Für langsam wachsende Kakteen und Sukkulenten reichen Düngergaben alle vier bis fünf Wochen. Das langsame Wachstum ist genetisch bedingt und lässt sich durch Düngung sowieso nicht beschleunigen!
     
  • Während der Ruhephase darf gar nicht gedüngt werden.

Wird sehr viel seltener als empfohlen gedüngt, heißt das nicht, dass die Gewächse zügig eingehen. Sie halten viel aus, nur entwickeln sie sich dann eben nicht so gut, wie sie es mit genügend Nährstoffen könnten. Auf keinen Fall darf die Düngung zu hoch dosiert werden, da das zu "Verbrennungen" durch zuviel Salz an den Wurzeln führen würde. 0,1-0,2% im Gießwasser reichen völlig aus. Zu seltenes Düngen stecken die meisten Pflanzen locker weg, reagieren jedoch empfindlich auf zu viel Dünger!

Kakteen und Sukkulenten überwintern

Zum Winter hin sinken in der Natur nicht nur die Temperaturen, auch die Lichtdauer und Intensität wird kürzer und schwächer. Da viele Kakteen und Sukkulenten, die als Zimmerpflanzen gehalten werden, an diese jahreszeitlichen Unterschiede angepasst sind, stellt ihre Überwinterung ein Problem dar. Wohin mit ihnen im Winter?

Hell, kühl (5 bis 10, max. 15 Grad) und trocken ist das Winterquartier für klassische Kakteenarten wie z.B. Mammillaria, Rebutia, Mediolobivia, Aylostera und Sulcorebutia. Sie bilden ihre Blühknospen im Winter aus und verweigern bei mangelnder Winterruhe im Frühjahr das Blühen. Einige weitere Kakteenarten blühen zwar, doch schadet eine warme Überwinterung ihrer gesunden Entwicklung. Das sind z.B. Opuntia, Tephrocactus und Lobiva, aber auch manche "sonstigen Sukkulenten" wie Echeveria, Pachyphytum und das Sedum benötigen die kühle Überwinterung.

Als mögliche Winterquartiere für diese Arten kommen z.B. folgende Räume in Betracht:

  • Ein Wintergarten, der auf 5 bis 10 Grad geheizt ist, also nicht als Wohnraum genutzt wird,
  • Fensterbänke in Treppenhäusern,
  • Meist unbenutzte Gästezimmer, die kaum geheizt werden,
  • Keller, sofern die Temperaturen nicht unter 5 Grad sinken und ein Fenster vorhanden ist.

Tipps:

Vor dem Umzug ins Winterquartier muss das Substrat durchgetrocknet sein. Niemals direkt nach dem letzten Gießen in kühle Räume umziehen! Über den Winter benötigen die Kakteen dann keine weiteren Wassergaben.

Ausnahme: winterblühende Arten wie der Weihnachtskaktus (Schlumbergia). Sie sind während der Blütezeit sehr durstig und sollten häufig gegossen werden. Dafür gönnt man ihnen eine Ruhezeit ab September und reduziert die Wassergaben für vier bis sechs Wochen auf ein Minimum bis sich die ersten Blütenansätze zeigen.

Warmes Überwintern: Viele Arten vertragen es gut

Nicht alle Kakteen und Sukkulenten brauchen zwingend die kühle Überwinterung, sondern gedeihen auch in Wohnräumen bei weitgehend gleich bleibenden Temperaturen gut. Kann man kein Winterquartier bieten, sollte man sich auf diese Arten beschränken, die Auswahl an geeigneten Kakteen und Sukkulenten ist größer als man denkt! Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Arten, die ausschließlich kühle Überwinterung benötigen,
  • Arten, die sowohl kühl als auch warm überwintert werden können
  • und solche, die in ganzjährig warmen Räumen gut gedeihen.

Die unzähligen Kakteen und Sukkulenten-Arten hier entsprechend zu sortieren, würde den Rahmen dieses Ratgebers sprengen. Drei ausführliche, nach diesen Kriterien geordnete Listen mit Beispielen für beliebte Kakteen und Sukkulenten und ihre Überwinterungsbedürfnisse finden Sie auf der Seite Uhlig-Kakteen: Indoor Überwinterung,

 

Pflanzgefäße für Kakteen und Sukkulenten

Kakteen und Sukkulenten werden oft in sehr kleinen Liefertöpfen verkauft. Darin sehen sie zwar witzig aus, doch entspricht das beengte Pflanzgefäß nicht wirklich ihren Bedürfnissen. Damit sie sich gut entwickeln können und die Wurzeln genug Platz finden, sollten sie schon bald nach dem Kauf umgetopft werden - allerdings nicht während der Ruhephase.

Standardblumentöpfe aus unglasiertem Ton eignen sich nicht, da sie wasserdurchlässig sind und Feuchtigkeit über die Oberfläche verdunstet. Gelöstes Salz reichert sich an der Innenseite des Topfes an, die Wurzeln wachsen diesen Nährstoffen entgegen und verkleben an der Topfwand. Ein dichter, gesunder Wurzelballen kann so nicht entstehen.

Besser geeignet sind Blumentöpfe aus Kunststoff, sowie Pflanzschalen und andere Pflanzgefäße aus Fiberglas. Natürlich auch glasierte Tongefäße und Töpfe aus anderen, nicht wasserdurchlässigen modernen Materialien.

Da Kakteen und Sukkulenten durch ihre besondere Gestalt punkten, werden sie heute oft als Deko-Element in Gläser, Dosen und Schalen aller Art gepflanzt. Bei allen Gefäßen ist zu bedenken, dass das Wasser gut abfließen können muss, denn Staunässe vertragen weder Kakteen noch Sukkulenten.

Das Praktische ist das eine, aber was ist richtig schick? Auch dazu ein paar Tipps:

  • Ganz besonders attraktiv wirken Arrangements aus kleinen Kakteen und Sukkulenten in Pflanzschalen, zum Beispiel in der runden Schale PLANA oder der lang gestreckten ZOEY.
     
  • Will man große Sukkulenten in Szene setzen, etwa einen stolz empor ragenden Bogenhanf (Sansevieria) oder groß gewachsenen Geldbaum (Crassula ovata), kommen entsprechend hohe Pflanzkübel aus Fiberglas in Betracht. Wie man auf dem Foto oben sieht, macht der Bogenhanf aber auch in einer tiefen Schale (hier ALICE) eine tolle Figur.
     
  • Sehr skulptural wirken Sukkulenten auch in silbrig spiegelnden Edelstahlgefäßen, z.B. im würfelförmigen ACENTO CUBICO oder im kastenförmigen ACENTO VERTICO.
     
  • Soll es etwas ganz Besonderes sein? Spielerisch über den Rand hinaus wachsend werden Blattsukkulenten in ungewöhnlich geformten Pflanzschalen wie MONDANA und FUTURA garantiert zum Hingucker.

Mehr zum Thema:

 

Fragen und Antworten

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