Ratgeber
Maulwurfshügel im Garten

Maulwurf bekämpfen - So lässt er sich vertreiben

Die Beete sind schön angelegt, der Rasen saftig grün und um einen herum blüht es prächtig. Das klingt nach einer Wohlfühloase im eigenen Garten. Wenn da nicht die erdigen Hügel verteilt über die Rasenfläche wären! Für viele Gartenliebhaber ist es ein Graus, wenn der mühselig angelegte Garten von Maulwürfen heimgesucht wird. Dicht an dicht können sich die Maulwurfshügel reihen. Und dann sind da noch die gebuddelten Gänge. 

Wer viel Zeit und Mühe in den Garten investiert, der ist über die Anwesenheit der Maulwürfe alles andere als erfreut. Die kleinen Tierchen können dann zu echten Plagegeistern werden, die es gilt, schnell wieder loszuwerden. 

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen nützliche Tipps vorstellen, wie Sie Maulwürfe vertreiben können. 

Maulwurf oder Wühlmaus?

Bevor die Tipps und Tricks zur Bekämpfung des Maulwurfs umgesetzt werden können, muss erst einmal geklärt werden, ob es sich auch wirklich um einen solchen handelt. Auch Wühlmäuse verursachen Hügel im Garten. Die Identifizierung ist wichtig, da Maulwürfe im Vergleich zu den Wühlmäusen unter Artenschutz stehen. Grundsätzlich unterscheiden sich die Hügel der beiden Tiere in ihrer Größe und Form.

Maulwurf und Wühlmaus

 

Die Hügel der Wühlmaus sind eher flach und tauchen in unregelmäßigen Abständen verteilt über der Gartenfläche auf. Die Eingänge befinden sich direkt neben den Hügeln. Die Gänge sind nah unter der Gartenoberfläche, da sich die Wühlmäuse pflanzlich ernähren. Maulwurfshügel hingegen sind kuppelförmig aufgebaut und können auch mal bis zu 25 cm hoch sein. Sie tauchen in regelmäßigeren Abständen auf. Die Gänge der Maulwürfe sind tiefer als die der Wühlmäuse. 

Falls eine eindeutige Identifizierung anhand dieser Kriterien nicht möglich ist, kann die sogenannte Verwühlprobe durchgeführt werden:

  • Den Gang an einigen Stellen aufgraben.
  • Nun sollten Sie ca. 6 Stunden danach prüfen, ob der Gang wieder verschlossen ist. Wenn es sich um die Wühlmaus handelt, ist der Gang wieder zugeschüttet. Maulwürfe hingegen nutzen ihre Gänge oftmals nur einmal. Daher wäre das Verschließen der Gänge, wenn überhaupt, erst nach Tagen sichtbar. 

Der Maulwurf

Ist der Maulwurf erst einmal identifiziert, gilt es den Artenschutz der Tiere zu beachten. Maulwürfe sind durch den §44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen weder gejagt, gefangen noch getötet werden. Das Tier gräbt viele unterirdische Gänge und buddelt sich Kammern frei. Ein Maulwurf bekommt 1 x pro Jahr 3 - 4 Junge. Neben den ärgerlichen Erdhügeln im Garten hat er dennoch auch für den Gartenbesitzer nützliche Eigenschaften. Zum einen isst er Schnecken und Engerlinge und trägt zudem mit zur Auflockerung des Bodens bei. 

Den Maulwurf vertreiben 

Maulwurfshügel im GartenDurch den Artenschutz der Tiere dürfen und sollten nur sanfte Methoden zur Vertreibung der Maulwürfe angewandt werden. Als Ziel gilt es, den Maulwurf zum Umzug aus dem eigenen Garten zu bewegen. Um dies zu erreichen, sollten sich bekannte Eigenschaften zunutze gemacht werden. Das wäre zum einen der ausgeprägte Gehörsinn und die empfindliche Reaktion auf Gerüche. Ärgern Sie den kleinen Störenfried, sodass er freiwillig das Weite sucht. 

1. Störungen verursachen

Um Maulwürfe loszuwerden, sollten die Tiere gestört werden. Sorgen Sie dafür, dass die Maulwurfshügel immer wieder zerstört werden. Vermutlich tun Sie dies ohnehin schon, denn das Erscheinungsbild des Gartens wird durch sie beeinträchtigt. Am besten nehmen Sie dazu einen Wasserschlauch. Halten Sie den Wasserstrahl auf den Erdhügel, sodass möglichst viel Erde in die Gänge zurückgespült wird. Das wird den Maulwürfen gar nicht gefallen. Oder aber treten Sie die Hügel regelmäßig platt. Viele Maulwürfe werden vermutlich weitergraben, jedoch wird Ihnen die Störung nicht gefallen. Wenn Sie Glück haben, reicht dieses Vorgehen dem ein oder anderen Maulwurf in seltenen Fällen bereits aus, Ihren Garten zu verlassen. 

Nutzen Sie Ihren Garten intensiv. Laute Geräusche schrecken die Tiere ab. Lassen Sie Kinder auf dem Rasen spielen und mähen Sie ihn 2 - 3 mal die Woche. Auch das wird den Quälgeistern nicht gefallen.

2. Vertreibung durch Lärm

Maulwürfe reagieren sensibel auf Geräusche. Sie haben einen ausgeprägten Gehörsinn und mögen es so gar nicht, durch laute Geräusche gestört zu werden. Setzen Sie genau in diesem Punkt an und bekämpfen Sie die Maulwürfe. 

Mit einfachen Gegenständen lässt sich viel erreichen:

  • Eine leere Plastikflasche: Schneiden Sie den Boden einer leeren Plastikflasche ab und stecken Sie diese mit der Flaschenöffnung zuerst in einen Erdhügel oder in einen Gang. Wenn der Wind über die Flasche hinwegweht, sorgt er für ein unangenehmes Geräusch für die Maulwürfe. Platzieren Sie ein paar Flaschen im Garten.
  • Ein Windspiel: Binden Sie an einen Holz- oder Metallstab leere Dosen. Stecken Sie dieses Windspiel in die Erdgänge. Das Klimpern der Dosen wirkt für die pelzigen Tiere unangenehm. 
  • Eisenstäbe: Schlagen Sie Eisenstäbe ca. 25-30 cm tief in die Maulwurfshügel. Schlagen Sie mit einem Hammer regelmäßig gegen diese. Das entstehende Geräusch kann zur Vertreibung führen. 

Zudem sind Geräte zu erwerben, welche Geräusche und Schallwellen aussenden. Unter dem Namen Maulwurfschreck werden Sie bestimmt fündig. Diese können ebenfalls einfach in den Boden gesteckt werden.

Maulwurf im Maulwurfshügel

3. Vertreibung durch Duftstoffe

Der Maulwurf ist ein Tier, welches sehr empfindlich auf Gerüche reagiert. Daher können Duftstoffe in den Gängen verbreitet werden, die ihm so gar nicht gefallen. Die Stoffe, von denen die Düfte ausgehen, sollten an mehreren Stellen im Garten positioniert werden. In den Gängen, direkt im Inneren des Maulwurfshügels und an den Rändern des Gartens. Letztere Platzierung hält Maulwürfe davon ab, in Ihren Garten vorzudringen und ist somit eher eine Präventionsmaßnahme. 

Diese Düfte gefallen dem Maulwurf nicht:

  • Ein Gemisch aus Buttermilch und Molke. Vermischen Sie diese 2 Zutaten und lassen Sie diese 2 Tage lang stehen. Verteilen Sie im Anschluss daran den Mix in den Gängen und Hügeln. Der säuerliche Geruch missfällt dem Maulwurf.
  • Warme Hefe ist ebenfalls ein Hilfsmittel, welches zur Vertreibung der Maulwürfe eingesetzt werden kann.
  • Zitrusöl oder die Mischung aus Essig und Knoblauch mögen die pelzigen Tiere so gar nicht. 
  • Mottenkugeln können ebenfalls helfen. Legen Sie 3 Kugeln alle 0,5 m in die Gänge.

Es gibt zusätzlich einige Pflanzen, deren Gerüche eine vertreibende Wirkung haben. Lilien, Thuja, Holunder, Kaiskronen, Wermut und Rettich zählen u.a. dazu. Mit diesen Pflanzen bleibt der Maulwurf ihrem Garten fern.

Maulwürfe sind unterschiedlich

Natürlich ist jeder Maulwurf unterschiedlich. Dies hat zur Schlussfolge, dass nicht jede Variante gleich gut hilft. Der eine Maulwurf lässt sich beispielsweise durch den Geruch von Buttermilch und Molke vertreiben, andere hingegen eher durch andere Gerüche oder gar durch Geräusche. Probieren Sie aus und finden Sie die beste Variante für sich, den Maulwurf natürlich zu bekämpfen. Bedenken Sie immer: Maulwürfe stehen unter Artenschutz. 

Fragen und Antworten zur Vertreibung von Maulwürfen

Sie haben Fragen, die in diesem Ratgeber nicht beantwortet wurden? Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie an. Fragen und Antworten zum Thema, die den Artikel ergänzen, veröffentlichen wir künftig in diesem Bereich.

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Kommentare

Maulwürfe/Wühlmäuse

netter Artikel, aber was macht man bei Wühlmäusen?

RE: Maulwürfe/Wühlmäuse

Den Wühlmäusen müssten wir uns in einem extra Beitrag widmen. Wir werden uns dies notieren.

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