Ratgeber
Palme - Zimmerpalme

Palmen als Zimmerpflanzen: Standort, Pflege, Pflanzgefäße

Palmen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, sind jedoch nicht immer ganz pflegeleicht. Wer zuhause tropisch-mediterrane Akzente setzen oder einen "grünen Dschungel" erschaffen will, kommt an ihnen jedoch nicht vorbei.  Dieser Ratgeber informiert über die wichtigsten Palmenarten für Wohnräume und gibt Tipps für die richtige Pflege. 

Inhalt:

Palmen im Zimmer pflegen - die Besonderheiten

Es gibt viele gute Gründe, die für die Palme als Zimmerpflanze sprechen. Kaum eine andere Pflanze schafft schon als Einzelexemplar so viel Atmosphäre. Palmen bringen ein Stück Urlaubsfeeling nach Hause, doch tun sie nicht nur der Psyche gut. Mit ihrem meist umfangreichen Blattwerk verbessern sie die Luft und filtern sogar verschiedene Schadstoffe heraus, wie Studien ergeben haben.

Damit Palmen als Zimmerpflanze gedeihen, gilt es jedoch einiges zu beachten. Anders als oft angenommen, haben Palmen durchaus unterschiedliche Ansprüche an ihre Umgebung, Versorgung und Pflege. Deshalb ist es unverzichtbar, vor dem Kauf einer Palme genau zu überlegen, welche Arten für den gewünschten Standort in den eigenen vier Wänden überhaupt in Betracht kommen. Ein Palme, die mit den gebotenen Bedingungen nicht zurecht kommt, wird kränkeln, nicht richtig wachsen und oft sogar eingehen. Solche Enttäuschungen lassen sich jedoch durch die Wahl einer wirklich passenden Palme vermeiden!

Für Haltung und Pflege der Palmen im Zimmer sind folgende Aspekte zu bedenken:

  • Herkunft und Standort: Nicht alle Palmen stammen aus sonnenreichen Landschaften. Viele sind Waldbewohner und wachsen unter dem Blattwerk höherer Bäume, so dass sie direkte Sonne weder kennen noch vertragen. Ob eine Palme aus dem tropischen Regenwald, aus den trockeneren Subtropen bzw. mediterranen Landschaften oder aus bergigen Höhenlagen stammt, spielt ebenfalls eine große Rolle für die Versorgung mit Wasser, die nötige Raumtemperatur und die erforderliche Luftfeuchtigkeit.
     
  • Palmen beschneiden: In aller Regel werden Palmen nicht beschnitten! Lediglich abgestorbene Wedel werden aus Gründen der schönen Optik regelmäßig entfernt, jedoch erst, wenn sie ganz abgestorben sind. Beschnitt fördert nicht das Wachstum, wie bei anderen Pflanzen, sondern schadet ihm! Erlaubt ist das Beschneiden vertrockneter Blattspitzen, doch auch dabei sollte nicht ins Grüne geschnitten werden. Ein minimaler Rand aus Verwelktem sollte immer stehen bleiben.
     
  • Gießen: die meisten Palmenarten müssen nicht täglich gegossen werden, sondern "mit Maß und Ziel". In der Regel sollte der Wurzelballen stets feucht bleiben und nie ganz austrocknen, "immer nass" tut keiner Palme gut! Ein besonders hoher Wasserbedarf ergibt sich bei schnell wachsenden Palmenarten in heißen Sommern - dann ist auch mal tägliches Gießen erforderlich.
     
  • Besprühen: Je tropischer die Herkunft, desto mehr Luftfeuchtigkeit braucht die Palme für ihr optimales Wachstum. Da in unseren Wohnungen meist deutlich trockenere Luft herrscht als es für Zimmerpflanzen optimal wäre, schadet es nicht, alle Palmenarten gelegentlich zu besprühen - insbesondere während der Heizperiode.
     
  • Palmen düngen: Gedüngt wird nur während der Wachstumsphase vom Frühjahr bis in den frühen Herbst. Wie oft gedüngt werden soll und mit welchem Dünger, dabei scheiden sich wie so oft die Geister. Vielfach wird spezieller Palmdünger empfohlen, den der Handel anbietet. Andere Autoren empfehlen andere Substrate oder eigene Mischungen und betrachten "Palmdünger" als überflüssige Geldschneiderei. In unseren Kurzportraits beliebter Palmen, die wir nachfolgend zusammen gestellt haben, finden Sie sowohl Palmdünger als auch andere Empfehlungen.
     
  • Palmen überwintern: Aus den Tropen stammende Palmen kennen keine Jahreszeiten und stehen gerne ganzjährig warm. Gibt es in der Heimat der Palme jedoch Jahreszeiten (Subtropen, Mittelmeerraum), mag auch die Palme gerne kühler überwintern.

Sieben beliebte Zimmerpalmen

Für unsere Kurzportraits haben wir Palmen ausgewählt, die nicht allzu hohe Ansprüche an den "grünen Daumen" stellen und deshalb besonders beliebt sind. Die Zusammenstellung soll als Übersicht über gängige Arten dienen. Vor einem Kauf empfehlen wir, die gewünschte Palme noch vertieft zu recherchieren oder sich im Fachhandel beraten zu lassen!

1. Bergpalme / zierliche Bergpalme (Chamaedora elegans)

  • Herkunft und Klima: Bergpalmen sind in Mexiko, Süd- und Zentralamerika heimisch und bevorzugen ein feuchtes Klima in tropischen Wäldern oder an Berghängen.
  • Größe: in freier Natur ca. 3 Meter, im Kübel selten größer als 1,30 Meter.
  • Wuchsform: aus einem schlanken Stamm wächst ein Schopf aus grünen, gefiederten, bis 60 cm langen Wedeln, die locker überhängen. Zum Verkauf werden meist mehrere Pflanzen in einen Topf gepflanzt, doch machen einzelne Exemplare als Solitär eine besonders gute Figur.
  • Standort und Lichtbedarf: hell bis halb-schattig, da die Bergpalme auch in der Natur unter dem Blattwerk anderer Pflanzen gedeiht. Am Besten eignet sich ein Fensterplatz mit Ost- oder Westlage. Kein Südseitefenster mit direkter Sonneneinstrahlung!
  • ideale Raumtemperatur: im Sommer 20 bis 25 Grad, im Winter nicht unter 12 Grad, idealerweise bis 15 Grad. Steht sie ganzjährig zimmerwarm, entwickelt sie keine Blüten, was jedoch ihrer Attraktivität als Zimmerpflanze nicht schadet.
  • Erde / Substrat: durchlässig, nicht zu fein (Palmerde), gerne leicht alkalisch (pH 8 - 14). Es geht aber auch neutrale Erde, sogar leicht saures Substrat wird toleriert.
  • Gießen: im heißen Sommer viel und regelmäßig, ca. alle zwei Tage. Wasser muss nicht abstehen, da die Bergpalme es sowieso leicht alkalisch mag, also mit kalkhaltigem Wasser kein Problem hat. Während des Wachstums sollte der Wurzelballen immer feucht sein. Bei anhaltender Trockenheit tut Besprühen der Pflanze gut! Im Winter nur wenig gießen.
  • Düngen: April bis Oktober mit handelsüblichem Flüssigdünger für Palmen - eher geringere Mengen ins Gießwasser als angegeben.
  • Ähnliche: Von der Bergpalme gibt es ungefähr 100 verschiedene Arten. Als Zimmerpflanze sehr beliebt ist die Bambuspalme (Chamaedora seifrizii), eine tuffbildende Art mit auffällig geringelten Stämmen, die an Bambusrohr erinnern.

2. Zwerg-Dattelpalme (Phoenix roebelenii)

  • Herkunft und Klima: Die Zwerg-Dattelpalme stammt aus Südostasien und wächst im tropischen Klima an den Ufern des Mekong.
  • Größe: Der Stamm wird selten größer als einen Meter. Dafür sind die feinfiedrigen Wedel der Pflanze mit bis zu 1,10 Meter sehr lang. Dadurch wird die Zwerg-Dattelpalme breiter als hoch und braucht mit zunehmendem Alter entsprechend viel Platz.
  • Wuchsform: Der Hauptstamm wird durch die Blattstiele abgestorbener Wedel gebildet, die regelmäßig zu entfernen sind. Schopfartig ragen die neuen Wedel am oberen Ende des Stamms in alle Richtungen.
  • Standort und Lichtbedarf: hell und warm! Steht gut in lichtdurchfluteten Räume und mediterranen Wintergärten, gedeiht aber auch an halbschattigen Plätzen. Keine direkte Sonne!
  • ideale Raumtemperatur: nicht unter 16 Grad!
  • Erde / Substrat: sehr durchlässig (z.B. ein Gemisch aus 2/3 humusreicher Erde und 1/3 Kies oder grobem Sand) mit guter Drainage.
  • Gießen: braucht viel Wasser, also häufig gießen, am besten mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser. Substrat darf nie austrocknen. Regelmäßiges Besprühen ersetzt die hohe Luftfeuchtigkeit, die die Pflanze eigentlich braucht.
  • Düngen: mit Universal- oder speziellem Palmendünger im Gießwasser, ca. alle 14 Tage vom Frühjahr bis Herbst.

3. Goldfruchtpalme (Dypsis bzw. Chrysalidocarpus lutescens)

  • Herkunft und Klima: heimisch in Madagaskar im tropischen Klima, jedoch schon seit 1820 als Zimmerpflanze eingeführt. Die Goldfruchtpalme ist die am häufigsten verkaufte Zimmerpflanze der Welt.
  • Größe: langsam wachsend, in Kultur bis ca. 3 Meter, am heimischen Standort über 10 Meter.
  • Wuchsform: aufrecht wachsende schmale röhrenförmige Triebe stehen büschelartig nebeneinander und enden als frischgrüne, gefiederte Blattwedel, die ausladend überhängen. Sehr filigrane Optik! Die namensgebenden goldfarbenen Früchte bilden sich bei Zimmerkultur nicht.
  • Standort und Lichtbedarf: hell, aber nicht vollsonnig. Bei zu viel Sonnenkontakt färben sich die Blätter gelb.
  • ideale Raumtemperatur: ganzjährig um die 20 Grad, also optimal für Wohnräume! Auch im Winter sollte die Palme nicht kühler als 18 Grad stehen!
  • Erde / Substrat: frische, nährstoff- und humusreicher Einheitserde, mit etwas Sand/Kies gut durchlässig gemischt. Auch gerne von Anfang an in Hydrokultur. 
  • Gießen: hoher Wasserbedarf, Substrat darf nie austrocknen. Also häufig durchdringend gießen mit gut abgestandenem Wasser. Öfter besprühen, da die Palme hohe Luftfeuchtigkeit schätzt.
  • Düngen: In der Wachstumssaison alle 14 Tage düngen entweder mit speziellem Palmendünger oder Flüssigdünger mit ähnlichen NPK-Werten.
  • Besondere Merkmale: Von ähnlichen Palmen unterscheidet sich die Goldfruchtpalme durch braune Sprenkel auf den gelbgrünen Stämmchen.

4. Kentia-Palme, Paradiespalme (Howea forsteriana, Howea belmoreana)

  • Herkunft und Klima: Die Kentia-Palme stammt von den zu Australien gehörenden Lord-Howe-Inseln im Pazifik, wo sie auf Böden vulkanischen Ursprungs wächst. Es herrscht ein subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Noch heute stammen die Jungpflanzen von den Inseln.
  • Größe: am heimischen Standort bis zu 15 Meter, als Zimmerpflanze 70 cm bis 3 Meter. "Howea forsteriana" und "Howea belmoreana" unterscheiden sich nur in der Größe, Howea belmoreana ist die kleinere Art. Dieser Unterschied macht sich jedoch bei Zimmerhaltung kaum bemerkbar.
  • Wuchsform: die Kentia-Palme wird als Tuff aus mehreren Exemplaren gehandelt, um eine fülligere Pflanzengestalt zu erzeugen. Dunkelgrüne Blätter fächern sich an langen Stielen zu vielen 3 bis 4 cm breiten und ca. 45 bis 60 cm langen Fiederblättern auf.
  • Standort und Lichtbedarf: heller Schatten, halbschattig, keine direkte Sonne.
  • ideale Raumtemperatur: ganzjährig um die 20 Grad.
  • Erde / Substrat: durchlässig, leicht sauer. Spezielle Palmenerde oder eine 1:1 Mischung aus Blumenerde auf Kompostbasis und Sand. Da die Palme in Madagaskar auf vulkanischer Erde wächst, tut ihr auch eine Beimischung von Lavagranulat gut.
  • Gießen: der Wasserbedarf ist geringer als bei Palmen aus tropischen Gebieten, der Ballen sollte jedoch immer leicht feucht sein, also nie ganz austrocknen. Gießen mit abgestandenem, kalkarmem Wasser. Gelegentlich besprühen!
  • Düngen: in der Wachstumsphase 1-2 Mal pro Monat düngen.
  • Besonderheit: gilt als besonders widerstandsfähig und leicht zu halten! Anfängerpalme, jedoch mit bis zu 40 Jahren sehr langlebig.

5. Steckenpalme (Rhapis excelsa), auch: Rutenpalme, Bambuspalme

  • Herkunft und Klima: heimisch in subtropischen Wäldern, ursprünglich in China und auf der Indochinesischen Halbinsel, mittlerweile auch in Pakistan, Japan und Malaysia.
  • Größe: als Topfpflanze 1 bis 2 Meter, in der Natur bis zu 5 Meter.
  • Wuchsform: langsam wachsende Schirmpalme, aufrecht, dicht und buschig. Grüne Blätter entspringen dem rohrartigen Stamm in unterschiedlichen Höhen. An ca. 20 cm langen Blattstielen entfalten sich die tief geschlitzten, fingerförmigen Blätter. 
  • Standort und Lichtbedarf: als Waldbewohnerin für schattige bis halbschattige Standorte geeignet, keine direkte Sonne, jedoch mindestens 700 Lux Helligkeit / Lichtintensität.
  • ideale Raumtemperatur: 15 bis 20 Grad.
  • Erde / Substrat: durchlässig, gerne leicht sauer, also ist lockere Palmerde ideal.
  • Gießen: mittlerer Wasserbedarf (wie bei allen nicht tropischen, sondern subtropischen Palmen), Ballen sollte nicht austrocknen, Staunässe vermeiden! Kalkarmes Wasser verwenden. Regelmäßiges Besprühen unterstützt die Gesundheit der Pflanze.
  • Düngen: von Mai bis September alle 7 bis 14 Tage mit flüssigem Palmen- oder Grünpflanzendünger.
  • Besonderheit: gilt als robust und leicht zu pflegen.

6. Washingtonpalme / Petticoat-Palme (Washingtonia filifera und Washingtonia robusta)

  • Herkunft und Klima: heimisch im nordwestlichen Mexiko (robusta) und im Südwesten der USA (filifera).
  • Größe: als schnell wachsende Kübelpflanze sind 2 bis 4 Meter möglich,  in der Natur 15 bis 30 Meter, am Ursprungsort auch gerne als Alleebäume gepflanzt.
  • Wuchsform: elegenta Fächerpalme mit schlankem, aufrechtem Stamm. Die Krone bilden dekorativ gefächerte Blattwedel. Wenn die Wedel abgeblüht sind, haften sie lange am Stamm und umgeben ihn wie eine Art "Unterrock". Daher der Name "Petticoat-Palme".
  • Standort und Lichtbedarf: ganzjährig hell bis vollsonnig, vornehmlich in hellen Treppenhäusern, Eingangsbereichen, Büros oder anderen großen Räumen. Von Mai bis Oktober auch gerne draußen, muss dann aber erst an direktes Sonnenlicht gewöhnt werden.
  • ideale Raumtemperatur: im Winter hell (mindestens 700 Lux), aber kühl bei 5 bis 10 Grad. Optimal im Treppenhaus oder im leicht beheizten Wintergarten.
  • Erde / Substrat: durchlässiges Substrat, darf auch kalkhaltig sein, das macht dieser Palme nichts aus. Normale Zimmerpflanzenerde mit etwas Sand oder Lavagranulat. Bei älteren Pflanzen wird die Zugabe von etwas Lehm empfohlen.
  • Gießen: regelmäßig gießen, da die Pflanze schnell wächst, an heißen Tagen täglich. Der Wurzelballen sollte immer leicht feucht gehalten werden, jedoch nicht nass! Staunässe wird gar nicht vertragen.
  • Düngen: vom Frühjahr bis Herbst alle drei bis vier Wochen mit einem Flüssigdünger für Palmen im Gießwasser. Reduzierung des Düngens (und wo möglich auch der Wassergaben) lässt die Pflanze kleiner bleiben.
  • Ähnliche: "Washingtonia filibusta" ist eine Kreuzung beider Arten, die deren beste Eigenschaften vereinen soll. Alle drei Arten werden im Handel oft einfach als "Washingtonpalme" bzw. "Petticoat-Palme" angeboten.
  • Tipp: bei Kultivierung als Kübelpflanze die abgestorbenen Blätter bis auf einen kleinen Stummel abschneiden!

7. Zwergpalme (Chamaerops humilis)

  • Herkunft und Klima: mediterrane Palme, beheimatet im westlichen Mittelmeerraum - eine der wenigen europäischen Palmenarten!
  • Größe: im Topf und Kübel 1 bis 2 Meter, in der Natur bis zu 5 Meter.
  • Wuchsform: langsam wachsende Schirm- bzw. Fächerpalme, wächst mehrstämmig, buschig und bleibt kompakt. Ihre grün bis blaugrünen,  fächerförmigen Blätter, die den Stämmen an oberseitig bedornten Stielen schopfartig entspringen, erreichen einen Durchmesser von ca. 55 cm.
  • Standort und Lichtbedarf: im Haus ganzjährig besonnt oder im lichten Halbschatten. In der Gartensaison gerne auch auf Balkon und Terrasse, doch erst vorsichtig an die Sonne gewöhnen! Am wohlsten fühlt sich die Zwergpalme auch draußen bei 3 bis 4 Sonnenstunden pro Tag.
  • ideale Raumtemperatur: wie die Petticoat-Palme im Winter hell, aber kühl bei 5 bis 10 Grad. Optimal im Treppenhaus oder im leicht beheizten Wintergarten.
  • Erde / Substrat: empfohlen werden Substrate auf Kompostbasis mit etwas Kies, Sand und Lavagranulat. 
  • Gießen: niedriger bis mittlerer Wasserbedarf, doch sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Während der Wachstumsphase am besten dann gießen, wenn die obere Erdschicht leicht getrocknet ist. Im Winter nur leicht anfeuchten. Zuviel Wasser lässt die Wurzeln faulen!
  • Düngen: von Frühjahr bis Herbst ein- bis zweiwöchentlich - entweder mit flüssigem Volldünger oder Zitrus- und Mediterran-Pflanzen-Dünger im Gießwasser.
  • Varianten: "Chamaerops humilis Cerifera" ist eine Unterart der grünen Zwergpalme mit blauen bzw. blaugrünen Blättern - ein echter Hingucker!

Palmen als Kübelpflanze: Umtopfen in passende Pflanzgefäße

Wie fast alle gehandelten Pflanzen werden auch Palmen in wenig attraktiven Liefertöpfen aus Kunststoff geliefert. Das erste Umtopfen wird also in der Regel gleich nach dem Kauf stattfinden. Auch der erste Pflanztopf sollte bereits größer sein als der Liefertopf. Als Faustregel gilt: der neue Topf sollte rund um den Wurzelballen ca. 2 Finger breit mehr Platz bereit stellen.

Wann werden Palmen umgetopft?

Palmen bilden meist ein dichtes, tief reichendes Wurzelwerk, das für die Versorgung ihrer vielen und großen Blätter auch nötig ist. In den ersten Jahren sollten die Pflanzen daher jährlich im Frühjahr umgetopft werden. Gleich ein deutlich größere Pflanzgefäß zu wählen, ist keine gute Idee, da sich die Wurzeln dann nicht gleichmäßig entwickeln und die Pflanze nicht gut Halt findet. 

Ältere Palmen werden alle drei bis fünf Jahre umgetopft. Der richtige Zeitpunkt richtet sich nach der Wuchsstärke der jeweiligen Art. Spätestens dann, wenn der Pflanztopf oder Kübel komplett durchwurzelt ist bzw. die Wurzeln schon aus dem Abflussloch wachsen, ist es höchste Zeit für ein neues Pflanzgefäß.

Welche Formen sollten Pflanztöpfe und Kübel für Palmen haben?

Da die Wurzeln vieler Palmenarten oft bis ins Grundwasser wachsen, werden vielfach hohe Pflanzgefäße empfohlen, die direkt bepflanzt werden. Erfahrungsgemäß gedeihen viele Arten jedoch auch in z.B. würfelförmigen oder runden Kübeln in üblicher Höhe, wenn das Volumen stimmt. Bei der Kultivierung als Zimmerpflanze ist es in aller Regel unerwünscht, dass die Pflanzen Baumgrößen erreichen wie in der heimischen Natur. Unter anderem ist die geringere Wuchsgröße Folge der Haltung in Kübeln, die - wie hoch sie auch sein mögen - nie und nimmer den Freilandbedingungen entsprechen.

Soll die Palme zeitweise auf Balkon und Terrasse umziehen, sollte bei der Kübelwahl auf Standfestigkeit im Wind geachtet werden. Konisch nach unten verjüngende Formen (oben Bild links) sind hier suboptimal. Der säulenförmige Pflanzkübel BLOCK ist z.B. eine gute Wahl, ebenso der klassische Pflanztrog MAXI, wenn man zwei Palmen nebeneinander pflanzen möchte.

Eine große Auswahl hoher Pflanzkübel finden Sie im VIVANNO-Shop im Bereich Pflanzkübel, wo u.a. ein Filter für die gewünschte Höhe die Auswahl erleichtert.

Palmen-ähnliche, pflegeleichte Zimmerpflanzen

Einige beliebte Zimmerpflanzen werden aufgrund ihrer Optik als Palmen bezeichnet, obwohl sie anderen Pflanzengattungen angehören. Sie kommen mit weniger Licht und geringerer Luftfeuchtigkeit oft besser zurecht und bieten sich als pflegeleichte Alternative an.

  • Palmlilie (Yucca elephantipes): Umgangssprachlich einfach Yucca genannt, ziert diese anspruchslose Pflanze viele Fensterbänke in Wohnungen und Büros. Sie ist pflegeleicht, robust und anfängertauglich. Während der Wachstumsphase reichlich gießen, jedoch Staunässe vermeiden! Zwar wäre eine kühlere Winterruhe optimal, doch verträgt die Yucca auch ganzjährig normale Zimmertemperaturen.
     
  • Drachenbaum (Dracanea): Viele spitze Blätter und verholzte Stämmchen kennzeichnen den Drachenbaum, von dem grüne und buntblättrige Sorten erhältlich sind. Drachenbäume lieben helle sonnige Standorte, gedeihen aber auch an halbschattigen und sogar schattigen Bereichen bei Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad. Gegossen wird immer dann, wenn das Substratgut abgetrocknet ist. Am wenigsten Licht benötigt der einfarbige Kanarische Drachenbaum, der auch nur wenig gegossen werden muss.
     
  • Schusterpalme (Aspidistra elatior): ein robustes und pflegeleichtes Liliengewächs, das auch in recht dunklen Ecken gedeiht. Langsam wachsend, immergrün und maximal 80 Zentimeter hoch gilt sie als schier unverwüstlich. Die Schusterpalme benötigt nur selten Wasser und kommt sogar mit Zugluft und geringer Luftfeuchtigkeit klar. Eine optimale Pflanze für Büros und Restaurants, wo die Pflege öfter mal vergessen wird.
     
  • Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata): erinnert an eine Palme, doch fällt der im unteren Bereich verdickte Stamm auf, in dem die Pflanze Wasser speichert. Am oberen Stammende entspringen viele schmale Blätter in einem dichten Büschel. Die Pflanze verträgt große Temperaturschwankungen und wird 80 bis 150 cm hoch. Sie mag sonnige Standplätze und kommt auch mal Monate lang ohne Wasser aus.
     
  • Madagaskarpalme (Pachypodium lamerei): Dornige Stämme wie Kakteen, obenauf Blätter wie eine Palme - die ungewöhnliche Kombination macht die pflegeleichte Madagaskarpalme sehr attraktiv. Im Kübel kann sie einen Meter und mehr hoch werden. Der säulenförmige Stamm speichert Wasser, weshalb die Pflanze nur wenig gegossen werden muss und trockene Phasen gut verträgt, einmal im Jahr sogar benötigt. Sie wirft dann ihre Blätter ab und muss kaum mehr gegossen werden. Die Madagaskarpalme mag direkte Sonne, trockene Heizungsluft schadet nicht! (Achtung: die Pflanze enthält einen giftigen Milchsaft, sollte also nicht in Haushalten mit Kleinkindern oder Haustieren stehen).
     

7 Ratgeber zum Thema Zimmerpflanzen

Unsere allgemeinen und speziellen Ratgeber versammeln Tipps zur Pflanzenwahl und Pflege in jeder Wohnsituation:

  1. Zimmerpflanzen: der Ratgeber fürs grüne Wohndesign
  2. Pflanzen fürs Schlafzimmer
  3. Pflanzen für die Küche
  4. Pflanzen fürs Badezimmer 
  5. Pflanzen fürs Kinderzimmer
  6. Pflanzen im Wintergarten
  7. Luftreinigende Pflanzen fürs Büro

Fragen und Antworten

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