Ratgeber
Pflanzen bewässern gießen

Richtig gießen - Pflanzkübel und Blumentöpfe korrekt bewässern

Sie haben keinen „grünen Daumen“? Macht nichts! Mit unseren Tipps zum richtigen Gießen vermeiden Sie Pflegefehler und sorgen dafür, dass es Ihren Pflanzen richtig gut geht.

Grüne und blühende Pflanzen liegen im Trend: Sie machen Räume wohnlicher, heben die Stimmung, verbessern das Raumklima und filtern Schadstoffe aus der Luft. Um aber auf Dauer Freude an den grünen Mitbewohnern zu haben, ist gute Pflege unverzichtbar. Am allerwichtigsten ist das richtige Gießen, denn Wasser gehört neben Licht und Erde zu den Grundbedürfnissen der Pflanzen. Wer hier "auf gut Glück" drauf los gießt, kann leicht unwiderrufliche Schäden anrichten. Durch zuviel des Guten werden viele Pflanzen geradezu ertränkt, andere vertrocknen, weil sie zu selten oder zu wenig gegossen werden.

Aber was ist "zu wenig" bzw. "zu viel"? Zum einen haben verschiedene Pflanzenarten unterschiedlich viel Durst, zum anderen beeinflussen äußere Faktoren wie Jahreszeiten, Temperatur und Luftfeuchtigkeit den Wasserbedarf. Hinzu kommt der Einfluss des Pflanzkübels oder Blumentopfs, in dem die Pflanze steht: Größe und Material machen durchaus einen Unterschied! Aber keine Sorge: Dieser Ratgeber vermittelt Hintergrundwissen, mit dem Sie den Wasserbedarf Ihrer Pflanzen zu jeder Zeit richtig einschätzen und Gießfehler vermeiden. Gegliedert in die folgenden sieben Themen:

  1. Umwelteinflüsse und Wasserbedarf: Standort und Jahreszeit.
  2. Die Rolle der Pflanzgefäße: Größe, Material und Wasserspeicher.
  3. Verschiedenartige Pflanzen bedarfsgerecht gießen.
  4. Den Feuchtigkeitsgehalt der Erde messen: Vier Methoden.
  5. Was bedeutet "reichliches", "mäßiges" und "sparsames" Gießen?
  6. Das Gießwasser: Welches Wasser tut den Pflanzen gut?
  7. Sieben Pflanzen mit besonders geringem Wasserbedarf.

Umwelteinflüsse und Wasserbedarf: Standort und Jahreszeit

Als lebendige Wesen mit einem Stoffwechsel sind Pflanzen von verschiedenen Umweltfaktoren abhängig, die ihren Wasserbedarf weitgehend bestimmen. Einige davon können wir beeinflussen, andere weniger. Wieviel und wie oft gegossen werden muss, hängt z.B. von folgenden Faktoren ab:

  • Temperatur und Licht: Je höher die Raumtemperatur bei gleichzeitig viel Licht ist, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze und umso schneller saugt sie es aus der Erde auf. Ein Teil des Wassers verdunstet dabei über die Blätter und das Substrat. In warmen und deshalb oft auch trockenen Räumen ist der Wasserbedarf höher als in kühlen.

  • Sonne und Schatten: dem entsprechend verbrauchen Pflanzen in schattigen Ecken deutlich weniger Wasser als solche auf der hellen Fensterbank oder gar am Südseitefenster. Je mehr Sonne die Pflanzen abbekommen, desto schneller vertrocknen sie, wenn man das Gießen zu lange vergisst (Ausnahme: Sukkulenten und Kakteen).

  • Die Jahreszeiten: Der durstigen Wachstumsphase im Frühjahr bis Herbst folgt meist eine Ruhephase im Winter, in der die Pflanzen aufgrund von Lichtmangel das Wachstum reduzieren und folglich nicht mehr soviel Wasser brauchen. Es gibt sogar Pflanzen, die zeitweise extra trocken gestellt werden müssen, wie zum Beispiel Begonien, Clivien, Geranien, Pelargonien, Fuchsien, Gardenien und Orchideen.

  • Luftfeuchtigkeit: ist sie hoch, benötigt die Pflanze weniger Wasser als bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Bei trockener, warmer Luft tut es den Pflanzen gut, wenn das Blattwerk gelegentlich mit Wasser besprüht wird. Natürlich zusätzlich zum Gießwasser, das die Pflanzen bei trockener Luft auch die menschlichen Bewohner zurück geben: Schon drei größere Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit in einem 30 Quadratmeter großen Raum auf den Idealwert von 40 bis 60 Prozent!

Die Rolle der Pflanzgefäße: Größe, Material und Wasserspeicher

Wieviel wir gießen müssen, hängt nicht zuletzt vom verwendeten Pflanzgefäß ab. Folgende Unterschiede wirken sich auf den Wasserbedarf deutlich aus:

  • Größe bzw. Volumen: je kleiner der Topf im Verhältnis zur Pflanze, desto größer ist der Wasserbedarf. Das ist auch nicht verwunderlich, denn mehr Erde rund um die Wurzeln kann mehr Wasser aufnehmen, wir müssen also seltener bzw. weniger gießen. Stark durchwurzelte Pflanzgefäße steigern ebenfalls den Wasserbedarf, da nurmehr wenig Erde im Kübel ist, die das Wasser halten könnte.

  • Großvolumige Pflanzkübel mit Wasserspeicher erleichtern nachweislich die Pflege: Zwar müssen auch sie nachgegossen bzw. mit Wasser befüllt werden, jedoch deutlich seltener als konventionelle Pflanzgefäße und unterm Strich mit weniger Wasser.
     
    • Unter "Wasserspeicher" ist hier einerseits eine hohe Drainageschicht aus Kies und Blähton zu verstehen, die zwischen Boden und Pflanzerde eingebracht wird, um Staunässe zu vermeiden. Dort kann sich das überschüssige Wasser sammeln. Die Wurzeln wachsen nach und nach in die Drainageschicht ein und versorgen sich so in gewisser Weise selbst, so lange genug Wasser vorhanden ist.
       
    • Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Einsätzen mit Bewässerungsset, die im Prinzip ähnlich funktionieren, jedoch mit gelochten Zwischenboden und einem extra Wasserstandsanzeiger. Besonders bei hohen Pflanzkübeln und Raumteilern sind diese Einsätze praktisch, da man - abgesehen vom Vorteil des selteneren Gießens - nicht das ganze Volumen mit Drainagematerial und Erde auffüllen muss.
  • Das Material:  Steht die Planze in einem klassischen Blumentopf aus Ton bzw. Terrakotta, muss sie großzügiger gegossen werden als eine Pflanze im Pflanzkübel aus Fiberglas, Edelstahl, Zink oder Kunststoff. Unglasierter Ton nimmt selbst Wasser auf, das dann einfach durch die Wände verdunstet. In Sachen Wasserhaltevermögen sind also alle Pflanzgefäße mit geschlossenen Oberflächen vorteilhafter als Terrakotta-Gefäße - ein weiterer Grund, warum moderne Materialien heutzutage den Markt dominieren.

Verschiedenartige Pflanzen bedarfsgerecht gießen

Selbst wenn wir sämtiche Einflüsse der Umwelt kennen, Jahreszeit und Standort berücksichtigen, sowie passende Pflanzgefäße ausgesucht haben, wissen wir noch immer nicht: Wieviel Wasser brauchen denn speziell jene Pflanzen, die wir in der Wohnung haben wollen? Wie oft und wieviel soll gegossen werden?

  • Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt tatsächlich keine allgemeine Regel, die für alle Pflanzen zutrifft. Jede Pflanze hat ihren eigenen, individuellen Wasserbedarf. Ihre Herkunft und ihre Lebensgewohnheiten können darüber Aufschluss geben, doch die muss man erst einmal kennen.
     
  • Und jetzt die gute Nachricht: in Zeiten des Internets ist es einfach, die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanzenart auf die schnelle zu erforschen. Wer einen beliebigen Pflanzennamen googelt, wird schnell fündig, in aller Regel von Informationen geradezu überschüttet. Selbstverständlich auch mit Pflegeanleitungen und Tipps zum Gießen und Düngen.

Wer umgekehrt vorgeht und schon vor dem Kauf nach Pflanzen mit mittlerem oder geringem Wasserbedarf sucht, hat es noch leichter: Hier helfen Seiten wie das Pflanzenlexikon, das die Suche nach verschiedenen Kriterien ermöglicht, darunter auch nach Wasserbedarf. Wie praktisch! So lassen sich leicht Pflanzen zusammen stellen, die in etwa den gleichen Wasserbedarf haben, was die Pflege und speziell das Gießen definitiv vereinfacht.

Was aber, wenn sich Zimmerpflanzen auf anderen Wegen einfinden, also nicht geplant im Fachhandel gekauft, sondern geschenkt, gefunden, "gerettet"?

Dann bleibt immer noch Versuch und Irrtum: Ist die Pflanze extrem trocken, wird sie ins Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und dann sorgfältig eingetopft. Durch Beobachten und Testen lässt sich im Lauf einiger Tage und Wochen herausfinden, was diese Pflanze benötigt.
Tipp für den Start: Besser weniger als mehr!

Weitere Anhaltspunkte für den pflanzlichen Wasserbedarf:

  • Pflanzen mit großen, weichen Blättern (z.B. Engelstrompete) verdunsten mehr Wasser als solche mit harten Blättern wie etwa Olivenbäumchen oder Bogenhanf.

  • Große, schnellwüchsige Pflanzen aus Feuchtgebieten entziehen der Erde mehr Wasser als kleine Pflanzen oder solche aus Trockengebieten.

  • Zu guter Letzt: Gemüsepflanzen im Kübel auf Balkon und Terrasse brauchen deutlich mehr Wasser als Zimmerpflanzen.

Mit Vorsicht zu genießen: Richtwerte

Im Netz kursieren auch Listen mit Ca.-Richtwerten für den Wasserbedarf von Pflanzen im Allgemeinen. Da es die "allgemeine Pflanze" in der Realität nicht gibt, kann man viel falsch machen, wenn man nur eine solche Liste als einzige Information nutzt. Hier ein Beispiel:

  • Zimmerpflanzen 40 bis 100 ml/Tag
  • Pflanzen in 1-m- Balkonkästen 1 bis 5 l/Tag
  • Kübelpflanzen in 10 l-Gefäßen 1 bis 5 l/Tag
  • Große Kübelpflanzen bis mehr als 20 l/Tag

Gut gemeint, aber damit kann man Pflanzen, die wenig Wasser benötigen, locker tot gießen. Zudem ist die angegebene Bandbreite von z.B. "1 bis 5 Liter" recht groß, man steht doch wieder ratlos davor.  Solche Listen sind wenig hilfreich, es hat ja Gründe, warum in seriösen Pflanzanleitungen keine genauen Angaben über Menge und Häufigkeit des Gießens mitgegeben werden. Gegossen wird am besten nach Bedarf, nämlich dann, wenn die Pflanze ausreichend trocken erscheint - nicht nach einer abstrakten Regel.

Den Feuchtigkeitsgehalt der Erde messen: Vier Methoden

Vor dem Gießen steht die Prüfung der aktuellen Situation: Wie feucht oder trocken ist die Erde bzw. das verwendete Substrat tatsächlich? Das ist nicht weiter schwer, es gibt dafür auch gleich drei bewährte Methoden:

  1. Der Fingertest: Ein oder zwei Finger vorsichtig in die Erde stecken und die Erde befühlen, gerne auch richtig greifen. Wenn die Erde locker, trocken und krümelig ist, kann gegossen werden. Wichtig: nicht nur oberflächlich kontrollieren, sondern auch in etwas tieferen Schichten. Häufig ist die Erde nur oberflächlich abgetrocknet, darunter aber noch ziemlich feucht.
    Nachteil: der Fingertest funktioniert nur bei relativ kleinen Blumentöpfen und ist für Pflanzkübel ungeeignet.
     
  2. Der Holzstabtest: Wo die Finger zu kurz sind, um einen Eindruck von der Feuchtigkeit zu vermitteln, nimmt man einen Holzstab. Auch ein Bleistift ist durchaus verwendbar. Feuchte Erde bleibt am Stab haften und hinterlässt dunkle Spuren - nicht grade der Gipfel der Genauigkeit, aber doch aussagekräftig.
     
  3. Der Gewichtstest: Den Blumentopf einfach mal anheben. Zwischen nasser, feuchter und trockener Erde gibt es einen gut spürbaren, erheblichen Gewichtsunterschied. Auch dieser Test eignet sich lediglich für klassische Blumentöpfe, nicht für größere Kübel, die oft noch durch eine extra Drainage beschwert sind.
     
  4. Feuchtigkeitsanzeiger und Messgeräte:  Bei Pflanzen in großen Pflanzkübeln ist ein Feuchtigkeitsmesser unverzichtbar, wenn man es genau wissen will. Denn nur mit einem entsprechend tief reichenden Fühler lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt im Inneren der großen Gefäße bestimmen. Natürlich spricht nichts dagegen, solche Anzeiger auch bei kleineren Gefäßen zu verwenden.
    Der Handel bietet für diesen Zweck verschiedenartige Produkte an:
     
    • Einfache Gießanzeiger ohne Batterie mit Farbwechsel: von blau nach rot, wenn die Wurzel zu trocken wird.
    • spielerisch geformte Stecksysteme mit Farb- oder sogar Audio-Signalen, z.B. Vögel, die bei Wasserbedarf zwitschern.
    • Messgeräte zum Einstecken mit Batteriebetrieb und LED-Anzeige.
    Erstere reagieren leider oft recht träge auf Veränderungen im Feuchtigkeitsgehalt, was zu unnötigem Gießen verleiten kann. Die spielerischen Varianten sind mehr Deko und passen eher zu kleinen Töpfen. Für Pflanzkübel eignen sich vornehmlich die Messgeräte mit Batterie. Deren Fühler sollte jedoch bis zu 40 cm lang sein, um auch in der relevanten Tiefe messen zu können.

Das Gießwasser: Welches Wasser tut den Pflanzen gut?

Wasser ist nicht gleich Wasser, doch zum Glück ist das Gießen in unseren Breiten kein Problem:

  • Ganz normales Leitungswasser eignet sich durchaus als Gießwasser, sofern man es vorher ein paar Stunden abstehen lässt. In dieser Zeit nimmt es Zimmertemperatur an, was für die Pflanzen sehr viel angenehmer ist als kaltes Wasser. Schließlich sollen sie keinen Kälteschock erleiden! Die verzögerte Verwendung des Gießwassers hat auch den Vorteil, dass sich Kalk aus kalkhaltigem Leitungswasser bereits auf dem Boden abgesetzt hat und so gar nicht erst in die Erde gelangt.
     
  • Besser als Leitungswasser ist das "weichere" Regenwasser, allerdings nicht das vom ersten Regen nach einer langen Trockenperiode. Dieses Wasser ist nämlich voller Schadstoffe, die sich auf dem Dach gesammelt haben und nun mit dem ersten Regenguss abgewaschen werden.
     
  • Besonders vorteilhaft für Pflanzen ist auch Wasser, in dem Eier gekocht wurden. Aus den Eierschalen gelangen Minerallien ins Wasser, die von den Pflanzen als Nährstoffe geschätzt werden. Eine ähnliche Düngewirkung hat auch abgestandenes Mineralwasser und Wasser aus Aquarien.

Was bedeutet "reichliches", "mäßiges" und "sparsames" Gießen?

In den Pflegeanleitungen, die den Zimmerpflanzen manchmal mitgegeben werden, finden sich oft Angaben dazu, wie intensiv die grade erworbene Pflanze gegossen werden sollte. Aber was bedeutet "reichlich", "mäßig" oder "sparsames" Gießen?

  • Reichlich gießen: Die Erde muss jederzeit gleichmäßig feucht sein und darf auch an der Oberfläche nicht austrocknen. Hat der verwendete Pflanztopf oder Kübel ein Abflussloch, kann man "durchgießen" bis es unten heraus läuft und sich im Untersetzer sammelt. Nach einer Weile gießt man dieses überschüssige Wasser wieder ab. In einem geschlossenen Kübel muss man vorsichtiger gießen: nämlich in etwa so viel, dass das Wasser die Erde durchdringt und sich unten in der Drainageschicht sammelt. Keinesfalls darf der gesamte Wurzelballen im Wasser stehen!
     
  • Mäßiges Gießen: Auch hier wird die Erde durchweg angefeuchtet, doch lässt man zwischen den Gießintervallen ca. 3 bis 5 Zentimeter der obersten Erdschicht abtrocknen. Hat der Kübel oder Blumentopf ein Abflussloch, sollten nur wenige Tropfen nach außen abfließen. Ohne Abflussöffnung sollte die Drainageschicht nur geringfügig vom Wasser durchdrungen werden. 
     
  • Sparsames Gießen:  Dazu wird die Topferde nur leicht angefeuchtet. Zwischen den Wassergaben darf der Ballen bis zu zwei Dritteln austrocknen. Um das zu erreichen, gießt man zunächst nur so viel, bis die Oberfläche feucht ist. Nachdem das Wasser in die Erde versickert ist, prüft man mit einem Holzstab, wie tief es in den Wurzelbereich vorgedrungen ist. Zeigen sich bis in 2/3 Tiefe noch trockene Bereiche, gibt man noch etwas Wasser hinzu. Auf keinen Fall sollte das Wasser durch Abflussloch abfließen oder sich in der Drainageschicht sammeln. Beim sparsamen Gießen gilt: Im Zweifel lieber weniger als mehr!

Sieben Pflanzen mit besonders geringem Wasserbedarf

Wer nicht über den sprichwörtlichen "grünen Daumen" verfügt, aber auch wenig Zeit oder Lust hat, sich mit den unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Pflanzen zu befassen, muss nicht auf die Vorteile begrünter Wohnräume verzichten! Zum Glück gibt es Zimmerpflanzen, die Pflegefehler locker wegstecken und nur einen geringen Wasserbedarf haben. Man kann sie auch mal austrocknen lassen, unregelmäßig gießen und nur alle Jubeljahre mal düngen: sie bleiben trotzdem ganz gut in Form und beeindrucken mit ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit!

Bei den hier aufgeführten Helden der Genügsamkeit dürfen Sie nur eines nicht tun: zu häufig und zu viel gießen!

  1. Bogenhanf (Sansevieria trifasciata): seine schwertförmigen, aufrecht stehenden Blätter sind grün bis gelblich-weiß marmoriert. Ja nach Art wächst der Bogenhanf sehr langsam 10 bis 80 cm hoch. "Mäßig wässern" ist angesagt, aber wenn man es mal ein paar Wochen vergisst, nimmt er es auch nicht übel.
     
  2. Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata): erinnert an eine Palme, doch fällt der im unteren Bereich verdickte Stamm auf, in dem die Pflanze Wasser speichert. Am oberen Stammende entspringen viele schmale Blätter in einem dichten Büschel. Die Pflanze verträgt große Temperaturschwankungen und wird 80 bis 150 cm hoch. Sie mag sonnige Standplätze und kommt auch mal Monate lang ohne Wasser aus.
     
  3. Pfennigbaum, Dickblatt: eine schier unkaputtbare sukkulente Pflanze, die in ihren dicken Blättern Wasser für Notzeiten speichert. Wächst strauchartig, hat kleine runde Blätter und übersteht auch längere Trockenphasen locker.
     
  4. Glücksfeder (Zamioculcas): sie bildet mehrere senkrechte Stile, an denen dicke runde Blätter wachsen. Diese bleiben bei wenig Licht dunkelgrün, färben sich jedoch heller, sobald die Pflanze mehr Licht bekommt. In langen Trockenphasen wirft sie schon mal Blätter ab, die wachsen jedoch schnell nach, wenn wieder gegossen wird.
     
  5. Grünlilie (Chlorophytum comosum) : wächst in großen Büscheln mit schmalen Blättern fast "wie Unkraut" und braucht dennoch wenig Wasser, das sie in ihren verdickten Wurzeln speichert. Sie gedeiht auch an ungewöhnlichen Standorten auf Schränken oder an schattigen Plätzen. Nach der Blüte bildet sie viele kleine Ableger, die sich sofort weiterverpflanzen lassen.
     
  6. Gliederkaktus (Schlumbergera): ihm genügt einmaliges Gießen in zwei Wochen. In der kühlen Jahreszeit erfreut er dann mehrmals mit vielen Blüten in knalligem Pink.
     
  7. Aloe Vera: Lange, spitz zulaufende Blätter in grün oder weiß gefleckt wachsen in Form einer Rosette, oft besetzt mit Dornen an den Rändern. Auch sie speichert Wasser in den Blättern, eine Fähigkeit, die ALOE VERA als Bestandteil von Hautcremes beliebt macht.

 

Fragen und Antworten zum richtigen Gießen

Sie haben Fragen, die in diesem Ratgeber nicht beantwortet wurden? Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie an. Fragen und Antworten zum Thema, die den Artikel ergänzen, veröffentlichen wir künftig in diesem Bereich.

Zum vorherigen ArtikelZum nächsten Artikel
Diesen Artikel teilen

Neuen Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Eingeschränktes HTML

  • Zulässige HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.