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Ratgeber Gartenplanung Teil 2: Noch mehr beliebte Gartenstile

Einen Garten neu gestalten oder umfangreich umbauen gehört zu den schönsten Herausforderungen, die das Gartenhobby zu bieten hat. Aber welcher Gartentyp soll es werden? Im Teil 2 dieses Ratgebers stellen wir weitere beliebte Gartenstile vor und geben Tipps für die Umsetzung im Privatgarten.

Die Entscheidung für einen bestimmten Gartenstil fällt in aller Regel nicht allein aus ästhetischen Gesichtspunkten. Am Anfang der Planung steht statt dessen eine Bedarfsanalyse: Welche Nutzungen sollen im Garten möglich sein? Wieviel Arbeit will man in die Pflege investieren? Im ersten Teil unseres Ratgebers Gartenplanung finden Sie eine Liste mit sinnvollen Vorüberlegungen, die Ihre Wahl eines geeigneten Gartenstils vorbereiten können. Auch stellten wir fünf beliebte Gartenstile mit ihren typischen Gestaltungselementen vor, denen nun weitere folgen sollen.

Bei alledem kommt es nicht darauf an, alles buchstabengetreu umzusetzen. Jede Situation ist anders und es spricht nichts dagegen, sich inspirieren zu lassen und am Ende einen ganz individuellen Garten zu gestalten. Lassen Sie also weg, was nicht passt, und nehmen Sie dazu, was Ihnen gefällt. Denn das Wichtigste ist, dass Sie sich mit Ihrem Garten wohl fühlen - nicht nur am Anfang, sondern auf Dauer.

Der Landhausgarten / Cottage Garten

Raus aus der Stadt, rein ins idyllische Landleben - so könnte man die wesentliche Motivation zur Entwicklung des Landhausgartens beschreiben. Wie der Name schon sagt, umgibt der Landhausgarten ein Haus auf dem Land, das allerdings kein Bauernhof ist, sondern von Städtern bewohnt wird, die ihren Traum vom Landleben verwirklichen. Somit hat der Landhausgarten verschiedene Wurzeln, die bis zur römischen Villa auf dem Land zurück reichen, aber auch die Traditionen des englischen "Cottage-Garten" (=Landhausgarten) aufnehmen.

Manche Autoren machen einen Unterschied zwischen dem "Landhausgarten" und dem "Cottage-Garten", doch wenn es dann an die Schilderung der einzelnen Komponenten und Elemente geht, wirkt die Unterscheidung doch sehr beliebig bis überflüssig. Immer zeigt sich: der Landhausgarten verbindet die typischen Formen bäuerlicher Nutzgärten mit vielen dekorativen, gerne romantischen Gestaltungselementen. Diese sind zwar klar durchgeplant, vermitteln jedoch den Eindruck "sanft gezähmter Wildnis" durch üppig ausufernde Blütenpracht und (vermeintlich) wild rankende Kletterpflanzen.

Bei der Planung eines Gartens im Landhausstil haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Die formale Gestaltung:  Gerade Gartenwege führen durch klar strukturierte, gerne mit Buchsbaumhecken eingefasste Beete. In Form geschnittene Gehölze setzen Blickpunkte, doch geben üppige Staudenbeete mit reich blühenden Sommerblumen und ausufernde Kräuterbeete der Anlage die erwünschte, partiell etwas "wildere" Optik.
     
  2. Die spielerische Gestaltung: Hier schlängeln sich die Wege durch naturnah gestaltete Beete. Rundliche, geschwungene Formen dominieren das Bild. Gerne führen gewundene Graspfade zu Pavillons, Gartenteichen oder anderen idyllischen "Gartenzimmern".

Wer nur einen kleinen Garten gestaltet, sollte sich eher für die formale Gestaltung entscheiden. Je mehr Platz zur Verfügung steht, desto eher empfiehlt sich die spielerische Variante, die es ermöglicht, verschiedenste Gartenräume zu erschaffen. Beide Varianten gehören nicht zu den pflegeleichtesten Gartenstilen, denn es bedeutet schon Arbeit, die jeweiligen Strukturen und die Anmutung "sanft gebändigter Wildheit" aufrecht zu erhalten. Insbesondere Stadtmenschen unterschätzen diesen Pflegebedarf gerne, doch bietet die Gartenarbeit - lässt man sich darauf ein -  immerhin einen gesunden Ausgleich für sitzende Bürotätigkeiten in geschlossenen Räumen.

Gestaltungselemente im Landhausstil

Wer einen Garten im Landhausstil gestaltet, kann aus einer Vielzahl möglicher Elemente wählen, je nach persönlichem Geschmack und vorhandenem Platz. Typisch für den Landhausstil sind die folgenden Komponenten:

  • Der äußere Rahmen: Mauern, Hecken und Zäune. Englische Cottage-Gärten sind oft von Mauern umgeben, doch erfüllen auch dunkle, blickdichte Hecken den Zweck, einen ruhigen Hintergrund für vielgestaltige und bunt blühende Pflanzen zu bilden. Gut geeignet sind Eiben, aber auch Laub abwerfende Heckenpflanzen wie Hainbuchen oder Rotbuchen. Einfache Zäune mit unregelmäßigen Latten sind ebenfalls typisch, gerne mit Rankpflanzen umwunden, die für den romantisch-wilden Touch sorgen.
     
  • Sinnvolle Strukturierung, verschiedene "Gartenzimmer": Schaffen Sie nach Möglichkeit und Platz mehrere Bereiche im Garten, die durch Hecken und Sträucher (z.B. Haselnuss, Rhododendren, Holunder, Flieder, Sommerflieder) voneinander abgegrenzt und durch Wege verbunden sind. Eine Sitzgruppe, ein Pavillon, ein Gartenteich mit Holzdeck am Ufer, der Gemüsegarten, ein Senkgarten oder auch einzelne Pflanzengruppen können so abgeteilt werden. Elemente wie Rosenbögen und Rankspaliere markieren Über- und Durchgänge.
     
  • Gartenwege und Plätze: Ob gerade oder geschwungen, die Wege im Landhausgarten sollen möglichst natürlich wirken. Kurz geschnittene Rasenpfade, Natursteinplatten, Holzplanken, Kies, Mulch oder auch in Muster gelegte Klinker kommen in Frage. Kleine Treppen ergänzen die Wege, sollte Ihr Garten Höhenunterschiede aufweisen. Natursteine sind auch das Material der Wahl für Terrassen und Sitzplätze, gerne mit etwas Grün zwischen den Fugen. Es gibt spezielle Mischungen (Fugengrün) für die Begrünung rund um locker verlegte Platten und Pflasterungen.
     
  • Beetumrandungen: Neben den klassischen Beetumrandungen aus kleinformatigem Buchsbaum können auch niedrige Weidenzäune, Haselgeflechte, Natursteine, Klinker oder Ziegelsteine Verwendung finden. Letztere sind pflegeleichter als Buchsbäume, da diese regelmäßig in Form geschnitten werden müssen.
     
  • Obstbäume und Sträucher:  Zum ländlichen Charakter des Gartens gehören - sofern Platz vorhanden - natürlich Obstbäume (Apfel, Birne, Kirsche, Quitte) und Beerensträucher (Brombeere, Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere).  Überlegen Sie gut, wo Sie diese platzieren, am besten dort, wo sie besonders malerisch wirken.
     
  • Stauden und Sommerblumen: Üppig blühende Beete, die gerne ausufern dürfen, sind die Hauptdarsteller im Landhausgarten. Der Garten soll heiter und zwanglos wirken, also sind Pflanzen mit lockerem Habitus den strenger wirkenden vorzuziehen. Typisch sind heimische Pflanzen wie Sonnenblumen, Sonnenhut, Rittersporn, Akelei, Margeriten, Lupinen, Stockrosen, Nelken und Geranien. Ringelblumen, Fingerhut und Königskernze sähen sich selbst immer wieder aus und tauchen an anderen Plätzen auf - genau richtig für den Landhausstil, der nie "überpflegt" bzw. allzu geordnet aussehen soll. Auch Kletterpflanzen wie Clematis, Trompetenblume und Glyzinien können Mauern und Zäune überwuchern.
     
  • Rosen: Kein Landhausgarten ohne Rosen! Auf Rosenbögen und anderen Rankhilfen, am Haus, kletternd und als Strauchrosen sind sie nicht wegzudenken und sorgen für den typischen Charme des Landhausgartens mit einem Hauch Eleganz. Es müssen keine englischen Rosen sein, man bevorzugt jedoch alte Sorten, die "romantisch wild" und duftend den Garten verzaubern.
     
  • Gemüse:  Da ein Landhausgarten immer auch der Selbstversorgung diente, bekommen auch Gemüse und Kräuter ihren Platz. Zum einen macht es Freude, den Küchenplan mit eigenen Erzeugnissen zu bereichern, zum anderen haben verschiedene Gemüse auch einen dekorativen Wert. Pflanzen Sie Tomaten, Rosenkohl, Mangold, Rhabarber und Rotkohl, durchaus auch mal zusammen mit Stauden und Sommerblumen in dasselbe Beet. Selbstverständlich kann zum Landhausgarten auch ein Gewächshaus gehören.
     
  • Gartenmöbel und Gartendeko: Ziel ist, die romantische Stimmung vergangener Zeiten zu inszenieren. Verschnörkelte, schmiedeeiserne Gartenmöbel passen wunderbar, ebenso hölzerne Gartenbänke, Sessel und Tische. Richtig alte Möbel, die bereits eine gewisse Patina aufweisen, sind ein Glücksfall, doch hat auch der modische Trend zum Shabby Chic im Landhausgarten seine Berechtigung. Als Deko-Objekte sind alte gärtnerische Gebrauchsgegenstände beliebt, etwa Heugabeln, Leitern als Rankhilfen, metallene Eimer, Gießkannen und Zinkbadewannen, die fantasievoll bepflanzt werden. Witzige Vogelscheuchen und Wasserspiele, Vogeltränken und Vogelhäuschen, Tierfiguren aus Steinguss sind weitere Möglichkeiten. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, doch achten Sie darauf, den Garten nicht mit zuviel Deko zu schmücken, da dies dem ländlichen Flair widersprechen würde.

Wie Sie sehen, bietet ein Garten im Landhausstil unzählige Möglichkeiten für die individuelle Gestaltung. Daher zählt er heutzutage zu den beliebtesten Gartenstilen, wenn auch viele Gartenfreunde ihre Gärten so gestalten, ohne bewusst an den "Landhausstil" zu denken.

Der japanische Garten

Sehnen Sie sich nach einem Ort meditativer Ruhe, nach Harmonie und Konzentration auf das Wesentliche? Dann ist vielleicht der Japan-Garten der passende Gartenstil für Sie, denn diese Werte sind bestimmende Elemente der Japanischen Gartenkultur.

Stilbildend für den japanischen Garten sind verschiedene Einflüsse, darunter das ursprünglich aus China stammende Feng Shui, die Lehre vom Wohnen in Harmonie. Gleichermaßen wichtig ist der ZEN-Buddhismus, eine sehr japanische Variante des Buddhismus, die auf allen Pomp und sämtliches „Brimborium“ verzichtet und so zum modernen Trend zum Minimalismus gut passt.

Stein, Moos, Wasser und Bäume sind die wesentlichen Elemente im japanischen Garten. Trotz seiner Schlichtheit zählt er zur hohen Gartenkunst und ist nicht wirklich pflegeleicht. Wenn Sie ein vollkommen authentisches fernöstliches Refugium planen, sollten Sie sich von einer auf solche Gärten spezialisierten Fachfirma beraten lassen und über die einzelnen Symboliken und Interpretationen informieren.

Wenn Sie weniger Wert auf hundertprozentige Stimmigkeit legen, können Sie Ihren Japangarten auch einfach aus verschiedenen, typischen Elementen nach eigenem Geschmack zusammen stellen. Ein Weg, den immer mehr Gartenfreunde beschreiten, weshalb man auch etwas unscharf vom "asiatischen Garten" spricht, der die verschiedenen fernöstlichen Komponenten ohne Blick auf die Traditionen individuell nutzt.

Erschaffen Sie ihre ureigene Oase der Stille, in der Auge und Seele entspannen können! Folgende Prinzipien und Elemente eines japanischen Gartens kommen in Betracht:

  • Hügel und Senken:  "Landschaft" ist zweifellos ein Grundmotiv japanischer Gärten. Falls möglich, schaffen Sie verschiedene Niveaus auf Ihrem Grundstück durch die Anlage von Hügeln und abgesenkten Bereichen, die sanft ineinander übergehen.
     
  • Wasser, Stein, Moos und Baum sind die Grundelemente im japanischen Garten. Die Kunst besteht darin, sie so zu kombinieren, dass ein ruhiger, fließender Gesamteindruck ohne Ecken und Kanten entsteht. Gerade Wege, kantige Einfassungen, Betonstelen aus dem Baumarkt sind im Japangarten fehl am Platz.
     
  • Teiche und Wasserläufe: Wasser ist ein wichtiges Element im japanischen Garten. Oft führt eine kleine Brücke über einen Teich oder Wasserlauf, ist der Teich größer, gibt es eine Insel, die über die Brücke erreichbar ist. Auch auf beschränktem Raum in kleineren Gärten lässt sich zumindest ein Wasserspiel installieren, gerne in der Variante als Wasserfall.
     
  • Kies und Stein, symbolisches Wasser: Wo es nicht möglich ist, einen Teich oder Wasserlauf anzulegen, tut es auch ein japanisch gestaltetes Kiesbett, das einen Teich oder Wasserlauf symbolisiert. Der Kies sollte hell sein und die Größe von 8 mm haben, damit er sich gut in die typischen Wellenmuster harken lässt und diese Form auch behält.

    Zengarten, Kies als symbolisches Wasser
    Diese Art Steingarten heißt auch "Betrachtungsgarten" bzw. "Meditationsgarten", da man sich in die welligen Kiesstrukturen gut meditativ versenken kann. Eine Fläche ganz aus geharktem Kies wäre allerdings doch etwas eintönig, deshalb gehören hier und da herausragende Findlinge dazu, die dem Auge mehr Halt bieten. Inmitten oder an den Rändern der Kiesbeete passen kleine Bäume, Moosflächen oder kleinblättrige Bodendecker.
     
  • Pflanzen: Grün ist die dominierende Farbe im japanischen Garten. Blattschmuckstauden, Farne, Gräser, Bodendecker und sehr flachwüchsige Stauden spielen die Hauptrolle. Immergrüne Formgehölze wie Kiefern, Büsche und Hecken geben Struktur. Oft finden sich rundlich bis skurrile Baumformen, wie sie etwa Bergkiefer, Mädchenkiefern und Japanstechpalme (Ilex crenata) aufweisen. Auch Scheinbuchen, Schwarzkiefern und Eiben lassen sich im japanischen Stil formen. Den Kontrast dazu bilden natürlich wirkende Pflanzen wie z.B. Glockenblumen, Gräser, niedrige Bambusarten, Farne, Moose, Iris. Allerdings darf der Garten nie "bunt" wirken, es darf also nicht zuviel auf einmal blühen. Kirschblüte, Kamelie und Iris setzen Highlights während der Saison, herbstverfärbende Gehölze feiern den Abschluss des Jahres.
     
  • Koi-Haltung: Größere Gartenteiche, die dem japanischen "Nationalfisch" genug Bewegungsraum zur Verfügung stellen, sieht man in europäischen Gärten immer häufiger. Urpsprünglich stammt der Koi nicht aus Japan, sondern aus China, wo er etwa 500 vor Christi bei der Flusskarpfenzucht als Farbmutation entstanden ist. Im 7. Jahrhundert wurden die Kois auf japanischen Reisfeldern ausgesetzt, wo es zu erneuten Farbmutationen kam. Mittlerweile gibt es auch bei uns Koi-Austellungen und Koi-Züchtervereine, sowie immer mehr begeisterte Koi-Freunde mit eigenem Koi-Teich. (Tipps für die Planung des Teichs finden Sie auf Gartentipps.com.)
     
  • Teehaus: Wenn das Grundstück groß genug ist, kann der japanische Garten als Teehaus-Garten angelegt werden. Dabei führt ein natürlich gewundener, mit Natursteinplatten belegter Pfad durch den Garten zu einem Pavillon aus dunklem Holz, in dem traditionell Tee-Zeremonien stattfanden. Entsprechende Pavillons im asiatischen Stil sind im Handel erhältlich.
     
  • Gartendeko: Steinlaternen, Buddha-Statuen, Mini-Pagoden und andere Accessoires für den asiatischen Garten sind im Handel in vielen Varianten erhältlich. Weniger ist hier mehr! Beschränken sie sich auf ganz wenige, ausdrucksstarke Elemente, so dass der ruhige Gesamtcharakter nicht wegen zu viel Deko verloren geht.
     
  • Sichtschutz: Schützen Sie Ihre Oase der Ruhe vor fremden Blicken. Stilecht sind Sichtschutzwände und Rankgitter aus Bambusrohren oder -geflecht, doch können Sie auch winterharten Bambus pflanzen, der die Funktion einer Hecke übernimmt. Dafür empfehlen sich die horstig wachsenden, nicht wuchernden Gartenbambus-Sorten (Fargesia), die auch im Winter grün bleiben und weder viel Platz noch Wurzelsperren benötigen.

Der Bienengarten

Ein neuartiger Gartenstil ist der Bienengarten, der auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin vorgestellt wurde. Die Honigbiene hat zwar länger schon massive Probleme: wegen unserer Landwirtschaft, die keinen Platz für Wildpflanzen mehr lässt, wegen Umweltgiften und Krankheiten, die die Bienen schwächen. Gleichzeitig oder gerade deshalb interessieren sich auch immer mehr Menschen für die Bienenhaltung, vermehrt sogar in der Stadt. Gärten werden gepachtet, nur um Bienen zu halten. Auf Dächern und in Hinterhöfen werden Bienenkästen aufgestellt. Die Zeit ist also reif für den Bienengarten!

Der preisgekrönte Bienengarten auf der IGA wurde von den Garten- und Landschaftsplanern "Fugmann Janotta Partner" entwickelt. Moderne gestalterische Elemente passen wider Erwarten sehr gut zum naturnahen, ökologischen Charakter der Anlage. Wenn Sie ebenfalls vorhaben, einen Teil Ihres Gartens zum Bienenrefugium umzugestalten, lassen Sie sich durch folgende Elemente inspirieren:

  • Das Bienenhaus: Es muss nicht immer ein klassischer Bienenkasten sein! Mit ein wenig DIY-Knowhow lässt sich das Bienengehäuse ganz schön aufpeppen und mit einer modernen Optik versehen. Wichtig ist ein stabiler Ständer, so dass der Kasten auf keinen Fall umfallen kann. Er sollte möglichst wettergeschützt stehen, zur Not baut man den Kasten gleich mit einem Dachüberstand. Weitere Details rund um den Eigenbau und Betrieb eines Bienenheims finden Sie auf Bienenkiste.de.
     
  • Obstbäume: Bienen benötigen blühende Bäume und Pflanzen quer durch die Saison. Apfel-, Birnen- und Kirschbäume bezaubern im Frühling mit ihrer umfangreichen Blütenpracht - zur Freude der Bienen, die hier sehr viel Nektar in nächster Nähe vorfinden.
     
  • Heimische Pflanzen und Kräuter: Mit den hoch gezüchteten Blühpflanzen vieler Ziergärten können Bienen oft nichts anfangen. Im Bienengarten sollten nektar- und pollenreichen Pflanzen, heimische Wildkräuter, Wild- und Duftpflanzen wachsen, an die die Honigbiene lange schon angepasst ist. Für eine abwechslungsreiche Wiese empfehlen sich bunte Wiesenmischungen, die der Gartenbedarfshandel anbietet.
     
  • Duftbeete: Beete mit einer Mischung besonders duftender Pflanzen bieten nicht nur den Bienen, sondern auch den Menschen ein gärtnerisches Highlight. Hier wachsen zum Beispiel: Wiesen-Kerbel, Wundklee, Betonie, Zittergras, Wegwarte, Herbstzeitlosem, Herbstblühender Krokus, Pfingst-Nelke, Natternkopf, Lavendel, Kamille, Pimpinelle, Braunelle, Wiesen-Salbei, Blaustern,Wildtulpe und Schwarze Königskerze.
     
  • Insektenhotels:  Da dort, wo Bienen keine Nahrung mehr finden, auch andere Insekten massiv verschwinden, sollten Insektenhotels für andere Insekten, insbesondere für Wildbienen und Hummeln nicht fehlen.

    Insektenhotel  
  • Bienen- und Insektentränke: Ein Wasserstein mit mittigem Wasserauslauf kann als Insektentränke dienen. Dank einer vertieften Mulde haben hier alle Insekten die Möglichkeit, wassernah zu landen und zu trinken. Selbstverständlich kann die Tränke auch ganz anders aussehen, wichtig ist jeweils ein flach ansteigender Bereich, so dass die Tiere vorsichtig zum Wasser krabbeln können.
     
  • Sitzgruppe: Selbstverständlich sollten auch Menschen einen Platz im Bienengarten bekommen, um das geschäftige Treiben aus gebührendem Abstand beobachten zu können. In unserem Beispiel geht es modern-minimalistisch zur Sache: es genügen zwei Schalensessel auf filigranen Stahlgestellen und ein Tischchen im selben Stil zum Abstellen etwaiger Getränke. Der rote Sonnenschirm korrespondiert farblich mit dem rot gestrichenen Bienenkasten - ansonsten dominiert die Farbe Grün.

    Wasserstein  
  • Waben als Gestaltungselement: Im IGA-Beispiel für einen modernen Bienengarten wurde die Wabe als gestalterisches Element vielfach eingesetzt: Ein sechseckiger Sonnenschirm beschirmt die kleine Sitzgruppe, die auf einer sechseckig betonierten Piazza steht. Die Tränken und Insektenhotels sind wabenförmig, ebenso einige Leuchtelemente, die in die Garten-begrenzende Mauer integriert wurden. Eine schöne Idee, aber natürlich nur ein Beispiel für viele mögliche Gestaltungsvarianten.

Weitere fünf Gartenstile stellen wir in Teil 1 dieses Ratgebers Gartenplanung vor. Dort finden Sie Infos zum Bauerngarten, Naturgarten, modern- minimalistischen Garten, mediterranen Garten und zum Bundeskleingarten.

Fragen und Antworten zu den Gartenstilen

Sie haben Fragen zu den Gartenstilen? Nutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie an. Fragen und Antworten zum Thema, die den Artikel ergänzen, veröffentlichen wir künftig in diesem Bereich.

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