Ratgeber
Wohnzimmer skandinavisch

Skandinavisch wohnen und einrichten - was passt dazu?

Weder schnelllebige Mode noch vorübergehender Trend: Der skandinavische Wohnstil ist gekommen, um zu bleiben. Klare Linien, freundliche Farben, natürliche Materialien und Deko-Motive aus der Natur vermitteln ein Wohngefühl der Leichtigkeit und Lässigkeit, die nicht nur im Norden gefällt. Individuell gestaltbar von pastellig-bunt und gemütlich bis zu cool und minimalistisch. Lesen Sie mehr über die Basics skandinavischen Wohnens und erfahren Sie, was gut dazu passt!

Inhalt:

Tipps für die passende Deko und Beleuchtung finden Sie in den einzelnen Kapiteln.

Nordische Natur: die Wurzeln des skandinavischen Stils

Vor dem Befassen mit Details hilft ein Blick aufs Ganze: auf die Wurzeln des skandinavischen Stils, der in Natur und Klima der Länder des Nordens entstanden ist. Eisige Gletscher, kristallklare Fjorde, weite Seen- und karge Berglandschaften, sowie tiefe Wälder bilden die beeindruckende Natur in den Ländern Norwegen, Schweden und Finnland, Dänemark und Island, die wir umgangssprachlich zu Skandinavien zählen.

Typisch für die Nordländer ist der entspannte, gelassene Lebensstil, der sich in großer Naturverbundenheit und der Bevorzugung einfacher, praktischer und unverschnörkelter Dinge zeigt. Da die Winter lang und stockdunkel sind, spielen helle Farben, Licht und gute Beleuchtung eine große Rolle, ebenso wie die Inszenierung von Gemütlichkeit. In Dänemark nennt man das Lebensgefühl, das der oft widrigen Natur entgegen gesetzt wird "Hygge" - ein Zustand des Wohlbefindens, der Gemütlichkeit, Glück und Geborgenheit umfasst.

Dabei bedeutet diese "Gemütlichkeit" etwas ganz anderes als in der altdeutschen Tradition dunkler Gründerzeitmöbel oder der bunt-überladenen Popkultur und Flohmarkt-Ästhetik der 70er-Jahre: Klarheit und Schlichtheit, aber auch gute Qualität in Design und Verarbeitung sind typisch für die skandinavische Wohnkultur, die jedoch nie elitär sein will, sondern ganz im Gegenteil für die Demokratisierung der schönen Dinge steht. (Das einst "unmögliche" Möbelhaus aus Schweden verbreitet diese Philosophie des nordischen Wohnens mittlerweile in der ganzen Welt).

Skandinavisch wohnen: 7 Grundsätze und typische Elemente

Zieht man die vielfältigen Quellen zu Rate, die skandinavische Einrichtungen zeigen und beschreiben, fällt auf, dass sehr unterschiedlich gestaltete Räume zum "skandinavischen Stil" gezählt werden.

  • Zum einen sind das z.B. in weiß gehaltene Wohnräume mit Möbeln und Textilien in sanften Pastelltönen (siehe letztes Bild),
  • andrerseits sieht man auch Wände mit großflächig eingesetzten Naturmotiven, kombiniert mit starkfarbigen Akzenten (z.B. unser Titelfoto). 

Und das sind nur zwei Beispiele aus der großen Vielfalt skandinavisch eingerichteter Räume, die durchaus unterschiedlich wirken können: sehr warm oder eher kühl, sachlich und praktisch, gelegentlich auch mal stylish und minimalistisch - und im skandinavischen Landhausstil sogar rustikal.

Es gehört durchaus zu den Schönheiten skandinavischen Wohndesigns, dass der "nordische Stil" eine breite Palette unterschiedlicher Raumgestaltungen umfasst. Um jedoch sortieren zu können, was dazu passt und was nicht, seien hier die Gestaltungsgrundsätze des "Skandi-Designs" und einige typische Elemente kurz aufgezählt:

  1. Keep it simple: klar und einfach, unverschnörkelt, gradlinig und praktisch, schlichte Formen und Silhouetten, nichts Prunkvolles, gar Protziges.
     
  2. Form follows function: auch die Bauhaus-Maxime, dass die Form der Funktion folgt, wird dem Stil oft zugeordnet, allerdings fehlt der skandinavischen Version die Strenge (und Kälte), die dieses Prinzip in seiner klassischen Tradition hervorbringt.
     
  3. Lagom (ausgesprochen: lah-gomm): schwedische Philosophie des richtigen Maßes, die auch in der Einrichtung Anwendung findet. Bedeutet: Nicht übertrieben bunt, aber auch nicht zu eintönig, gar "grau in grau" - eben genau richtig. Weder wildes Durcheinander noch extreme minimalistische Leere, nicht verschwenderisch, aber auch nicht asketisch, eben genau richtig.
     
  4. Naturverbunden, Natur als Vorbild: Naturmaterialien wie helles Holz, Wolle, Baumwolle, Leinen, Fell und Flechtwaren kommen zum Einsatz, Naturmotive (Blätter, Blumen, Tiere) werden als Muster genutzt, natürliche bzw. organische Formen finden sich in der Gestaltung von Möbeln und Wohnaccessoires.
     
  5. Viel Licht und Helligkeit: Weiße Wände, weiße Schränke und Regale, weiß gestrichene Dielen, viele Fenster, Lampen und Pendelleuchten, Verzicht auf schwere Gardinen.
     
  6. Farbpalette und Muster: Neben Weiß spielt rauchiges Grau eine große Rolle, sowie pudrige Pastellfarben, Akzente und grafische Muster in Gelb, Grün, Blau, oder auch black & white.
     
  7. Gemütlichkeit ("Hygge"): alles, was zum Wohlbefinden beiträgt, Kuscheligkeit, Kissen, Decken, Kerzen, ein großer Tisch fürs gemütliche Zusammensein, Lieblingsmöbel.
Windlicht LUMIRA im Shabby Chick,  Deko-Leuchtstern STAR - VIVANNO

"Hyggelig" von VIVANNO: Windlicht LUMIRA im Shabby Chick, Deko-Leuchtstern STAR
 

 

Skandinavisch einrichten: Schränke, Regale, Sideboards

Die Ausgangsbasis: Skandinavisch eingerichtete Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer haben - den o.g. Prinzipien entsprechend - meist weiße oder Holz-getäfelte Wände, dazu Dielenböden, mal im natürlichen hellen Holzton, gerne auch weiß gestrichen. An den Fenstern helle Gardinen oder gar keine Vorhänge. Auch noch ganz leer sehen solche Räume richtig gut aus, was man als Mahnung verstehen kann, sie auf keinen Fall voll zu stellen: Weniger ist im skandinavischen Design mehr, es trendet mehr in Richtung Minimalismus als in Richtung Vollausstattung!

Aber betrachten wir die verschiedenen in Betracht kommenden Möbel im Einzelnen auf ihre Verwendbarkeit im skandinavischen Wohnstil:

1. Schränke und Regale

Niemals massive dunkle Schränke, "barocke" Wohnzimmerschrankwände sind ein NoGo! Statt dessen Regalsysteme mit offenen und wenigen geschlossenen Elementen, meist aus hellen Hölzern (Kiefer, Fichte, Birke, Esche) oder ebenfalls in Weiß, sowie mit metallic oder schwarz lackierten Gestellen. Wo Schränke unvermeidlich sind (Schlafzimmer), sind es eher schmale, ebenfalls weiße Schränke, die sich optisch in die weiße Wand einfügen, jedenfalls nicht "erdrückend" wirken.

Dazu passt:

  • Um Ordnung in Regalen und Schränken zu schaffen, eignen sich Regalkörbe hervorragend, z.B. die Modelle BASKO, die aus verschiedenen Naturmaterialien (Weide, Seegras, u.a.) gefertigt werden, punktgenau passend zu den bekannten IKEA-Regalen.
     
  • Im Schlafzimmer verschwindet die gebrauchte Wäsche stilgerecht in einem Wäschekorb oder einer Wäschetruhe - insbesondere eignen sich Modelle aus Weidengeflecht, die sowohl im Naturton als auch in Weiß erhältlich sind.
     
  • Die Holzregale DISTENSIO und RAYONA von VIVANNO harmonieren sehr gut mit der skandinavischen Präferenz für helles Holz und der viel genutzten Farbe Grau. Auch im Styling entsprechen sie perfekt der nordischen Schlichtheit.
Holzregale aus hellem Holz mit Fiberzementplatten in Blaugrau

Von VIVANNO: Holzregale DISTENSIO und RAYONA

2. Sideboards, Lowboards und Kommoden

Sideboards und Kommoden, weiß lackiert oder aus hellem Holz, stehen oft auf schlanken, hohen, ebenfalls hölzernen Beinen. Dieses Stilelement findet sich auch bei Sofas, Sesseln und Schränken, denn so vermittelt sich ein Eindruck von Leichtigkeit und Luftigkeit, obwohl es sich doch um voluminösere Möbelstücke handelt. Dass man mit dem Staubsauger oder -Wischer gut unter solche Möbel kommt, ist auch eine Erwähnung wert!

Dazu passt:

  • Auf niedrigen Schränkchen finden Dekoschalen und Pflanzschalen ihren optimalen Platz. Insbesondere weiße Schalen oder Schalen aus dünnwandigem Sandstein in Grau oder Weiß passen hervorragend zum skandinavischen Ambiente.
     
  • Als originelle Holz-Deko passt auch mal ein Tablett, z.B. das Modell QUATTRO im Shabby Chick (weiß/natur) mit vier extra Kästchen, die man auch bepflanzen kann. Grundsätzlich harmoniert Shabby Chick mit skandinavischem Design, insbesondere wenn die Palette Weiß/Grau/Pastellfarben im Raum eine Rolle spielt. Die beiden Holztabletts SERVIRE (rund) und SERVIRO (eckig) bieten sogar explizit eine "skandinavische Optik" in Weiß.
     
  • Will man möglichst wenig Schrankartiges im Raum stehen haben, um z.B. den minimalistischen Stil auszureizen, dann braucht es oft trotzdem irgendwo eine Ablage. Für diesen Zweck eignen sich Podeste und Dekotische, insbesondere das filigrane Modell AMIGO mit weißer Sandsteinplatte und Gestell in Silber. 

Skandinavisch einrichten: Tische, Stühle, Sessel, Sofas

1. Tische

Gemeinsam essen, mit Familie und Freunden genussvolle Stunden rund um einen gastlichen Tisch zu verbringen - das ist genau jenes glückliche Wohlbefinden, das mit dem Begriff "Hygge" gemeint ist. Also steht in jeder skandinavisch eingerichteten Wohnung ein großer Tisch aus Holz, mal rund, mal als lange Tafel oder auch mal oval. Ein häufiges Stilelement sind leicht schräg nach außen geneigte Tischbeine. Tischplatte und Beine sind - wie viele nordische Möbel - aus hellem Holz oder weiß, gerne auch beides in Kombination.

Dazu passen:

  • Je größer der Tisch, desto besser passt eine schöne Dekoschale in die Mitte: mit Obst, mit Knabbereien oder auch mit duftenden Kerzen für das "hyggelige" Gefühl. Z.B. die Schalen SMILLA und VIRGINIA aus offenporigem Sandstein mit goldfarbener Innenseite.
     SMILLA und VIRGINIA, Dekoschalen aus Sandstein

     

  • Um den Tisch ins rechte Licht zu rücken, sind von der Decke hängende Pendelleuchten ideal. Im VIVANNO-Sortiment finden sich moderne Pendelleuchten aus dünnwandigem Sandstein in Weiß, Grau und Anthrazit, die sehr gut mit dem skandinavischen Stil harmonieren.
     
    Pendelleuchte VIVANNO MONA

    Pendelleuchte VIVANNO MONA aus Sandstein / weiß

     

2. Stühle

Stühle im "Scandinavian Design", die rund um den Esstisch stehen, können vielerlei Formen haben, werden jedoch niemals einfach aus rechteckig gewinkelten Holzflächen bestehen! Typisch sind abgerundete, organisch wirkende Sitzschalen, gerne wieder mit Beinen aus hellem Holz, doch sind diese häufig gezeigten Stühle bei weitem nicht die einzige Form, die das nordische Design zu bieten hat. Skandinavische Designer gehörten im letzten Jahrhundert zur Avantgarde derjenigen, die sich mit Kunststoffmaterialien, mit Fiberglas und Metallgeflechten befassten, sowie Holz in nie zuvor gesehene Formen bogen. Im "New Scandinavian Design" nehmen junge Designer diese Inspirationen auf und entwickeln eine Vielzahl interessanter Stühle mit und ohne Armlehnen, die heute weltweit beliebt sind, da sie mit vielen Einrichtungen perfekt harmonieren, nicht nur mit dem Skandinavischen. (Hier einige Beispiele skandinavischer Stuhlformen zur Inspiration).

3. Sessel und Sofas

Gemütliches Rumlümmeln auf der Couch, Relaxen im Sessel - darauf muss man auch in einem skandinavisch eingerichteten Wohnraum nicht verzichten. Bequeme, ausladende Ecksofas mit großen Kissen, Zwei- und Dreisitzer, textil gepolstert, häufig in Grau, Blau und Pastelltönen, Creme oder Weiß. Meist stehen die Sofas und Sessel auf hölzernen oder metallenen Füßen und wirken so weniger massiv als klassische Sofas. Sessel-Klassiker mit charakteristischem Design wie etwa moderne Versionen des Ohrensessels (z.B. der Egg Char von Arne Jacobsen) fungieren gelegentlich als Hingucker.

Dazu passen:

  • Kissen mit grafischen oder floralen Mustern,
  • kuschelige Sofadecken mit Fransen für das "hyggelige" Wohlfühlen.
  • Webteppiche mit grafischen Mustern.

Welche Pflanzkübel passen zum skandinavischen Wohnstil?

Pflanzkübel Piazzo Pivolo Holz/Fiberglas
         Pflanzkübel Piazzo Pivolo Holz/Fiberglas

Da die Natur im skandinavischen Stil eine große Rolle spielt, sind natürlich auch lebendige Grünpflanzen in einer solchen Einrichtung nicht falsch! Ganz im Gegenteil passen sie z.B. als große Statementpflanze sehr gut ins insgesamt helle Interieur, Grün passt hervorragend zur Naturfarbenpalette, aus der das nordische Design schöpft.

Aber welche Pflanzkübel kommen in Betracht? Zum einen müssen die Pflanzgefäße selbst den Grundsätzen des skandinavischen Wohndesigns entsprechen, zum anderen kommt es darauf an, welche Stilelemente im jeweiligen Raum dominieren. Konkret bedeutet das zum Beispiel:

  • Kübel mit besonders auffälligen Oberflächen ("Hingucker") kommen meist nicht in Betracht, sondern eher klare, einfache Formen mit schlichter, schöner Optik ("Keep it simple!", "Form follows function").
     
  • Runde, ovale und abgerundete Pflanzgefäße entsprechen dem skandinavischen Faible für naturnahe Formen mehr als eckige.
     
  • Weiße Pflanzkübel, Pflanzschalen und Blumentöpfe harmonieren optimal mit Räumen, die viel Weiß und helles Holz enthalten. Auch Farben wie Anthrazit, Taupe, Sand, Beige und Grau passen oft gut zur skandinavischen Farbpalette, sofern der Kübel insgesamt nicht zu massig wirkt.
     
  • Pflanzgefäße aus Sandstein, sowie Blumentöpfe aus Fiberzement passen gut zum skandinavischen Understatement: unauffällig und doch irgendwie edel, einfach, aber dennoch etwas Besonderes ("Lagom").
     
  • Auch Pflanzkübel aus Flechtmaterialien kommen in Betracht, denn sie entsprechen dem Hang zu Naturmaterialen. Zudem harmonieren sie im Naturton auch sehr schön mit Holz und Flächen in Weiß.

Tipp: Im VIVANNO-Shop stehen Ihnen im Bereich Pflanzkübel zahlreiche Filter zur Verfügung, die es einfach machen, nach den verschiedensten Kriterien zu suchen.

Einige der in diesem Beitrag veröffentlichten Fotos haben wir freundlicherweise von der lieben Kerstin von sanvie.de zur Verfügung gestellt bekommen.

Weitere Wohnstil-Ratgeber finden Sie hier:

Landhaus - Modern - Industrial

Fragen und Antworten

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