Ratgeber
Ziergräßer im Pflanzkübel

Winterharte Kübelpflanzen für Balkon, Garten und Terrasse

Winterharte Kübelpflanzen dienen als Sichtschutzhecke, erschaffen "grüne Wohnzimmer", zieren Eingänge und ergeben attraktive Blickpunkte in der Gartengestaltung. Dieser Ratgeber hilft bei der Wahl geeigneter Pflanzen, klärt Begriffe und gibt Tipps für die Pflege und Einsatzmöglichkeiten kübeltauglicher Gehölze, Stauden und Ziergräser.

Folgende Inhalte finden Sie in diesem Ratgeber:

Der Trend zur Kübelpflanze hat sich zweifellos in den letzten Jahren verstärkt. Man wünscht mehr Grün in den Städten und nutzt immer häufiger auch versiegelte Flächen. Hinterhöfe und Parkplätze werden begrünt, Balkone und Terrassen zu erholsamen grünen Oasen gestaltet. Wo es möglich ist, entstehen Dachgärten. Auch der eigene Garten oder Vorgarten wird mit viel Liebe gestaltet und in Restaurants und Hotels ist "mehr Grün" schon lange die Devise, um für Gäste und Kunden eine möglichst angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Kübelpflanzen draußen: Unschlagbar flexibel, aber pflegebedürtig

Kübelpflanzen sind überall dort die Lösung, wo die direkte Bepflanzung des Bodens nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Immer öfter werden sie auch in Gärten aufgestellt, denn Kübelpflanzen haben Vorteile, egal wo sie stehen:

  • Zeitersparnis: Mit bereits groß gewachsenen Kübelpflanzen lässt sich eine Terrasse oder ein Gartenbereich "auf die Schnelle" gestalten. Man muss nicht Jahre warten, bis endlich der Zustand erreicht ist, den man sich vorgestellt hat.
  • Flexibilität: Pflanzkübel lassen sich auch verlustfrei wieder umstellen, so dass ein Arrangement nicht "für die Ewigkeit" bleibt oder als Ganzes ersetzt werden muss.
  • Kontrolle: Im Pflanzkübel lässt sich - einem Hochbeet ähnlich - jeglicher Bewuchs besser kontrollieren, Unkräuter fallen sofort auf und gegen Schnecken kann ein Kübel besser abgesichert werden als ein Beet auf dem Boden.

Diesen Vorteilen stehen einige wenige Nachteile gegenüber, die man jedoch durch kundige Auswahl, gute Pflege und Schutzmaßnahmen auffangen kann:

  • Begrenzter Wurzelraum: Auch in großen Pflanzkübeln ist nicht unendlich viel Platz, die Wurzeln der Pflanzen müssen sich beschränken, was darauf hinaus läuft, dass sehr starkwüchsige Pflanzen sich nicht gut für die Kübelhaltung eignen.
  • Erhöhte Pflegebedürftigkeit: Da die Pflanze nicht mit wachsenden Wurzeln "auf die Suche" nach Nährstoffen in der Umgebung und Feuchtigkeit in der Tiefe gehen kann, muss für ausreichende und regelmäßige Wasserversorgung und Düngung gesorgt werden. Regen reicht oft nicht aus!
  • Frostempfindlichkeit: Da der Frost im Winter von allen Seiten kommt, ist eine Kübelpflanze viel stärker frostgefährdet als eine Pflanze im Beet. Auch viele winterharte Pflanzen benötigen in Regionen mit kalten Wintern Winterschutz.

Sind Kübelpflanzen ganz besondere Pflanzen?

Nein, eigentlich nicht. Der Begriff "Kübelpflanze" stammt nicht aus der Botanik, sondern aus der Umgangssprache und aus dem Marketing. Denn fast alle Gewächse lassen sich prinzipiell auch im Pflanzkübel halten, wenn Kübelgröße, Klima, Standort und Pflege stimmen. Sogar Straßenbäume werden in Großcontainer aus Beton gesetzt und begrünen mancherorts Straßen, die wegen der verlegten Versorgungsrohre nicht direkt bepflanzt werden können.

Im Allgemeinen versteht man unter Kübelpflanzen nur Pflanzen, die einerseits größer wachsen als Topfpflanzen, andererseits aber auch nicht so riesig werden, dass der Pflanzkübel extrem groß sein müsste und nicht mehr zu bewegen wäre.

Was bedeutet "winterhart"?

Von Winterhärtegraden und Winterhärtezonen

Blühende Pflanzen haben sich ursprünglich in den Tropen entwickelt, also bei immer gleich bleibenden warmen Temperaturen. Um in kälteren Gegenden zu überleben, mussten sie neue Strategien entwickeln. So werfen etwa die meisten Laubgehölze ihre Blätter ab, wodurch kein Wasser verdunstet und der Frost ihnen nichts anhaben kann. Nadelgehölze enthalten Öle als "Frostschutzmittel", das sie vor dem Erfrieren schützt. Viele krautige Stauden lassen alle oberirdischen Teile absterben, nur die Wurzel überdauert und treibt im Frühjahr neu aus. Weitere Arten sterben insgesamt ab, streuen jedoch zuvor Samen aus, die in der nächsten Saison keimen, wenn die Umgebung stimmt.

Als "winterhart" bezeichnet man eine Pflanze, die einen ortsüblichen (!) Winter mit mehr oder weniger oberirdischen Teilen übersteht. Mit "winterharten Kübelpflanzen" sind jedoch in aller Regel nur Gewächse gemeint, die ihr Laub behalten (immergrün) oder abwerfen (Laub abwerfend), ihre Stämme, Äste und Zweige aber behalten. (Zwiebelpflanzen gehören z.B. nicht dazu).

Die Angabe zur Winterhärte einer Pflanze bezieht sich immer auf einen Standort, denn was im Rheingau winterhart ist, ist es nicht zwingend auch im kälteren Norden. Zur Differenzierung der unterschiedlich kalten Winter in verschiedenen Regionen gibt es die Skala der Winterhärtezonen (WHZ) und entsprechend eingeteilte Landkarten. Die WHZ-Karte für Deutschland zeigt fünf Winterhärtezonen mit den folgenden Werten:

  • WHZ 6a: −23,3 °C bis −20,5 °C
  • WHZ 6b: −20,4 °C bis −17,8 °C
  • WHZ 7a: −17,7 °C bis −15,0 °C
  • WHZ 7b: −14,9 °C bis −12,3 °C
  • WHZ 8a: −12,2 °C bis −  9,5 °C

Erwirbt man also eine Pflanze mit der Angabe WHZ 7b, bedeutet das, dass sie einen Winter, in dem es maximal −14,9 °C kalt wird, mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit übersteht. Richtig sicher ist dass also auch nicht, sondern allenfalls ein Richtwert!

Hinzu kommt, dass neben dem Klima der Region auch das Kleinklima (Mikroklima) großen Einfluss hat: An einer windgeschützten Stelle an der Hauswand kann das Klima deutlich milder sein als in der Umgebung. Auch scheinen die Winter im Zuge des Klimawandels durchschnittlich milder zu werden, was auf Dauer auch die WHZ-Werte verändern wird und dazu führt, dass in Mitteleuropa mehr Pflanzen als früher ohne Winterschutz auskommen werden.

Winterharte Kübelpflanzen - empfohlen von der bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Wer sich an den Winterhärtegraden orientieren und dabei weitgehend auf Nummer sicher gehen will, kann sich an den Listen der bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau orientieren. In der zugehörigen Infoschrift "Winterharte Laub- und Nadelgehölze zur Bepflanzung von Kübeln" heißt es dazu:

"Das entscheidende Kriterium für das Überleben der Pflanzen im Winter ist die Winterhärte. Systematische Untersuchungen zur Winterhärte von Kübelpflanzen gibt es bisher nicht. Die Einstufung in die einzelnen Zonen erfolgt auf der Grundlage von Beobachtungen und Berichten über Winterschäden. Aus diesem Grund wurde für diese Liste auf die Erfahrungen in Nordamerika zurückgegriffen, die besagen, dass Gehölze, die zwei Zonen tiefer (kälter) eingestuft sind als der Ort, an dem sie aufgestellt werden, im Kübel ohne Winterschutz überleben. Da Deutschland zum größten Teil in Zone 7 eingestuft ist, wurden in die Tabellen nur Arten aus den Winterhärtezonen 1 bis 5 aufgenommen. Arten aus den Winterhärtezonen 6 und 7 können selbstverständlich auch verwendet werden. Sie müssen aber im Winter geschützt werden bzw. man muss damit rechnen, dass sie ohne Schutz in harten Wintern erfrieren."

Im Artikel sind die vier Listen (winterharte Laubgehölze, Nadelgehölze, Rhododendren und Rosen für Kübel) verlinkt. Die Gewächse sind nach Wuchsgröße im Freiland sortiert, im Kübel werden sie jedoch deutlich kleiner bleiben.

Immergrüne winterharte Kübelpflanzen: die Meistgeliebten

Ob Sichtschutz, Portalpflanzen, schöne Solitäre oder raumteilende Arrangements: Pflanzen, die im Winter ihr Blattwerk fallen lassen, verlieren ihre Funktion und bieten keinen schönen Anblick. Deshalb sind immergrüne winterharte Kübelpflanzen die meist gesuchten und beliebtesten Pflanzen für draußen, doch ganz unproblematisch sind sie nicht:

  • Gewächse, die im Winter ihre Blätter behalten, machen keine Winterpause, sondern betreiben weiterhin Photosythese. Das heißt, sie benötigen Wasser und Nährstoffe, was nicht möglich ist, wenn der Kübel komplett durchfriert.
     
  • Winterharte Laubgehölze vertragen zwar die tiefen Temperaturen, drohen aber aufgrund des Frostes zu vertrocknen, da gefrorene Erde kein Wasser aufnehmen kann, die Pflanze über die Blätter jedoch weiterhin Wasser verdunstet. Vertrocknete Blätter z.B. an Bambus, Kirschlorbeer oder Glanzmispel sind die Folge. Mit einem effektiven Winterschutz der Kübel lässt sich das Durchfrieren meist verhindern.
     
  • Am unempfindlichsten sind Nadelgehölze (Koniferen), da sie über eine Wachsschicht verfügen, die sie vor Austrocknung schützt.

Im Folgenden listen wir beliebte immergrüne winterharte Pflanzen auf, die bei guter Pflege auch im Kübel einen attraktiven Anblick bieten.

Immergrüne winterharte Nadelbäume 

  • Kugelkiefer, Zwergkiefer: kleinwüchsige, langsam wachsende Sorten wie z.B. Columnaris, Pumilio und Varella eignen sich für die Kübelhaltung und bereichern mit ihrem immergrünen Nadelkleid auch im Winter die Optik jeder Terrasse. Sie sind allerdings nur winterhart bis -15 Grad, für Extremtemperaturen und Lagen somit eher nicht geeignet.
     
  • Gemeine Eibe: das langsam wachsende Nadelgehölz ist vor allem als Heckenpflanze beliebt, die gut in Form geschnitten werden kann. Wer eine "schnelle Hecke" als Sichtschutz benötigt, kann auf Fertighecken zurück greifen, die im Handel angeboten werden. Sie werden als Module in Kübeln geliefert und können in ausreichend großen Pflanzkübeln auch dauerhaft als Kübelpflanzen gehalten werden. Auch als Solitär sieht eine gut geschnittene Eibe wunderschön aus! Aber Achtung: Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, nicht schon beim Anfassen, aber beim Verzehr schon kleiner Mengen. Wo Kinder spielen, sollten also keine Eiben gehalten werden.
     
  • Wacholder: nicht nur seine attraktiven Nadeln, sondern auch die in der Küche verwendbaren blauen Beeren machen den Wacholder zu einer beliebten Kübelpflanze. Geeignete Sorten sind Raketenwacholder (Juniperus scopulorum 'Blue Arrow' oder 'Skyrocket') und Blaustern-Zwergwacholder (Juniperus squamata 'Blue Star').
     
  • Zuckerhutfichte: die  zwergwüchsige Zuchtform der aus Nordamerika stammenden Weißfichte fällt mit ihrer strengen, spitz zulaufenden Kegelform richtig auf und eignet sich als einzeln stehender Hingucker. Sie kann sonnig bis halbschattig stehen und darf zu Weihnachten auch ein paar Tage ins Zimmer, um dort einen Gastauftritt als Weihnachtsbaum hinzulegen. Allerdings: Je kürzer der Aufenthalt im Innenraum, desto schonender ist es für die Fichte!
     
  • Zwergformen-Vielfalt: Neben den genannten Sorten bietet der Handel eine Vielzahl von Zwergenformen bekannter und weniger bekannter Nadelbäume. Zu den strauchartig wachsenden gehören z.B. Kugel-Fichte, Zwerg-Kork.Tanne, Sawara-Scheinzypresse und der Zwerg-Lebensbaum. Kugelförmig oder halbkugelig wachsen Kissen-Fichte, Waldkiefer, Schlangehaut-Kiefer und die Zwerg-Balsam-Tanne. Wer ein besonders niedrig wachsendes Nadelgehöz sucht, sollte den Kriech-Wacholder in Betracht ziehen.

Immergrüne winterharte Laubgehölze

  • Buchsbaum: der robuste, langsam wachsende Busch ist besonders wegen seiner Eignung zu Formschnitten beliebt. Ob kugelig oder als Pyramide und Quader: sein dichtes, kompaktes Blattwerk macht praktisch alles mit und sieht - regelmäßig beschnitten - immer gut aus. Im Pflanzkübel kann so ein Buchs zum interessanten Highlight auf der Terrasse werden! Buchsbaum kann sonnig bis schattig stehen. Ist der Standort jedoch zu heiß und dauerbesonnt, kann es zu Blattschäden kommen.
     
  • Kirschlorbeer: wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Lorbeer ist der Kirschlorbeer beliebt, denn er vermittelt ein mediterranes Flair, ohne so kälteempfindlich zu sein wie der echte Lorbeer. Allerdings sind nicht alle Kirschlorbeerarten frostverträglich und nur langsam wachsende, weniger hoch werdende Sorten eignen sich für die Kübelhaltung. In Betracht kommen z.B. Varianten Caucasica, Cherry Brandy, Herbergii und Otto Luyken. Die Kirschen des Strauchs sind allerdings giftig, für Haushalte mit Kindern evtl. ein Ausschlusskriterium.
     
  • Bambus: das fernöstliche Gewächs ist als Sichtschutz beliebt und verleiht jeder Terrasse ein asiatisches Flair. Unter den vielen Varietäten eignen sich für die Kübelhaltung nur solche, die nicht zu groß werden und kein allzu starkes Wurzelwachstum aufweisen. Empfehlenswert sind daher Sorten wie der aufrecht wachsende "Fontänenbambus" Fargesia nitida und der eher buschig bzw. breit wie hoch wachsende Gartenbambus Fargesia murielae. Beide eignen sich für Sonne und Halbschatten, optimal ist lichter Schatten. Im Winter erhöht ein Standort in voller Sonne das beschriebene Vertrocknungsrisiko - also besser an eine schattige Stelle rücken. Die beiden Arten sind ungiftig, frische Sprossen sind sogar essbar.
     
  • Feuerdorn: im Frühling eine weiße Blütenpracht, im Herbst rot-orange Früchte, ganzjährig zierliche ovale Blätter - der Feuerdorn gehört wegen seiner abwechslungsreichen Optik zu den beliebtesten Kübelpflanzen für die Terrasse. Er kann sonnig bis halbschattig stehen, verträgt auch strengen Frost, verfügt aber über wehrhafte Stacheln, die die Pflege manchmal etwas schwierig machen. Für die Kübelhaltung wird Winterschutz empfohlen, ebenso die Wahl großer Pflanzkübel, da der Feuerdorn eine recht wuchsstarke Pflanze ist. Er lässt sich gut beschneiden, auch Formschnitte sind möglich.
     
  • Rhododendron: Die Büsche erfreuen im Frühjahr mit ihren großen Blüten in Weiß, Rot und Rosa, behalten aber auch ihr schönes Laub durchs ganze Jahr. Als Kübelpflanzen eignen sich eher kleinwüchsige Sorten wie z.B. die Yakushimanum-Hybriden und die japanischen Azaleen (80 bis 100 cm).  Neue Züchtungen wie der kompakte Rhododendron 'Bloombux' ® (meist 50 bis 100 cm) benötigen nicht einmal die ansonsten für Rhododendren typische saure Erde. Am sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt sich die Pflanze wohl.

Immergrüne winterharte Stauden

  • Christrose: Sie ist der Star unter den winterharten Stauden, denn sie begeistert mit ihrer Winterblüte von Dezember bis April. Die interessanten Stauden legen im Sommer eine Vegetationsruhe ein, während der das Wachstum stoppt. Dabei werfen sie in der Regel nicht ihr gesamtes Blattwerk ab. Nach der stäksten Hitze beginnen sie Ende August wieder zu wachsen und sollten dann gedüngt werden. Anfangs reicht ein flaches Pflanzgefäß mit 10 bsi 12 Litern Erde, nach zwei Jahren empfiehlt sich das Umtopfen in einen größeren Kübel. Winterschutz ist nur bei wirklich eisigen Temperaturen ohne Schnee erforderlich.
     
  • Lavendel: Ein duftendes Blütenmeer bietet der Lavendel im Sommer, doch behält er auch im Winter seine Blätter und ist mit seiner meist rundlich buschigen Wuchsform ein hübsches Element auf Balkon oder Terrasse. Aber Achtung: nicht alle Lavendel-Sorten sind winterhart! Die robusteste Sorte ist der Echte Lavendel (Landalula Angustifolia), der als einziger verlässlich bis -15 Grad winterhart ist. Bedingt winterhart bis -10 Grad sind Schopflavendel, wolliger Lavendel und Silberblattlavendel, die man meist nur mit Winterschutz durch kalte Winter bringt.
     
  • Farne: Viele Farne werden als "wintergrün" bezeichnet, was nicht dasselbe ist wie "immergrün". Ein wintergrüner Farn ist nur so lange grün, wie er genug Feuchtigkeit aufnehmen kann. Meist werden die Blätter im Lauf des Winters doch braun, er treibt jedoch im Frühjahr wieder aus. Die meisten Farnarten bevorzugen einen schattigen Standplatz, doch gibt es auch Ausnahmen wie den Streifenfarn, der sonnige, trockene Standorte liebt.
     
  • Ziergräser: Die meisten Gräser sind winterhart bis –15°C bzw. sogar –20°C. Anders als die sommergrünen Gräser haben die wenigen Immergrünen im Herbst und Winter ihren großen Auftritt. Zwar sind sie meist kleiner als ihre sommergrünen Verwandten, doch haben sie mit ihren interessanten Blattfarben von Grün über Blau-, Rot- und verschiedene Bronzetöne dem Auge gerade im Winter einiges zu bieten. Mit mehreren, auch weiß panaschierten Farben bereichern etwa die Seggen den Winter, z.B. die Goldrand-Japan-Segge, die Weißrand-Japan-Segge, die fuchsrote Neuseeland-Segge, die Strandsegge und die Riesen-Segge, deren Blütentriebe bis zu 1,20 Meter lang werden.

Tipps für die Pflege winterharter Kübelpflanzen

Im Grunde unterscheidet sich die allgemeine Pflege der winterharten Kübelpflanzen nicht von der für alle gültigen Pflege:

  • ausreichend große Pflanzgefäße wählen
  • den Kübel mit ausreichender Drainage versehen, um Staunässe zu vermeiden
  • regelmäßig gießen und düngen, wie es die jeweilige Art erfordert
  • rechtzeitig umtopfen, wenn die Pflanze größer geworden ist und die Wurzeln den Kübel fast ausfüllen
  • falls nötig, die Pflanze sinnvoll beschneiden, vertrocknete Teile entfernen
  • auf Krankheiten und Schädlingsbefall achten.

Da die winterharten Pflanzen nicht ins Winterquartier umgezogen werden müssen, ist - je nach Lage und Klima - auf ausreichenden Winterschutz zu achten. Das gilt auch für explizit "winterharte" Gewächse, insbesondere, wenn es sich um Immergrüne handelt, die im Winter ihr Blattwerk nicht abwerfen.

Für den Winterschutz empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • Bei großen Pflanzen die in entsprechend große Pflanzkübel kommen, kann bereits beim Einpflanzen eine Schicht Styropor zur Isolation der Kübelwände sinnvoll sein. Dafür eignen sich besonders eckige Pflanzkübel und Pflanztröge (wie etwa die MAXI-Modelle) besonders gut.
     
  • Im Winter die Kübel wenn möglich an geschütztere und schattigere Stellen umstellen, um sie vor dem Austrocknen bei Frost zu bewahren.
     
  • Gegen Frost von unten hilft ebenfalls eine Styroporplatte, auf die man den Pflanzkübel stellt.
     
  • Da die Kälte von allen Seiten eindringt, empfiehlt sich bei vielen Immergrünen das vorsorgliche Einpacken der Kübel: Tannengrün (mit Draht befestigt), Winterschutzmatten (Jute, Schafwolle, Kokos) und in besonders harten Wintern auch Luftpolsterfolie.

Da sich das Klima und somit auch der Winter in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich darstellt (und auch nicht immer so kommt, wie es die Karte der Winterhärtezonen zeigt), ist es nie falsch, sich im ortsansässigen Fachhandel oder bei Pflanzenfreunden aus der Region zu erkundigen. Ihr Wissen ist die beste Quelle für Pflegetipps, denn es bezieht sich nicht auf die Theorie, sondern auf reale Erfahrungen vor Ort.

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