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Grünpflanze

Zimmerpflanzen: der Ratgeber fürs grüne Wohndesign

Zimmerpflanzen verbessern die Luft, heben die Stimmung und machen jede Wohnung attraktiver. Um Ihre Räume mit Pflanzen zu verschönern, brauchen Sie jedoch nicht gleich den sprichwörtlichen "grünen Daumen". In diesem Ratgeber finden Sie Tipps für die Raumgestaltung mit Pflanzen,  den richtigen Standort und die Auswahl passender Gewächse.

Eine Wohnung ganz ohne Pflanzen wirkt immer etwas steril und kalt. Schon eine einzelne große Grünpflanze ändert diesen Eindruck und steigert unser Wohlbefinden spürbar. Es wundert also nicht, dass in Deutschland allein im Jahr 2017 stolze 1,5 Milliarden Euro für grüne und blühende Zimmerpflanzen ausgegeben wurden.

Das klingt großartig, doch da sich das jedes Jahr wiederholt, liegt die Vermutung nahe, dass zumindest viele Grünpflanzen auch wieder entsorgt werden: eingegangen am falschen Standort oder wegen unzureichender Pflege. Auch falsche Erwartungen führen zu Enttäuschungen: die Pflanze wächst zu langsam, wuchert zu viel oder passt optisch dann doch nicht zur Einrichtung. Um auf Dauer Freude an den grünen Mitbewohnern zu haben, ist ein bisschen Planung und genügende Information über die jeweiligen Pflanzen unverzichtbar - vor dem Kauf!

Inhaltsverzeichnis

Räume gestalten mit Zimmerpflanzen: Wo aufstellen?

Für eine einzelne Pflanze findet sich immer irgendwo ein Platz. Will man aber so richtig auf "grüner Wohnen" umstellen, sollte man nicht gleich einkaufen gehen, sondern erst einmal die zu begrünenden Räume checken: Wo könnten hier Zimmerpflanzen geeignete Plätze finden? Meist kommen mehr Standorte in Betracht als man denkt, denn Möglichkeiten gibt es viele:

  • Auf der Fensterbank: der klassische Standort für Zimmerpflanzen bietet sich auch heute überall an, wo es noch Fensterbänke gibt. Meist stehen hier kleinere und mittelgroße Pflanzen, denn große Exemplare würden zuviel Licht wegnehmen. Während Grünpflanzen überall aufgestellt werden, ist die südöstliche bis südwestliche Fensterbank ein besonders geeigneter Standort für blühende Zimmerpflanzen, die Sonnenlicht benötigen. Aber Achtung: Am Südseitenfenster herrscht oft große Hitze, die viele Pflanzen dann doch nicht vertragen - besser man stellt sie in etwas Abstand auf Podeste, Tischchen oder spezielle Pflanzgestelle.
     
  • Auf Sideboards, Vertikos und Regalen: ebenfalls ein beliebter Standort, an dem jedoch bei der Pflanzenwahl zu beachten ist, dass weniger Licht zur Verfügung steht. Sehr lichtbedürftige Pflanzen können hier oft nur mit zusätzlichen Pflanzenlampen erfolgreich gehalten werden. Glücksfedern, Bogenhanf und Schusterpalme halten auch mit wenig Licht gut aus.
     
  • Auf Couchtischen und Schreibtischen: kleine Kakteen und Sukkulenten fungieren hier als schicke Deko und ziehen mit ihren interessanten Formen die Blicke auf sich. Aloe Vera im Miniformat, Zwergformen des Bodenhanfs wie Sansevieria trifasciata, Mini-Orchideen, aber auch Alpenveilchen, Flammende Käthchen und Bromelien setzen ein kleines Highlight auf jeden Tisch.
     
  • Hängepflanzen: Ampelpflanzen, die in Ranken herunter wachsen machen einen Wohnraum optisch leicht zum "grünen Dschungel". Viele Efeuarten, Efeutute, die Leuchterblume, Erbse am Band kommen in Betracht. Farne und Grünlilie machen sich ebenfalls gut als Hängepflanze. Aber Achtung: Der Boden spielt eine Rolle, auf den Gießwasser tropfen und Blätter fallen können! Optimal sind Fliesen, Dielen oder Parkett.
     
  • Kübelpflanzen: als Solitär und Hingucker, als Arrangement aus mehreren Pflanzkübeln oder als Sichtschutz und Raumteiler sind sie zweifellos die Stars unter den Zimmerpflanzen. Zimmerpalmen, Monsteras, Dieffenbachien, Glückskastanien und Drachenbäume sind beliebte XXL-Pflanzen, die stattliche Größen erreichen und alleine stehen sollten. Für Arrangements in Reihe eignen sich z.B. Einblatt, Bogenhanf, Calathea oder die Grünlilie, die besonders luftreinigend wirkt. (Eine eigenständige Rolle spielt auch der Pflanzkübel, lesen Sie dazu den Ratgeber "Pflanzkübel für innen: Tipps für Ihre Wahl").
     
  • Als grüne Wand: vertikale Gärten bzw. bepflanzte Wandmodule, die wie "lebende Bilder" die Wände begrünen sind ein moderner Trend, der recht spektakulär wirkt. Der Handel bietet Systeme zum selber bepflanzen an, die jedoch einigen Aufwand und viel Pflege erfordern. (Mehr Infos dazu z.B. im Gartenjournal).

Wenn Sie wissen, wo genau Sie in Zukunft Pflanzen platzieren wollen, können Sie vom Start weg geeignete Gewächse für die verschiedenen Lichtverhältnisse wählen. So vermeiden Sie Fehlkäufe, die am Ende nur enttäuschen, weil sie nicht die Bedingungen vorfinden, die sie benötigen.

Styleguide: Wohnlich einrichten mit Pflanzen

Zimmerpflanzen beleben zwar jeden Wohnraum, doch wirken sie gelegentlich wie Fremdkörper, die da eigentlich nicht hin gehören. Das lässt sich vermeiden, indem man einige gestalterische Tipps berücksichtigt, die das "Design mit Pflanzen" einfacher machen. Natürlich entscheidet am Ende immer der persönliche Geschmack, also sind diese Ideen als Inspirationen zu verstehen und nicht als feste Regeln, die immer und überall umgesetzt werden müssten.

  • Mehrere Pflanzen aufstellen: Der Charme der Wiederholung gilt auch fürs Wohndesign mit Pflanzen! Nur im Ausnahmefall wirkt eine einzelne Pflanze nicht verloren, sondern als attraktiver Akzent - wie etwa ein großer Bonsai in modernem Interieur mit Stahl und Glas. Schöner sind meist mehrere Exemplare derselben oder ähnlichen Pflanzen, z.B. präsentiert in unterschiedlich hohen Pflanzgefäßen. Die Anzahl beieinander stehender Pflanztöpfe sollte immer ungerade sein.
     
  • Helles und dunkles Grün kombinieren: Grünpflanzen mit hellen Blättern kommen besser zur Geltung, wenn sie mit tief dunklem Grün kombiniert werden. Dunkle Grünpflanzen alleine ergeben schnell eine zu dunkle Wand, die leicht düster wirkt. Nutzen Sie auch Pflanzen mit weißbuntem Blattwerk als Auflockerung, wenn es die Lichtverhältnisse gestatten!
     
  • Blühende Farbtupfer setzen: zwischen langlebigen Grünpflanzen, die im wesentlichen durch ihr Blattwerk wirken, setzen Sie mit saisonal blühenden Topfpflanzen hübsche Kontraste, die den Gesamteindruck noch deutlich aufwerten. Wer keine Blühpflanzen einsetzen will, erzielt ähnliche Effekte mit starkfarbigen Buntnesseln.
     
  • Unterpflanzungen: Große, hoch wachsende Pflanzen mit Stämmchen in großen Kübeln kommen besser zur Geltung, wenn in ihrem Fußbereich kleinere Gewächse den "Star" begleiten, evtl. sogar am Kübel herunter ranken wie etwa ein kleinblättriger Efeu.
     
  • Blattwerk und Stimmung: beachten Sie auch die unterschiedliche Wirkung der verschiedenen Blattformen! Buschig wachsende Pflanzen mit vielen kleinen Blättern (z.B. Ficus Benjaminie, aber auch der zierliche Frauenhaarfarn) vermitteln ruhige Lebendigkeit. Pflanzen mit schmalen, spitzen Blättern (z.B. viele Drachenbäume) sind eher anregend und aktivierend, stehen also gut in Räumen, in denen wir wach und aktiv sind.
     
  • Größe kundig wählen: Große Statementpflanzen, die mit ihrer Form den ganzen Raum dominieren, brauchen viel Platz, um nicht überdimensioniert zu wirken. Man sollte nicht mit einer solchen Pflanze beginnen, sondern zunächst mittelgroße und kleinere Pflanzen aufstellen, die sich in viele Räume besser integrieren lassen.
     
  • Einrichtung und Pflanzen aufeinander abstimmen: Sehr harmonisch wirkt es, wenn die Farbe Grün nicht nur von den Pflanzen kommt, sondern auch im Wohnraum wiederholt wird, z.B. an den Wänden, in einem Teppich oder Sessel. Besondere Blatt- und Blütenfarben können Sie in Wohnaccessoires wie Kissen, Kerzenhaltern und Bildern aufgreifen.

Passende Blumentöpfe und Pflanzkübel wählen

Zu guter Letzt sei noch einmal darauf hingewiesen, dass auch die Wahl der passenden Pflanzkübel sehr dazu beiträgt, ob eine Einrichtung mit Pflanzen stimmig wirkt. Insbesondere müssen die Proportionen stimmen. Der optimale Pflanzkübel passt in der Form zur gewählten Pflanze.

  • Hoch wachsende Pflanzen sind in einem niedrigen Pflanztrog gut aufgehoben. Ein massiver Pflanzkübel mäßiger Höhe – egal ob rund, würfelförmig oder lang gestreckt - bildet ein Gegengewicht für die hoch aufragende Pflanze und gibt ihr einen sicheren Stand. 
     
  • Für kleinere und mittelhohe Pflanzen kann auch ein hoher, schlanker Kübel gewählt werden. Runde und eckige Säulen- und Vasenformen kommen in Betracht, die auch gern im Duo als Portalvasen genutzt werden. Auch schlanke Raumteiler und Trennelemente werden am besten niedrig bepflanzt, bzw. gerade so hoch, dass der angestrebte Sichtschutz gewährleistet ist.
     
  • Hängende bzw. herunter rankende Pflanzen sind in Ampelgefäßen gut aufgehoben, z.B. wirken Hängekörbe aus Flechtwerk sehr natürlich. Sie passen aber auch gut in hohe, schlanke Pflanzkübel, z.B. kombiniert mit einer mittelhohen Pflanze.
     
  • Kleine Pflanzen sind im klassischen Blumentopf-Format am besten aufgehoben. Mittlerweile haben moderne Blumentopfformen und Materialien das Einerlei der Tontöpfe abgelöst, so dass auch sie zu einem attraktiven Wohndesign mit Pflanzen beitragen können. Auch stehende oder hängende Pflanzschalen sind eine gute Möglichkeit, Abwechslung in der Form zu demonstrieren.
     
  • Farbe und Material der Pflanzgefäße sollten auf den Wohnraum abgestimmt werden. Lesen Sie dazu unsere ausführlichen Ratgeber zur Farbwahl und zu den in Betracht kommenden Materialien.

Passende Zimmerpflanzen für Licht und Schatten

Um sich wohl zu fühlen und gut zu gedeihen, benötigen Pflanzen ein ausreichend großes Pflanzgefäß, gutes Substrat, genügend Wasser, regelmäßige Düngung und vor allem genügend Licht. Vier dieser fünf Bedingungen lassen sich durch gute Pflege herstellen, doch in Sachen Helligkeit sind wir auf die in den Wohnräumen nun einmal gegebenen Lichtverhältnisse angewiesen. Will man keinen extra Aufwand mit Pflanzenlampen betreiben, müssen die Pflanzen also passend zur Lichtsituation gewählt werden.

Der Lichtbedarf ist somit das wichtigste Auswahlkriterium, mit dem sich Fehlkäufe und kümmernde Pflanzen vermeiden lassen. Bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit sind viele Pflanzen toleranter, sonst wären viele ursprünglich aus den Tropen stammenden Zimmerpflanzen nicht so häufig vertreten. Mit regelmäßigem Besprühen kann man ihnen gut helfen, die fehlende hohe Luftfeuchtigkeit auszugleichen, doch direkte Sonne vertragen sie nicht, ebenso wenig wie sonnenhungrige Pflanzen in einer dunklen Ecke gedeihen.

Im Folgenden versammeln wir einige beliebte Zimmerpflanzen, die sich für Standorte mit unterschiedlichem Lichtangebot gut eignen.

10 Pflanzen, die mit wenig Licht auskommen

Schattig bis halbschattig sind Standorte am Nordfenster, in Fluren und an fensterfernen Bereichen der Wohnräume. Wenn für eine Pflanze der Bereich "halbschattig" angegeben wird, hält sie oft auch an schattigen Orten gut aus, entwickelt sich dort lediglich nicht so gut wie mit etwas mehr Licht. Grundsätzlich benötigen weiß panachierte Blätter mehr Licht, grüne und dunkelgrüe Pflanzen sind schattenfreundlicher.

  • Efeu (Hedera helix): die rankende Pflanze gibt es in vielen Variationen, die einfarbig dunkelgrünen Sorten eignen sich gut für schattige Orte. 18 bis 20 Grad sind ihre Wohlfühltemperatur, im Winter sollte Efeu kühler stehen. Je schattiger der Standort, desto weniger muss gegossen werden!
     
  • Bogenhanf (Sansiveria trifascata): die Pflanze mit den langen spitzen Blättern ist ein Star unter den Schattenpflanzen. Obwohl sie auch hellere Standorte mag, duldet sie lichtarme Verhältnisse ohne sichtbare Defizite. Trockene Wärme ist kein Problem, wohl aber stauende Nässe bzw. zu häufiges Gießen.
     
  • Einblatt (Spathiphillum): eine sehr elegante Pflanze, die mit ihren blütenartigen weißen Hochblättern das aus der Mitte wachsende hellgrüne Blattwerk überragt. Als "Königin des Regenwaldes" mag sie es dauerhaft feucht und toleriert sogar stehende Nässe. Ganzjährige Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad sind optimal.
     
  • Grünlilie (Chlorophytum comosum): Sie kommt sowohl mit hellen als auch mit schattigen Standorten klar und ist wegen ihrer luftreinigenden Eigenschaften als Grünpflanze sehr beliebt. Es gibt grüne und weiß gebänderte Arten, die ebenfalls im Schatten wachsen. Die unkomplizierte Pflanze produziert viele Ausläufer und lässt sich so leicht vermehren. Ihre Wurzeln speichern Wasser, so dass sie auch zeitweise Vernachlässigungen verträgt. Katzen nutzen sie als (ungiftigen!) Ersatz für Katzengras.
     
  • Kentia-Palme (Howea forsteriana): ihre gefiederten Blätter und ihr büschelartiger hoher Wuchs (ein Meter und mehr) machen sie zur beliebten Zimmerpflanze für dunkle und halbschattige Standorte. Sie verbessert das Raumklima und ihr Blattwerk schluckt Lärm. Nicht zuviel gießen, sondern dazwischen immer wieder ganz abtrocknen lassen!
     
  • Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia): Sehr unempfindlich und pflegeleicht! In ihren dicken Blättern speichert sie Wasser und Nährstoffe, so dass sie Trockenzeiten gut verkraftet. Will man ihr Wachstum ankurbeln, benötigt sie etwas mehr Licht. Die Temperatur sollte nicht unter 16 Grad sinken.
     
  • Schusterpalme (Aspidistra): ein robustes und pflegeleichtes Liliengewächs, das auch in recht dunklen Ecken gedeiht. Sie benötigt nur selten Wasser und kommt sogar mit Zugluft und geringer Luftfeuchtigkeit klar. Die optimale Pflanze für den Hausflur!
     
  • Efeuaralie (Fatshedera lizei): eine Hybride aus gemeinem Efeu und Zimmeraralie. Eine anspruchslose, wuchernde Pflanze für halbschattige Standorte, die grünen Versionen benötigen weniger Licht als die weiß panachierten. Da sie im Winter eine Ruheperiode mit kühlen 10 Grad und tiefer benötigt, empfehlen wir die Sorte "Variegeta", die auch in der Ruhezeit Temperaturen nicht unter 17 Grad schätzt.
     
  • Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris): mit seinen zierlichen filigranen Blättern gehört der Frauenhaarfarn zu den empfindlicheren Pflanzen. Temperaturen um 22 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit (60%) sind optimal, im Bad steht diese Pflanze richtig, sofern etwas Licht, aber keine Sonne das Bad erhellt. Nur mit kalkarmem Wasser gießen und nicht besprühen, da die Blätter sonst schnell braun werden.
     
  • Drachenbaum (Dracanea): Viele spitze Blätter und verholzte Stämmchen kennzeichnen den Drachenbaum, von dem grüne und buntblättrige Sorten erhältlich sind. Am wenigsten Licht benötigt der einfarbige Kanarische Drachenbaum, der auch nur wenig gegossen werden muss.

Zehn sonnenhungrige Zimmerpflanzen für die Südseite

Viel Licht, direkte Sonne und phasenweise große Hitze sind für Südseite-Fenster typisch. Viele beliebte Grünpflanzen, die Lichtverhältnisse wie unter dem geschlossene Blätterdach der Regenwälder benötigen, vertragen diese Umgebung auf keinen Fall. Dagegen sind Kakteen und Succulenten, deren Heimat heiße, trockene Wüsten und Steppen sind, hier in ihrem Element. Neben ihnen gehören jedoch auch Pflanzen mit auffallenden Blüten oder buntem Blattwerk zu den sonnenhungrigen Arten. Ein Südseitefenster kann mit ihnen äußerst abwechslungsreich gestaltet werden.

  • Geldbaum/Pfennigbaum (Crassula arborescens): Sehr attraktives Dickblattgewächs, das in seinen Blättern Wasser speichert. Rund, gewellt und graugrün mit rotem Rand sind die vielen kleinen Blätter an robusten verzweigenden Stämmmen sehr hübsch. Braucht wenig Wasser, sollte dennoch gleichmäßig feucht gehalten werden. Die Pflanze wird 60 bis 80 cm hoch und wird in einem entsprechenden Pflanzgefäß als Hingucker!

  • Palmlilie (Yucca elephantipes): Umgangssprachlich einfach Yucca genannt, ziert diese anspruchslose Pflanze viele Fensterbänke in Wohnungen und Büros. Sie ist pflegeleicht, robust und anfängertauglich. Während der Wachstumsphase reichlich gießen, jedoch Staunässe vermeiden! Zwar wäre eine kühlere Winterruhe optimal, doch verträgt die Yucca auch ganzjährig normale Zimmertemperaturen.

  • Strelitzie, Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae): ein wahrer Paradiesvogel unter den Pflanzen! Mit ihren exotischen Blüten ist sie der Hingucker, doch muss man sich bis zur Blüte mehrere Jahre gedulden, wenn man sie aus Samen selber zieht. Fürs Fensterbrett wird sie zu groß, doch kann man sie mit etwas Abstand davor aufstellen oder als "Star im Wintergarten" kultivieren. Im Sommer braucht die Strelitzie viel Wasser, im Winter muss weniger gegossen werden. Kühlere Temperaturen im Winter (10 bis 15 Grad) regen die Blütenbildung an.

  • Christusdorn (Euphorbia): von der Größe her optimal fensterbanktauglich, erfreut das Wolfsmilchgewächs mit vielen kleinen Blüten in rosa bis roten Blüten und bizarrem Wuchs. Einige Varianten blühen von Oktober bis März, andere ganzjährig. Nur mäßig gießen, denn die Pflanze speichert Wasser in ihren dicken Blättern! (Achtung: Da der Saft der Wolfsmilchgewächse giftig ist, also eignet sich die Pflanze nicht für Haushalte mit Kleinkindern.)

  • Bleistiftbaum (Euphorbia tirucalli): Auch er gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, der durch seine skurrile Wuchsform auffällt. Bleistiftdicke, glatte, grüne, sukkulenten Äste und Verzweigungen ergeben seine sehr besondere Pflanzengestalt. Nur sparsam gießen und düngen!

  • Madagaskarpalme (Pachypodium lamerei): Stämme wie Kakteen, aber obenauf Blätter wie eine Palme machen die Pflanzengestalt der Madagaskarpalme sehr attraktiv. Der säulenförmige Stamm trägt Dornen, die Blätter sind lang und schmal. Liebt direkte Sonnen und kann bis zu zwei Meter hoch werden.

  • Grünlilie (Chlorophytum comosum): ein wahrer Allrounder, denn die Grünlilie kann überall stehen, sowohl im Schatten als auch am sonnigen Südseitenfenster! Besonders die weiß panachierten Arten entwickeln sich hier besonders gut.

  • Zimmerjasmin (Jasminum polyanthum): schnellwüchsige, rankende Pflanze, die sich für die Haltung in Ampeln und Hängeschalen gut eignet. Kleine weiße Blüten entspringen den Drugdolden der Blattachseln, die in den Abendstunden auch duften. Der Topfballen sollte feucht gehalten werden, ohne dass es zu Staunässe kommt.

  • Erbsenpflanze, Perlenschnur(Senecio rowleyanus) - diese Hängepflanze begeistert mit ihrer spektakulären Optik aus vielen herab hängenden "Perlenschnüren" aus kugeligen runden Blättern. Im Sommer darf sie gerne ins Freie. Während der warmen Jahreszeit reichlich gießen, im Winter seltener.

  • Schönmalve (Abutilon): Umgangssprachlich "Zimmerahorn", doch gehört die Pflanze zu den Malvengewächsen. Buschig aufrecht wachsend erfreut sie mit viel grünem Blattwerk und reicher Blüte bis in den November hinein. Je nach Sorte können die vielen kleinen glockenartigen Blüten weiß, gelb, orange, rosa, lila oder rot sein. Allerdings: Pralle Mittagssonne verträgt sie dann doch nicht, sondern benötigt dann eine leichte Beschattung etwa durch einen transparenten Vorhang.

Luftreinigende Pflanzen fürs gute Raumklima

Nicht nur die Optik spielt bei Zimmerpflanzen eine Rolle, sondern auch ihr gesundheitlicher Nutzen. Sie erhöhen die meist zu geringe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen, erhöhen den Sauerstoffgehalt und filtern sogar Schadstoffe aus der Luft. Im Rahmen der "NASA Clean Air Study" hat die NASA sogar eine Liste mit besonders luftreinigenden Pflanzen heraus gegeben, die speziell zum Zweck der Luftverbesserung in Raumstationen getestet wurden.

In unserem Ratgeber "12 Superpflanzen für das grüne Büro" haben wir die wichtigesten luftreinigenden Pflanzen heraus gesucht und kurz portraitiert. Selbstverständlich entfalten sie ihre segensreichen Eigenschaften nicht nur in Büros, sondern auch in Wohnräumen, deren Luft oft nicht viel besser ist als in manchem Büro. Einige hier bereits aufgelisteten werden Sie dort wieder finden, sowie weitere beliebte Zimmerpflanzen, die auch aus Gesundheitsgründen einen Platz in der Wohnung verdienen.

Fragen und Antworten zum Wohnen mit Zimmerpflanzen

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